Der Kongresstourismus in Polen und seine zunehmende Bedeutung

Wien ist bereits seit vielen Jahren Spitzenreiter im Bereich Kongresstourismus, da dort die meisten Kongresse in Europa veranstaltet werden. In Polen ist dies erst so wirklich seit Anfang des Jahres 2000 von Bedeutung, da das Land erst nach der Wende für andere zugänglich wurde und dadurch das Interesse der Investoren auf sich zog.

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Derzeit finden wichtige Kongresse in den bekanntesten Großstädten Polens, wie Warszawa, Krakow oder Poznan, statt und zieht Jahr für Jahr immer mehr Besucher an. Dieser Tourismus wird allmählich zu einer wahren Goldgrube. Doch kann es allen Standards gerecht werden? Was muss noch gemacht werden?

Anfänge des polnischen Kongresstourismus

Bereits im Jahr 1887 fand in Krakau der erste Kongress für Ökonomen und Juristen statt, an welchem 200 Personen teilnahmen. Zu dieser Zeit kümmerten sich schon Fachmänner, um die Organisation dieser. Außerdem wurde es als zusätzliche Einnahmequelle für die jeweilige Stadt gesehen, was heute nicht anders ist. Nur die Teilnehmerzahl ist um einiges höher – sie beträgt meistens über 1.000 Teilnehmer- und es gibt so genannte Convention Bureaus in nahezu jeder Großstadt, die sich um die Organisation und Vermarktung dieser Veranstaltungen kümmern. Zwischen den Jahren 1996 und 2000 hat der Kongresstourismus erst so langsam an Fahrt aufgenommen, denn die Zahl der veranstalteten Kongresse und Firmenumsätze verdoppelte sich im Vergleich zu den vorherigen. Die Anzahl der Konferenzsäle war aber noch sehr gering – nur knapp über 10.

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Sprungbrett für den Kongresstourismus in Polen: EM 2012

Wie bereits erwähnt, ist die richtige Vermarktung einer Konferenz besonders wichtig. Um für diese Werbung zu machen, eignen sich verschiedene Wege, z.B. auch eine EM. Polen hatte das Glück im Jahr 2012 neben der Ukraine der Veranstalter der EM 2012 zu sein, wodurch der Zugang zum internationalen Publikum möglich wurde. Aus diesem Grund machten 46 % der Veranstaltungen in Polen Kongresse aus, was ein bisheriger Rekord war. Dies bedeutete eine Zunahme an Veranstaltungen nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch in anderen polnischen Städten, wie Poznan, Krakow, Wroclaw, Katowice, Bydgoszcz und Kielce.

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Poznan ist seit Jahren sehr wichtig für den Kongresstourismus, da dort 2.000 Veranstaltungen stattfinden, u.a. auch die Klimakonferenz der Vereinten Nationen COP14. Dies hat den Anstieg der Besucherzahlen auf den zahlreichen Messen in Poznan zur Folge, wodurch die Stadt automatisch mehr Geld einnimmt. Der Erfolg Poznans ist aber vor allem auf die tolle Organisation des Poznan Congress Centers zurückzuführen, der sich für Kongresse einige Jahre im Voraus bewirbt und dadurch seine Chancen steigert.

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Trotz allen Bemühungen Poznans kann es nicht mit den Top-Kongressstädten Krakow und Warszawa mithalten, da diese allein aufgrund ihrer Geschichte mehr Interesse bei den Kongresstouristen und Investoren wecken. Aber auch die am Meer liegenden Städte setzen immer mehr auf den Bau bzw. Ausbau ihrer Hotels, der den Anforderungen der Kongresstouristen gerecht wird. Dort können diese nicht nur Meeresluft schnuppern, sondern ebenfalls im Spa oder Hallenbad ein wenig entspannen und hochwertiges Essen genießen.

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Zweifellos hat Polen großes Potenzial im Kongresstourismus-Bereich, da es im Herzen Europas liegt und dadurch für nahezu alle europäischen Länder die Anfahrt nicht allzu weit ist. Die Infrastruktur wird stetig besser und die Städte investieren immer mehr in ihren Ausbau und ihre eigene Entwicklung. Auch die Hotels verdienen sehr gut daran und denken über weitere Standorte in anderen polnischen Städten nach bzw. haben diesen Schritt bereits gewagt. Dort wollen Sie ihren Fokus direkt auf Kongresse legen und riesige Veranstaltungsräume einbauen.

 

Die wichtigsten Standorte für Investoren in Osteuropa

Wenn man über die wichtigsten Standorte in Osteuropa nachdenkt, fallen einem direkt die osteuropäischen Metropolen bzw. Hauptstädte wie Prag oder Moskau ein. Doch sind diese ebenfalls für Investoren attraktiv oder haben hier andere osteuropäische Städte die Nase vorne?

