Lohnenswerte Investitionen in tschechische Einkaufszentren

Bereits seit einiger Zeit investieren immer mehr westeuropäische Investoren ihr Geld in osteuropäische Einkaufszentren, die besonders viel Geld einbringen. Dazu verleiten sie aber auch die erschwinglichen Kreditkosten. Auf diese Investitionsidee ist ebenfalls deutscher Investor gekommen und zwar kein unbekannter…

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EuroShop investiert noch mehr Geld in osteuropäische Einkaufszentren

Nach dem Erwerb des Prager Shopping Centers „Palladium“ ist der deutsche Investor EuroShop laut Gerüchten an dem Brünner Shopping Center „Olympia“ interessiert und wird dieses höchstwahrscheinlich auch ergattern. Es ist mit 89.000 Quadratmetern eins der größten Einkaufszentren in ganz Tschechien, was noch mehr für den Erwerb spricht.

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Die deutschen Investoren sind keine Neulinge in diesem Bereich, da sie bereits mehrere Einkaufszentren in Deutschland, Polen, Österreich und Ungarn besitzen. Da das Geschäft so gut läuft, kriegen sie einfach nicht genug davon und wittern in Brünn ihre nächste große Chance.

Erschwingliche Kredite in Tschechien

Aufgrund der niedrigen Zinsen lohnt sich die Aufnahme eines Darlehens umso mehr für die deutschen Investoren. Das hat Auswirkungen auf den Investitionsboom in Tschechien, welcher im Jahr 2016 einen Rekord gebrochen hat.

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Bemerkenswert ist, dass es in ganz Tschechien 120 Einkaufszentren gibt und sich dies immer noch lohnt. Die Freude am Konsum lässt bei den Tschechen nämlich einfach nicht nach und lässt die Investoren dadurch positiv in die Zukunft blicken und die Zweifel in den Hintergrund treten. Deshalb werden laut jüngsten Prognosen noch in diesem Jahr 7 neue Einkaufszentren auf tschechischem Boden eröffnet, was die Eröffnungszahl im Vergleich zum letzten Jahr verdoppeln würde. Unter anderem wird das Einkaufszentrum „Chodov“ in Prag wiedereröffnet. Aber der Fokus der Investoren liegt nicht nur auf der tschechischen Hauptstadt, sondern ebenfalls auf den kleineren Städten, wo in diesem Jahr Zentren eröffnet werden.

Falls Sie an einer Investition in Tschechien interessiert sind, wäre gerade dies der richtige Zeitpunkt, um sich über eine Investition in tschechische Einkaufszentren zu informieren. Das Potenzial Prags ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft, weshalb Sie sich Ihre Chance hierbei besonders gut überlegen sollten.

Astana: der aufstrebende Gastgeber von EXPO 2017

Die neue, moderne Hauptstadt Kasachstans Astana ist vom 10. Juni bis zum 10. September 2017 Gastgeber der Weltausstellung EXPO 2017. Die Weltausstellung wird diesmal unter dem Motto „Energy future“ oder „Energie der Zukunft: Maßnahmen für weltweite Nachhaltigkeit“ stattfinden. Die aufstrebende Hauptstadt Kasachstans Astana konnte sich bei der Wahl des Weltausstellungsortes in 2012 gegen Liége (Belgien) durchsetzen und wird als eine Stadt der Superlative bezeichnet.

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Das Prestige-Projekt Kasachstans

Für Kasachstan ist die Weltausstellung EXPO 2017 mehr als ein Prestige-Projekt. Es ist die zentrale Treibkraft für die wissenschaftlich-technische Entwicklung des Landes und insbesondere für den Bereich Energiewirtschaft.

Das Gelände der Weltausstellung erstreckt sich auf einer Fläche von 173 ha im Stadtviertel Esil von Astana. Der Komplex besteht aus einem zentralen Ausstellungszentrum, umgeben von Wohngebäuden, Bildungsanstalten, Geschäften, Parkanlagen, Boulevards. Im Herzen dieses Projekts befindet sich der Pavillon von Kasachstan als herausragendes Symbol der Ausstellung. Die kugelförmige Glaskonstruktion hat einen Durchmesser von 80 Metern und besteht aus acht Stockwerken. Um ihn herum erstrecken sich der internationale Pavillon, der Thema-Pavillon und der korporative Pavillon. Diese Pavillons werden Anlagen, Pavillons und Teilnehmer aus der ganzen Welt beherbergen. Etwa 100 Staaten haben sich für eine Teilnahme an der Weltausstellung angemeldet.

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Thema: Energieversorgung

Die Weltausstellung EXPO 2017 bedeutet für die junge Hauptstadt Kasachstans und natürlich für das ganze Land eine Chance, sich der Welt als offener, wirtschaftlich erfolgreicher Transformationsstaat zu zeigen.

Das Thema der Energieversorgung hat einen hohen Stellenwert in den Ländern Zentralasiens. Das Thema der Nachhaltigkeit bietet den Teilnehmerstaaten umso mehr eine Möglichkeit, ihre Technologien, innovativen Fortschritte und Erfahrungen zu präsentieren. Aufgrund der extremen Wetterverhältnisse sowie dem erhöhten Energiebedarf für den Ausbau der Produktion und der Gewinnung von Bodenschätzen spielt das Thema der Energieversorgung eine besondere Rolle für Kasachstan.

Nicht umsonst wird die Weltausstellung unter dem Motto „Energie der Zukunft“ stattfinden. Passend zu diesem Motto wird bei der Weltausstellung in Astana die erforderliche Energie nur durch Wind und Sonne erzeugt. Der Komplex wird sich komplett selbständig mit Energie versorgen. Ein Wind- und Solarpark entsteht auch außerhalb von Astana, der natürlich auch nach der Weltausstellung genutzt wird. Alle Gebäude und Grünanlagen werden nach dem Prinzip des ökologischen, wirtschaftlichen und sozial nachhaltigen Designs gebaut.

Die Veranstaltung soll zu einer verstärkten Bewusstseinsbildung beitragen und versteht sich als Signal für Menschen, Organisationen und Nationen über Grenzen hinweg an den globalen Herausforderungen der Zukunft für eine verantwortungsvolle Energiepolitik und nachhaltige Technologien zu arbeiten.

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Reise nach Astana

Kasachstan ist neuntgrößter Staat der Erde mit abwechslungsreicher Geschichte, multikultureller Bevölkerung und vielfältigen Naturlandschaften. Auch weltweit einmalige Objekte wie der Weltraumbahnhof Baikonur sind hier beheimatet.

Vielleicht ist der Besuch der Weltausstellung in Astana eine Reise wert für Sie. Ein neues Land, neue Menschen und eine andere Kultur zu erkunden, kann man auch mit so einem großartigen Ereignis wie der EXPO 2017 verbinden.

Es gibt Reiseveranstalter wie z. B. „Go East Reisen„, die offizieller Partner der EXPO 2017 sind und Tickets für den Besuch der Ausstellung, verbunden mit z. B. einer Rundreise durch Kasachstan anbieten.

Das ist eine einmalige Möglichkeit, sich vielleicht einen Traum erfüllen zu lassen.

Möchten Sie mehr über die kasachische Kultur und Sprache erfahren, nehmen Sie Kontakt mit uns auf! Wir freuen uns auf Sie!

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Teilnahme an Messen in Russland: Welchen Herausforderungen Sie sich als Unternehmer stellen müssen

In Russland boomt die Messebranche. Die Liste der in Russland stattfindenden Messen ist unendlich lang. Doch was passiert, wenn Sie selbst an einer Messe in Russland teilnehmen oder eine Veranstaltung dort planen möchten? Welchen Herausforderungen Sie sich stellen und was sie dabei beachten müssen, erfahren Sie in dem folgenden Text.

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Ist die politische Situation für die Planung einer Niederlassung in Russland von großer Bedeutung?

Die politische Situation ist für die Planung einer Niederlassung in Russland sehr wohl ausschlaggebend. Aufgrund der derzeitigen angespannten Lage wenden sich viele Unternehmen davon ab, eine Niederlassung in Russland zu eröffnen. Sie steuern Ihre Geschäfte lieber von anderen Niederlassungen aus. Besonders wichtig ist es aber dennoch den Kontakt zu Ihren russischen Partner ständig zu suchen, um das eigene Netzwerk auszubauen. Hierzu würde sich die Planung einer Veranstaltung oder eine Messeteilnahme anbieten.