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Moskau an der Spitze

Moskau liegt zwar immer noch an der Spitze, wenn es um Investitionen und Messeveranstaltungen geht, aber St. Petersburg, Kasan und Jekaterinburg wird eine immer größere Bedeutung zugeschrieben. Vor allem Kasan kann sich mit einer bedeutenden Zunahme von Messeveranstaltungen rühmen. Doch die erlassenen Sanktionen gegenüber Russland hinterlassen Spuren, was an den gekürzten Flugverbindungen erkennbar ist. Einige deutsche Fluglinien fliegen nicht mehr auf direktem Wege nach Russland oder seltener als zuvor. Dadurch müssen die nach Russland Reisenden mehr Zeit und Geduld für ihre Reise nach Russland einkalkulieren. Hinzu kommen die überfüllten Flugzeuge und das Problem mit dem Geschäftsvisum, welches um die 150 Euro kosten kann. Vor Ort sind die Taxipreise zwar akzeptabel. Aufgrund des Verkehrs ist es jedoch nicht gerade empfehlenswert mit dem Taxi zu fahren. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gelangt man da schneller an sein Ziel. Moderne Hotels gibt es in Moskau schon seit längerer Zeit. Diese werden ständig erneuert, in die älteren Hotels wird jedoch ebenfalls viel Geld investiert, weshalb diese den westlichen Standards in nichts nachstehen.

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Vilnius dominiert das Baltikum

In Vilnius finden zahlreiche Messen und Konferenzen statt, weshalb der Wert der ausländischen Direktinvestitionen um fast 6 Prozent gewachsen ist. Die Wichtigkeit der litauischen Hauptstadt ist auch in der Wirtschaftsleistung Litauens erkennbar, da die dort ansässigen Unternehmen ca. 40 Prozent dieser ausmachen. Trotzdem bieten bis jetzt nicht viele Fluggesellschaften Flüge nach Vilnius an und die langwierige Auto- oder Zugfahrt dorthin möchte man sich lieber nicht antun. Dafür gibt es günstige Übernachtungsmöglichkeiten, die ab 30 Euro beginnen.

Riga ist Vilnius dicht auf den Fersen, da die lettische Hauptstadt einen Gewinn von knapp 4,5 Prozent im Jahr 2015 verzeichnen konnte und der Trend steigend ist. In Sachen Messe kann sie mit Vilnius jedoch nicht mithalten, weil dort kaum Messen stattfinden. Die Anfahrt ist mit der nach Litauen zu vergleichen, nur die Hotelpreise sind noch um einiges günstiger.

Das estnische Tallinn spielt hier eindeutig eine Nebenrolle, da seine Wirtschaftskraft abgenommen hat und ebenfalls kaum Messen dort stattfinden.

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Prag immer noch Spitzenreiter

In Tschechien kann Prag keine andere Stadt etwas vormachen. Ihre Wirtschaftsleistung wächst stetig und auch die Investoren bleiben der Stadt treu. Dafür sprechen die über 70 Messeveranstaltungen, die per Bus, Bahn, Auto und Flugzeug aus zahlreichen deutschen Städten schnell erreichbar sind. Die Hotels und Verpflegung sind bereits zu günstigen Preisen erwerbbar. Je nach Geschmack kann es aber auch teurer sein. Um Brünn ist es zwar in letzter Zeit lauter geworden, trotzdem liegt es noch weit hinter Prag. Nur im Bereich Messe kann es mit 60 Veranstaltungen einigermaßen mit Prag mithalten.

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Warschau – die unangefochtene Nummer Eins

Egal wie sehr sich die anderen polnischen Städte und Investoren bemühen Warschau von der Spitze zu treiben, es klappt einfach nicht. Bezüglich Investitionen hat die polnische Hauptstadt nach wie vor die Nase vorn und auch im Messebereich hat sie Posen den Rang abgelaufen. Zwar gilt Posen als die wichtigste Messestadt Polens schlechthin, Warschau hat diese im letzten Jahr jedoch mit 20 weiteren Veranstaltungen übertrumpft. Die Fluganbindung ist sehr gut. Die Anfahrt mit dem Auto über die A2 ist ebenfalls unproblematisch. Der einzige Nachteil ist hierbei die anfallende Maut. Eine Zugfahrt ist nicht zu empfehlen, da der Zug über sechs Stunden fährt (wenn dieser pünktlich ist!). Hotel und Verpflegung kann hier von günstig bis teuer erworben werden. Eine einstündige Taxifahrt ist mit 25 Euro bezahlbar.