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Was Sie bei der Planung einer Veranstaltung beachten sollten

An sich sind die Anforderungen im Qualitätsbereich mit den westeuropäischen Anforderungen zu vergleichen. Dennoch sollte man einen technischen Berater mit kulturellem Wissen hinzuziehen oder zusätzlich noch einen Dolmetscher engagieren, damit keinerlei Missverständnisse entstehen und Ihrem Erfolg auf dem russischen Markt nichts im Wege steht.

Der Ablauf bei der Organisation einer Veranstaltung unterscheidet sich selbstverständlich ebenfalls sowie die Vorlieben und Geschmäcker, was vor allem an der unterschiedlichen Geschichtsentwicklung liegt. Hierbei haben sich die Kulturen und Mentalitäten in verschiedene Richtungen entwickelt. Trotzdem versuchen international tätige Unternehmen sich auf eine Vermarktungsstrategie und – message zu einigen, um überall dieselben Werte zu vermitteln. Bei großen Unternehmen ist dieser Vorgang empfehlenswert, bei kleineren hingegen nicht, da dann das Persönliche verloren geht. Natürlich liegt hier die Entscheidung immer beim Unternehmen. Trotzdem ist der Hang der russischen Unternehmen zum Westen und zur westlichen Vermarktung immer mehr im Kommen, wodurch auch russische Unternehmen sich auf eine westliche/internationale Art und Weise versuchen zu vermarkten.

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Zukunftsaussichten für deutsche Unternehmen?

Die Zukunftsaussichten für deutsche Unternehmen sind sehr positiv, da sich die Messebranche immer noch in der Entwicklungsphase befindet und sehr viel Wachstumspotential hat. Wenn Sie auf Messen in Russland neue Partner gewinnen und kennenlernen wollen, ist dies genau der richtige Weg, da Sie sich hier ein breites Netzwerk aufbauen und neue Geschäftspartner gewinnen können. Diese können Ihnen dann in Zukunft bei Ihren Messeauftritten unterstützen und Sie können dasselbe für die russischen Unternehmer tun, wenn diese in Deutschland an einer Messe teilnehmen.

Das Wichtigste ist ein gewisses Verständnis für die russische Kultur mitzubringen und über Kenntnisse der russischen Sprache zu verfügen oder einen Dolmetscher für die russische Sprache zu engagieren, der Ihnen gleichzeitig die Sprache und Kultur näherbringt. So wissen Sie sich auf alle Fälle auf der richtigen Seite und können sich auf Ihre zukünftigen Messeauftritte richtig vorbereiten und darauf freuen.

Katastrophale Arbeitsbedingungen in der osteuropäischen Schuhbranche – Können diese in Zukunft verbessert werden?

Laut der Studie „Change Your Shoes“ sind osteuropäische Arbeiter, die in der Schuhproduktion tätig sind, Tag für Tag miserablen Arbeitsbedingungen ausgesetzt, worauf viele Menschenrechts- und Umweltschutzorganisationen aufmerksam machen, aber wird dies etwas bringen? Können angemessene Arbeitsvoraussetzungen für die Arbeiter geschaffen werden oder sucht man vergeblich nach einer Lösung?

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Hungerlöhne, Stress und Überstunden…

…genau so kann man sich die Arbeitsbedingungen in osteuropäischen Schuhunternehmen vorstellen. Die Arbeiter sind ständigem Druck ausgesetzt die Schuhproduktion in einer gewissen Zeit durchzuführen, dabei soll auch noch die Qualität stimmen. Chemikalien werden nebenbei zusätzlich eingeatmet und das ohne Schutzmaske! – Und das alles wird mit einem Hungerlohn beglichen…

Die Studie „Change Your Shoes“ hat dies herausgefunden, als sie verschiedene Schuhproduktionsunternehmen in Albanien, Bosnien-Herzegowina, Rumänien, Polen, Slowakei und Mazedonien näher untersucht hat. Im Vergleich zu China verdienen die albanischen, mazedonischen und rumänischen Arbeiter sogar weniger. Dies soll aber dem üblichen Arbeitslohn in diesen Ländern entsprechen. Trotzdem ist dies zu wenig, um eine Familie ernähren zu können.

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Schuhunternehmen sorgen sich nicht um ihre Mitarbeiter!