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Astana auf der Überholspur

Nicht nur aufgrund der EXPO 2017 investiert Kasachstan immer mehr in seine Hauptstadt Astana, sondern auch weil sie der Knotenpunkt für viele Fluganbindungen ist und hierauf aufgebaut werden soll. Die Anbindungen sind gut und die kasachische Fluggesellschaft bietet nicht nur faire Preise an, sondern ebenfalls Service auf besonders hohem Niveau. Darüber hinaus soll der Flughafen ausgebaut werden, um mehr Passagiere bedienen zu können. Bei der Hotelbuchung sollte man besonders aufpassen, da hier viele Hotels überteuert sind und der Preis nicht dem erwarteten Standard entspricht. Lesen Sie sich daher die Bewertungen besonders sorgfältig durch oder hören Sie auf Bekannte, die dort bereits auf ihrer Geschäftsreise waren. Taxis bekommen Sie hier unproblematisch an jeder Ecke. Nur an der kasachischen Pünktlichkeit hapert es ein wenig.

Eindeutig erkennbar ist, dass die Hauptstädte in den angesprochenen osteuropäischen Ländern den ersten Platz im Wirtschafts- und Messebereich belegen und dort die meisten Investitionen getätigt werden. Dies wird sich auch nicht so schnell wieder ändern. Abschließend ist zusagen, dass sich Investitionen in allen osteuropäischen Hauptstädten rentieren. Zu beachten ist nur, die Kontinuität und Verbesserung der Wirtschaftsleistung. Wenn diese nicht gegeben ist, sollte von einer Investition abgesehen werden.

7 TOP SPA-KURORTE IN BULGARIEN

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Unabhängig davon, ob Sie eine kurze Geschäftsreise nach Bulgarien planen, bei der Sie nur über einige wenige Tage verfügen, um einen erfolgreichen Geschäftsabschluss zu verzeichnen, oder Sie gerade Urlaub im Inland machen, können Sie immer das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden. Bulgarien bietet ausgezeichnete Möglichkeiten für Wellness- und Kurreisen an. Auch wenn Sie nur über einen oder zwei Tagen verfügen, gönnen Sie sich unbedingt eine kurze Pause in eins der besten SPA-Zentren im Inland, die sich nicht weit von der Hauptstadt Sofia befinden.

Interessant ist die Tatsache, dass es über 225 Orte in Bulgarien gibt, in denen es Mineralquellen mit unterschiedlicher chemischer Zusammensetzung gibt. Für das kleine Bulgarien ist dies ein wertvolles Reichtum. Die meisten Mineralquellen befinden sich im Südbulgarienetwa 150.  Die restlichen Mineralquellen befinden sich im nördlichen Teil des Landes.

Heute möchten wir Ihnen 7 der meist besuchten Wellness- und SPA-Kurorte in Bulgarien vorstellen, die jährlich ein Magnet für tausende Touristen sind. 

  1. Velingrad

Die Stadt, deren Geschichte noch aus der Zeit der Thraker stammt, gilt als die SPA-Hauptstadt auf der Balkaninsel schlechthin. Was die Zahl und die Vielfalt von Mineralquellen anbelangt, ist Velingrad der Spitzenreiter in Bulgarien, wobei sich etwa 80 der Quellen in und um die Stadt befinden. Ihre Temperatur variiert zwischen 28 °C und 91 °C.

Die heißeste Quelle befindet sich im Viertel Kamenitsa. Die Wassertemperatur erreicht hier bis zu 91 °C. Hier befindet sich auch die größte Karstquelle Bulgariens „Kleptuza“.

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Die Kleptuza-Qelle in Velingrad

Das Mineralwasser in Bulgarien hat eine wohltuende Wirkung auf den Stütz- und  Bewegungsapparat, verbessert den Zustand bei neurologischen Erkrankungen, Hypertonie, bei gynäkologischen und urologischen Erkrankungen, bei Erkrankungen der Atemwege sowie bei Magen- und Darmerkrankungen. Das Wasser hat nicht nur eine heilende Wirkung, sondern es gibt einem das Gefühl, jünger und schöner zu sein.

Viele der exklusiven Hotels in der Stadt bieten moderne SPA-Behandlungen an, die auch den anspruchsvollsten Geschmack zufriedenstellen können.

Der Kurort eignet sich für einen Urlaub das ganze Jahr hindurch, da sich der Ort in einer malerischen Gebirgslandschaft im Süd-Rhodopen befindet. Im Winter bietet der Kurort Möglichkeiten für Skisport an, und im Sommer – unzählige Möglichkeiten zum Wandern durch wunderschöne Gebirgslandschaften.