Dieser Meinung sind verschiedene Menschenrechtsunternehmen. Die Zustände bei der Produktion sollen vielen Unternehmern total egal sein. Es interessieren sie nur die niedrigen Kosten und die dabei entstehende Qualität der Schuhe, der Gesundheit ihrer Mitarbeiter wird keine hohe Wichtigkeit zugeschrieben. Lediglich drei Schuhunternehmen Adidas, Eurosko und El Naturalista wollten bewusst auf die Fragen der Studieninitiatoren antworten. Das größte Problem stellt die Zuliefererkette dar. Die Unternehmen wissen nämlich nicht genau, woher die jeweiligen Artikel kommen und verlieren dadurch gleichzeitig den Überblick über die Arbeitsbedingungen, für die sie im Endeffekte nicht alleine zuständig sind, sondern auch die jeweiligen Unternehmen, die sie engagieren.

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Ist eine Verbesserung in Sicht?

Der deutsche Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie nimmt die deutschen Unternehmen hierbei in Schutz und kann nicht verstehen, wie alle Unternehmen über einen Kamm geschert werden können. Immerhin setzen sich die deutschen Unternehmen seit einer geraumen Zeit für Nachhaltigkeit in der Produktion im In- sowie Ausland ein, wodurch die sozialen und ökologischen Standards sogar zu den höchsten weltweit gehören.

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Demnach sollten deutsche Unternehmen kaum verbesserungswürdig sein, doch was ist mit den in Osteuropa ansässigen deutschen Unternehmen? Kann der Bundesverband hierfür ebenfalls seine Hand ins Feuer legen? Hierbei liegt nämlich das Hauptproblem: Diese Unternehmen werden nicht immer und nicht so stark kontrolliert wie die in Deutschland ansässigen Unternehmen. Über die Produktion der Artikel von anderen Unternehmen, die dann wiederum im Schuhunternehmen verwendet werden, ist kaum bis gar nichts bekannt. Auf welche Weise sollen diese dann kontrolliert werden können? Ein erster Schritt wäre es regelmäßige Kontrollen einzuführen und das auch bei Unternehmen, die nur Kleinigkeiten für die Hauptunternehmen herstellen. Die schlimmsten Arbeitsbedingungen herrschen nämlich bei diesen. An allererster Stelle sollte jedoch die Gesundheit jedes einzelnen Mitarbeiters stehen.

Rumänische Landwirtschaft auf dem Tiefpunkt: Haben die Bauern den Konkurrenzkampf mit den Discountern endgültig verloren?

Die Umsätze der ausländischen (vor allem der deutschen) Supermärkte steigen in ganz Osteuropa ununterbrochen. Besonders alarmierend ist dieser Trend in Bulgarien und Rumänien, wo die Bauern Tag für Tag ums Überleben kämpfen müssen. Viele Einheimische, die selbst nicht viel Geld verdienen, greifen lieber zur billigeren Produktvariante aus dem Discounter als einheimische Produkte zu kaufen, die oft teurer sind. Haben die rumänischen und bulgarischen Landwirte überhaupt noch eine Chance diesen Tiefstand zu meistern oder müssen sie sich den ausländischen Supermarktketten geschlagen geben?

 

Gute Aussichten für bekannte Handelsketten in Bulgarien

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Bundesrepublik Deutschland bleibt nach wie vor der wichtigste Markt für Waren und Dienstleistungen, die in Bulgarien hergestellt wurden. Dazu tragen hauptsächlich die in Bulgarien mit deutschem Kapital gegründeten Firmen im Lande bei, die ihre Produktion für ihre Muttergesellschaften in Deutschland ausführen. Firmen wie „Siemens“, „Liebcher“, „Lufthansa-Technik“, „Festo“ und „Aurubis“ haben bereits ziemlich große Betriebe in Bulgarien aufgebaut, trotzdem bleibt das Land abseits von den großen Kapitalflüssen.
Dagegen beherrschen deutsche Handelsketten wie Metro, Kaufland und Lidl den Verbrauchermarkt und den modernen Handel. Fazit: Der Handel in Bulgarien ist lukrativer und sicherer als die direkten Investitionen in die bulgarische Industrie. Sogar noch mehr – das ist im Augenblick etwas wie unausgesprochene Regel für den Geschäftsumfeld in Bulgarien.