  1. Sandanski

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Ein Blick über die Stadt Sandanski

Sandanski ist der zweitberühmte Balneologie-Kurort in Bulgarien und ist südwestlichen Teil des Landes am Fuße des Pirin-Gebirges nahe der Stadt Melnik gelegen. Die Thraker hatten früher diese Stadt namens Medius gegründet. In der römischen Zeit hieß sie Dezudava.  Der Legende nach wurde in dieser Region Spartakus vom thrakischen Stamm der Medi geboren. Das Spartakus-Denkmal ist eins der Symbole dieser Stadt. In der Region sprudeln über 80 Quellen, deren Temperatur von 42 °C bis zu 81 °C variiert. Das Mineralwasser ist schwach mineralisiert und reich an chemischen Elementen. Hier wirken sich das Heilwasser in Verbindung mit dem spezifischen Klima mit Mittelmeereinfluss günstig auf Erkrankungen der Atemwege, arthro-rheumatische Erkrankungen, Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats, des peripheren Nervensystems u.a. aus.

  1. Bankya

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Das zentrale Bad in der Stadt Bankya (www.bulgariatravel.org)

Die frühere Stadt Bankya ist heute bereits ein Teil von Sofia und am nächsten der Hauptstadt gelegenen Balneologie-Kurort (Die Entfernung beträgt 17 km).  Die Stadt ist durch ihr Mineralwasser bekannt, dessen Temperatur 36,5 °C – 37°C beträgt. Das klare, geruchslose Wasser ist schwach mineralisiert, hypothermal, hat eine geringe Härte sowie sehr angenehme Geschmackseigenschaften und ist für den täglichen Verzehr geeignet. Es findet erfolgreich Anwendung bei Behandlungen von Erkrankungen des Herz- Kreislaufsystems und Störungen des Nervensystems.

  1. Sapareva Banya

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Der Mineralwasserbecken in Sapareva Banya 

Sapareva Banya befindet sich im Westen Bulgariens, etwa 70 km entfernt von Sofia, am Fuße des Nordhangs von Rila-Gebirge. Hier befindet sich die Thermalquelle mit der höchsten Temperatur in Bulgarien. Dabei handelt es sich um den einzigen Geysir (103°C) in Bulgarien und auf dem europäischen Festland. Das hiesige Wasser kuriert Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats, des peripheren Nervensystems, gynäkologische Erkrankungen, akute und chronische Schwermetallvergiftungen, Hauterkrankungen, Erkrankungen der oberen Atemwege u.a.

5. Hisarya

Hisarya ist eine der ältesten und der populärsten Balneologie- und SPA-Zentren Bulgariens. Der Kurort ist etwa 40 km nördlich von Plovdiv am Fuße des Südhangs vom Mittelgebirge gelegen. Hisarya, in der Vergangenheit als Augusta, Dioklezianopol, Alexiopolis bekannt, besitzt eine jahrtausendreiche Geschichte. Das günstige Klima und das Thermalwasser haben die Menschen schon in früheren Zeiten angezogen. In dieser Gegend existierte schon im V-IV Jhd. v. Chr. eine uralte Siedlung. Die spätere thrakische Siedlung, die um die Thermalquellen entstand, befand sich im Königreich der Odrysen. Um die Thermalquellen wurden religiöse Heiltempel errichtet. Zu den kulturellen Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören auch Überreste aus Römischer Zeit.

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Die Festung in Hisarya

Im Kurort selbst sprudeln 22 Quellen, die nah aneinander gelegen sind und unterschiedliche physikalische und chemische Eigenschaften und Temperatur aufweisen, die zwischen 41 °C und 52 °C variiert. Das Mineralwasser heilt vor allen Dingen urologische-, Gallen-, Magen- und Darm- sowie Lebererkrankungen als auch Erkrankungen des Stütz-und Bewegungsapparats. Das Wasser ist schwach mineralisiert, geruchs- und farblos, mit einem angenehmen Geschmack und wird als Heiltrunk in Flaschen angeboten.

6. Devin

Devin ist im Devin-Gebirge in den Rhodopen gelegen und bietet viel Ruhe und Abgeschiedenheit an. Die klare Gebirgsluft sorgt für eine schnelle Erholung und Vitalität. Diese Stadt wurde schon in früheren Zeiten von den Thrakern bewohnt. Im Laufe der Jahrtausende war sie unter dem Einfluss unterschiedlicher Staaten und Mächte: über das Königreich der Odrysen und das Osmanische Imperium bis zu heutigem Bulgarien. Diese Einflüsse haben viel zum reichen kulturellen Erbe von Devin beigetragen.

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Hotel „Orpheus“ in Devin

Die Stadt in den Rhodopen ist durch seine Mineralquellen berühmt, deren Temperatur zwischen 16 °С und 76 °C variiert. Durch äußere Anwendung kuriert das Wasser Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats, des Nervensystems, des Geschlechtssystems sowie Hautkrankheiten. Durch innere Anwendung werden Magen- und Darm-, Gallen- und Leber-, urologische- und Stoffwechselerkrankungen behandelt. Zudem wirken sie sich günstig auf Erkrankungen des Atemsystems aus.

7. Varshets

Die Stadt Varshets liegt am Fuße der Westausläufer des Stara-Planina-Gebirges (Balkangebirge), 90 km von Sofia entfernt.  Vashets ist der älteste Balneologie-Kurort in Bulgarien. Das kalkfreie Wasser ist bulgarienweit eines der Wässer mit der geringsten Härte. Das Mineralwasser in Varshets kuriert Erkrankungen des Nerven- und Herz-Kreislaufsystems als auch des Stütz- und Bewegungsapparats. Dieser Kurort war ein beliebter Platz für die Sofioter Aristokratie der 30-er Jahre, als das zweite staatliche Mineralbad sowie viele Gebäude nach dem Stil von Baden-Baden errichtet wurden. Das Mineralbad ist nach antiker Stil gebaut und um das Bad herum wachsen hübsche Villen und Hotels, die sich auf den beiden Seiten der Platanenallee aneinanderreihen. In 1934 wurde im Stadtzentrum den Sonnengarten errichtet, der bis heute jährlich tausende Touristen anzieht. Dies ist die zweit größte künstlich angelegte Parkanlage in Bulgarien nach dem Boris-Park in Sofia und verfügt über Kieferbäume und exotische Pflanzen, die auf etwa 800 daa eingepflanzt wurden.

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Das Neubad in Varshets

Zusätzlich zu den Top 7 SPA-Kurorte in Bulgarien sind auch die Schwarzmeerkurorte zu erwähnen, die im Sommer Millionen von Touristen an die Schwarzmeerküste anlocken und tolle SPA-Möglichkeiten anbieten. Albena, Goldstrand und Pomorie sind nur drei der Kurorte mit Heilwasser. Albena ist durch das heilende Mineralwasser und den Heilschlamm (Haff-Schlamm) berühmt. Das Wasser ist für die Behandlung von Atemweg- sowie Herz- und Gefäßerkrankungen, Störungen des Stütz- und Bewegungsapparates, neurologische, gynäkologische, Haut- und sonstige Erkrankungen geeignet. In Goldstrand trägt das günstige Klima zusammen mit dem Mineralwasser zu einer erfolgreichen Behandlung von Arthritis, Stress, Neurosen, Bronchitis und Asthma bei.

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Das kleine Städtchen Pomorie ist einer der populärsten Balneologie-Kurorte an der Schwarzmeerküste. Dort befindet sich das eigenartige für Bulgarien Pomorie-See, aus dem Haffschlamm mit unbestrittenen heilkräftigen Eigenschaften gewonnen wird. Dieser ist reich an Wasserstoff, Magnesium, Chlor, Kalzium, Natrium und Sulfaten und ist sehr gesund für den menschlichen Organismus. Die Mineralwässer im Kurort und die jodreiche Seeluft wirken sich günstig auf die Behandlung von Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, von gynäkologischen-, chirurgischen und traumatischen Erkrankungen, von Hautkrankheiten, Erkrankungen des peripheren Nervensystems, Herz- und Kreislauferkrankungen, Lebererkrankungen u.a. aus

Ein Deutscher im bulgarischen Pirdop

Der Geschäftsführer von Aurubis Bulgarien Tim Kurth im Gespräch mit der bulgarischen Zeitschrift „Capital“

Von Iglika Philipova
Übersetzung: Ludmilla Eimer

Mit der freundlichen Genehmigung von „Capital“.

  1. November 2016

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Profil

Tim Kurth ist seit Juli 2014 Geschäftsführer von Aurubis Bulgarien. Er ist in Bremen geboren und hat Logistik an der Fachhochschule in Friedberg studiert. Seine Karriere begann bei der Firma Unilever, wo er von 1990 bis 2001 tätig war. 2004 nahm er seine Tätigkeit als Leiter der Logistik der Marken Milupa und Pullmol bei Numico auf und konzentrierte sich hier hauptsächlich auf die Planung und den Rohstofferwerb für die Firmentätigkeit. Von 2004 bis 2006 lebte und arbeitete er in Opole, Polen, wo er als Direktor der Lieferkette tätig war. Seine Karriere bei der Norddeutschen Affinerie (die ehemalige Bezeichnung von Aurubis) begann 2006. Bis Ende 2014 ist er bis zum Vizepräsident der kooperativen Logistik aufgestiegen. Im Zeitraum vom 2009 bis zum 2013 war er zusätzlich Manager der Innovationsabteilung im Konzern. Er nahm an der Umsetzung einer Reihe von Projekten der Gruppe teil, einschließlich in Bulgarien.