Überlebenskampf der rumänischen Bauern und der Bevölkerung

Nicht nur Bauern versuchen sich mit der Landwirtschaft etwas Geld zu verdienen, sondern ebenfalls rumänische Bürger, die vorher nichts mit dem Bauerndasein zu tun hatten. Meistens sind dies Rentner, die sich etwas zu ihrer Rente hinzuverdienen möchten. Viele bekommen eine Rente, die etwas über 200 Euro beträgt. Die Lebenskosten steigen jedoch kontinuierlich an und sind mit den deutschen zu vergleichen, weshalb das alleinige Leben von der Rente unmöglich ist.

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Ca. 30 Prozent der Berufstätigen besitzen Tiere, meistens Schweine oder Kühe, und ernähren sich und ihre Familie von diesen. Der Verkauf von Kuhmilch an Molkereien lohnt sich nicht, da diese nur 17 Cent pro Liter zahlt. Da wird diese lieber selbst verbraucht oder den Tieren gegeben. Unterstützung von der EU erhalten sie erst ab 3 Kühen, da sie sonst als Hobbybauern eingestuft werden.

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Unterstützung der Kleinbauern durch „Ecoruralis“

Seit sieben Jahren existiert die von Bauern und Aktivisten gegründete Organisation „Ecoruralis“ in Cluj. Diese soll die Politiker auf die Missstände der Kleinbauern aufmerksam machen. Sie will, dass die heimischen Produkte mehr geschätzt und gefördert werden anstatt diese durch billigere zu ersetzen.

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Erschreckend ist vor allem die Tatsache, dass jede Stunde drei kleine Bauernhöfe in Rumänien schließen. Wenn dies so weitergeht, kann es dazu kommen, dass bald alle kleinen Bauernhöfe von der rumänischen Landkarte verschwinden. Nach 1989 konnte man einen Trend des Umzugs vieler Rumänen zurück aufs Land feststellen, da das zuvor enteignete Land an ihre ursprünglichen Eigentümer zurückgegeben wurde. Hier sahen damals viele Potential für einen Nebenverdienst. Vergeblich, wie sich heutzutage herausstellt…

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Leere Wochenmärkte, volle Discounter und Supermärkte

Kleinbauern sahen ihr Verkaufspotential vor allem auf Wochenmärkten, wo sie fast alle einen Stand hatten. Heutzutage haben immer weniger Kleinbauern Stände auf solchen Märkten, da sich der Verkauf der regionalen Produkte einfach nicht mehr lohnt. Die Rumänen suchen lieber Discounter und Supermärkte auf, wo sie die meisten Produkte günstiger als auf dem Wochenmarkt ergattern können. Außerdem bekommen die Supermärkte und Discounter Kredite in Millionenhöhe, sodass die Bauern gar nicht im Stande sind mit ihnen zu konkurrieren.

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Landwirtschaftliche Goldgrube

Immer mehr Investoren erkennen rumänischen Boden als Goldgrube an, vor allem die Dänen und Österreicher investieren hier. Richtung Constanza sind nur riesige Felder zusehen, die mit der modernsten Technologie ausgestattet sind. Seit dem EU-Beitritt benötigen die Investoren nicht einmal mehr einen Sachverständigen, wodurch der Kauf einer Fläche noch einfacher und günstiger für diese wird. Immerhin kostet ein Hektar Land nur zwischen 1.000 und 3.000 Euro, was im Vergleich mit Deutschland ein richtiges Schnäppchen ist.

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Hoher Kreditzins und niedrige Fördermittel

Vor allem für Bauern ist es eher problematisch auf ein Kredit zu bangen, da die Zinsen sehr hoch sind und nicht jedem Bauer ein Kredit erteilt wird. Außerdem bekommen Bauern in anderen EU-Ländern höhere Fördermittel, wodurch sie ihre Produkte auch billiger vertreiben können. Aus diesem Grund ist es für einheimische, kleine oder mittlere Bauern nahezu unmöglich sich über Wasser zu halten und zugleich erfolgreich zu sein.

Wenn sich kleine oder mittlere Bauern nicht trauen, Geld in ihr Land und ihre Produkte zu investieren, können Sie erst gar nicht mit den Giganten konkurrieren. Entweder werden sie hierbei Glück haben oder sich verschulden. Leider besteht hierbei keine andere Chance – sei es in Bulgarien oder in Rumänien.