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Über die Firma

Aurubis Bulgarien ist ein Teil der deutschen Gruppe Aurubis, die der führende Kupferkonzern weltweit ist. Die Firma erwarb 2008 von der belgischen Firma Umicore noch unter dem alten Namen Norddeutsche Affinerie das Werk in Pirdop. Aurubis Bulgarien ist mit einem Ertrag von 4,3 Mrd. BGN für 2015 die zweitgrößte Firma im Inland. Die Firma beschäftigt 850 Mitarbeiter. Die Aurubis-Gruppe hat Werke in Europa und in den USA, die jährlich 1 Million Tonne Kupferkathoden (Kupfer mit sehr hoher Reinheit) sowie verschiedene Kupferprodukte wie Draht, Bänder, Stäbe u. a. herstellen. Die Firma stellt ebenfalls Edelmetale und viele weitere Produkte wie Schwefelsäure und Eisensilikat her. Die Gesamtgruppe beschäftigt insgesamt etwa 6300 Mitarbeiter. Kunden von Aurubis sind Firmen aus dem Bereich der Kupfergewinnung, der Elektronik, des Elektroingenieruwesens und der chemischen Industrie sowie auch Lieferanten für den Bau und den Fahrzeugbau.

 

Sie haben früher in Polen gearbeitet. Können Sie beide Länder vergleichen? Ist dort einfach, Geschäftsführer zu sein? Oder in Westeuropa?

Nein, ich würde nicht sagen, dass es einfacher ist. Zunächst einmal habe ich in Polen vor etwa zehn Jahren gearbeitet, bevor ich zu Aurubis kam. Seitdem hat sich allerdings einiges geändert. Außerdem war ich dort auch für ein internationales Unternehmen bzw. für ein niederländisches Unternehmen tätig und der Geschäfts- und der Führungsstil sind mehr oder weniger gleich in solchen Unternehmen.

Was war für Sie am schwierigsten, als Sie vor Jahren nach Bulgarien gekommen sind? Was hat Sie am meistens überrascht?

Ich war nicht überrascht, weil ich vorbereitet war. Fünf Jahre davor war ich regelmäßig auf Geschäftsreisen hier. Das aber, was sich für mich als eine echte Herausforderung erwies und bis heute eine solche geblieben ist, ist die bulgarische Sprache. Ich komme gerade von einem Sprachkurs zurück, den ich jede Woche besuche. Allerdings habe ich immer noch Schwierigkeiten, da ich zu Hause nicht einmal Russisch in der Schule hatte. Das Alphabet ist für mich auch ganz neu. Ich bin aber fest entschlossen, diese Sprache zu lernen.

Brauchen Sie denn Bulgarisch? Können Sie mit Englisch in Bulgarien nicht zurechtkommen?

Natürlich kommt man in Bulgarien auch ohne bulgarische Kenntnisse zurecht. Man kann in Deutschland auch ohne Deutsch zurechtkommen. Ich bin aber der Meinung, dass dies ein Zeichen von Achtung dem Land gegenüber ist, in dem ich arbeite, und zweitens ist mit der Beherrschung der Sprache alles viel einfacher. Es gibt bestimmte Gruppen, mit denen mal viel einfacher kommunizieren kann, wenn man die Sprache spricht, zum Beispiel mit der Gewerkschaft, mit den Bürgermeistern sowie auch mit einigen Firmenmitarbeitern. Daher bin ich der Meinung, dass der Nutzen sehr groß ist, wenn man die Sprache spricht.

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Hat Sie in Bulgarien etwas Anderes außer der Sprache gestört, wie z. B. Umfeld, Reglungen, Gesetze?

Sie sind einfach anders. Das, was mich verwundert, ist, dass die Menschen hier alles zusammen wegwerfen. Wahrscheinlich wissen Sie, dass wir in Deutschland Weltmeister in Abfalltrennung sind. Hier wird alles in einem Müllcontainer geworfen – Papier, Kunststoff, Metall. Das ist etwas, was mir tatsächlich nicht gefällt. Zum Glück haben wir hier im Büro und im Werk drei einzelne Container.

Was war Ihre schwierigste Entscheidung als Geschäftsführer?

Ich kann Ihnen nicht speziell eine Entscheidung nennen. Grundsätzlich ist es aber schwierig, wenn ein Kollege oder ein Mitarbeiter gegen unsere Werte arbeitet. Sie wissen, dass wir bestimmte Werte haben und versuchen, sie anzuwenden, sie einheitlich zu denken und zu befolgen. Aber es ist immer schade, wenn jemand aus dem Team dagegen steuert.

Was unternehmen Sie in solchen Fällen?

Es hängt davon ab, über welchen Wert wir sprechen und welchen Verstoß es gab. Falls es ein grober Verstoß war, dann müssen wir uns mit Sicherheit von dieser Person trennen. Das ist wirklich immer sehr schade, da wir sehr viel in unser Personal investieren. Wie bilden diese nicht nur in Bezug auf die Arbeit aus, sondern vermitteln ihnen auch soziale Fähigkeiten. Der Mitarbeiter investiert seinerseits seine Zeit in unseren Betrieb. Deshalb ist es immer sehr schade, wenn wir uns von jemanden trennen müssen. Das ist natürlich bei uns schon vorgekommen. Wir sind ein großer Betrieb und statistisch ist dies etwas ganz Normales.

Welcher Geschäftsführertyp sind Sie? Jemand, der die Zuständigkeiten teilt oder jemand, der alles unter Kontrolle halten möchte?

Es gibt nicht nur eine definitive Antwort auf diese Frage. Ich gebe Ihnen einige Beispiele, damit Sie verstehen, warum man auf unterschiedliche Menschen und Situationen anders reagieren muss. Zum Beispiel trage ich keine Krawatte, wenn ich im Werk bin. Aber wenn ich in der Oper bin, trage ich keine kurze Hose. Das bezieht sich auch auf den Führungsstil. Manchmal ist es erforderlich, von oben nach unten zu handeln. Wenn Ihr Haus brennt, informieren Sie sich nicht, wie sie den Brand löschen können, sondern rufen Sie die Feuerwehr an. Es gibt manche Situationen, in denen es erforderlich ist, sofort zu handeln. Ein anderes Mal steht uns mehr Zeit zur Verfügung. Dann ist es auf jeden Fall sinnvoll, das ganze Team miteinzubinden. Es hängt vom Menschen ab. Wenn er vor Kurzem in die Firma gekommen ist, dann benötigt er mehr Unterstützung. Wenn er Erfahrung hat, dann weiß er genau, was zu tun ist und man kann ihn selbständig handeln lassen.

Würden Sie sagen, dass es für alle Bulgaren etwas Gemeinsames gibt – etwas, was sie prägt und was Sie als merkwürdig oder seltsam empfinden?

Ja, sie haben etwas Gemeinsames. Ich möchte noch einmal an dieser Stelle betonen, dass es von Bedeutung ist, ob es sich um ein internationales Unternehmen handelt oder nicht. Aurubis ist seit acht Jahren hier, davor war das Unternehmen im Eigentum einer belgischen Firma (Umicore). Unsere Mitarbeiter haben lange in einem internationalen Unternehmen gearbeitet. Daher kann man nicht sagen, dass sie typisch bulgarische Mitarbeiter sind. Sie sind von verschiedenen Ländern und Führungsstile beeinflusst worden. Das, was mir sehr gefällt und sich stark von den Mitarbeitern in Westeuropa unterscheidet, ist der Enthusiasmus und die Motivation der Bulgaren sowie ihre Flexibilität und die Bemühung, noch mehr von sich zu geben. Die bulgarischen Mitarbeiter identifizieren sich viel stärker mit dem Unternehmen, als ich dies im Westen gesehen habe. Dort wird sehr deutlich zwischen Arbeit und Privatleben unterschieden. Hier gibt es eine wunderschöne Kombination von beiden. Zum Beispiel möchten unsere Mitarbeiter zusammen sein und den Freitagabend oder sogar den Samstag zusammenverbringen, wenn wir Seminare oder Veranstaltungen organisieren. Sie möchten auch ihre Freizeit zusammenverbringen.  Das findet man selten in Westeuropa. Etwas Anderes, was mir aufgefallen ist, dass Kollegen sehr oft mit ihren Familien etwas zusammen unternehmen. Im Westen werden Freunde und Familien vom Arbeitskreis ausgeschlossen. Diese Beziehungen helfen manchmal sehr. Es stimmt, dass man mehr Zeit investiert. Andererseits weiß man, dass man sich gegenseitig aufeinander verlassen kann.

Wem wird der Erfolg Ihres Unternehmens zugeschrieben?

Das hängt mit Sicherheit an erster Stelle vom Team ab. Der Erfolgt hängt von den Mitarbeitern ab. Außerdem schreitet unsere technologische Entwicklung weiter voran, was uns einen Wettbewerbsvorteil verschafft, wie z. B. bei der Verarbeitung von manchen Rohstoffen. Sehr wichtig ist außerdem die Tatsache, dass wir auf die Umwelt achten und noch bessere Ergebnisse als von den Gesetzen vorgegeben anstreben. Daher werden wir in unserer Arbeitsregion sehr gut aufgenommen. Die Behörden und die Menschen akzeptieren uns als Partner und gute Nachbarn. Und nicht zuletzt zu erwähnen ist die Tatsache, dass wir ein stabiles Geschäftsmodel haben. Wir erlauben uns nie Risikogeschäfte und verlassen uns auf ernsthafte Geschäftspartner. Wir sind ebenfalls zuverlässige Geschäftspartner für unsere Lieferanten und Kunden sowie auch für unsere Subunternehmer und Dritte, mit denen wir zusammenarbeiten.

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„Das, was mir sehr gefällt und sich stark von den Mitarbeitern in Westeuropa unterscheidet, ist der Enthusiasmus und die Motivation der Bulgaren sowie ihre Flexibilität und die Bemühung, noch mehr von sich zu geben.“

Verfolgt Ihr Unternehmen die richtige Sprachen-Management-Strategie?

Sie arbeiten mit osteuropäischen Unternehmen zusammen und sind neugierig zu erfahren, ob Sie die richtige Strategie bei Ihrem Sprachenmanagement verfolgen?

Oder:

Stehen Sie kurz vor der Zusammenarbeit mit einem osteuropäischen Unternehmen und und möchten sichergehen, dass Ihre Sprachenstrategie richtig ist?

Testen Sie Ihre Strategie! Beantworten Sie unsere Quizfragen und erfahren Sie, ob Sie bei der Kooperation mit osteuropäischen Unternehmen noch etwas besser machen können.

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Unser Quiz zum Thema „Verfolgt Ihr Unternehmen die richtige Sprachenmanagementstrategie?“

Wie viele Punkte Sie für Ihre Antwort bekommen, steht vor der Frage selbst. Sie können uns gerne Ihr Ergebnis senden und dieses mit uns besprechen. Wir unterstützen Sie bei der Festlegung der richtigen Sprachenstrategie!

  1. In wie vielen Fremdsprachen kann Ihr Unternehmen tätig sein?

(1) 1.

(2) 2.

(3) 3 bis 5.

(4) Mehr als 5.

  1. Setzen Sie professionelle Übersetzer/Dolmetscher ein?

(4) Ja, regelmäβig, für die Übersetzung von Verkaufsmaterialien, rechtlichen Dokumenten und technischem Material sowie für das Dolmetschen bei Geschäftstreffen und Verhandlungen.

(3) Ja, aber nicht sehr oft.

(2) Ja, aber nur bei auβergewöhnlichen Umständen.

(1) Nein, wir kommen mit allem selbst zurecht.

  1. Wann organisieren Sie Sprach- und/oder kulturelle Schulungen für Ihre Mitarbeiter?

(1) Niemals, wir verlassen uns auf die Fähigkeiten unserer Mitarbeiter.

(2) Wenn jemand ausdrücklich danach fragt.

(3) Bevor wir in einen neuen Markt hineingehen.

(4) Regelmäβig.

  1. Ist Ihre Website mehrsprachig?

(4) Ja, sie wurde in unsere wichtigsten Geschäftssprachen übersetzt und an die lokalen Märkte angepasst.

(3) Ja, sie wurde in unsere wichtigsten Geschäftssprachen übersetzt.

(2) Ja, aber nur Teile davon wurden übersetzt.

(1) Nein/Wir haben keine Website.

  1. Welcher Anteil Ihrer Mitarbeiter spricht mindestens eine Fremdsprache?

(1) Weniger als 10 %.

(2) 10-24 %.

(3) 25-50 %.

(4) Mehr als 50 %.

  1. Wie ist Ihr Unternehmen auf den Umgang mit sprachlichen und kulturellen Barrieren vorbereitet?

(4) Wir finden potenzielle Barrieren im Planungsstadium heraus und ergreifen Maβnahmen wie Mitarbeiterschulungen, Analysen der Auswirkungen der Kultur auf das Geschäft usw., um ein Entstehen dieser Barrieren zu verhindern.

(4) Wir führen Aufzeichnungen von den interkulturellen Fähigkeiten unserer Mitarbeiter, so dass sie dort eingesetzt werden können, wo sie über örtliches Know-how verfügen.

(2) Wir lernen auf unserem Weg und reagieren schnell, wenn Probleme auftreten.

(1) Wir haben niemals mit sprachlichen oder kulturellen Barrieren zu tun und wenden deshalb keine Mittel dafür auf.

  1. Vor der Erschlieβung eines neuen Marktes in einem fremden Land…

(3) Wir stellen einen lokalen Vertreter oder Händler ein, um sprachliche und kulturelle Angelegenheiten zu regeln.

(4) Wir stellen einen Muttersprachler ein oder jemanden, der die lokale Sprache flieβend spricht und mit der lokalen Kultur vertraut ist.

(2) Wir organisieren spezifische Schulungen für unsere Mitarbeiter.

(1) Wir übersetzen unsere Website und Dokumentation und passen sie an.

(4) Wir verbinden mehrere dieser Maβnahmen.

Ihr Team von Eimer & Eimer E-Mail: info@eimer-eimer.de

Smalltalk unter Geschäftsleuten auf Bulgarisch

Heute möchten wir Ihnen das Thema „Interkulturelle Kommunikation“ von einer anderen Seite beleuchten: Wie sieht uns unser Geschäftspartner im Ausland? Was müssen wir beachten? Wie sollten wir uns ihm gegenüber verhalten? Wir stellen Ihnen ein bulgarisches Computerunternehmen vor, das hauptsächlich mit Kunden aus den USA, Deutschland, Großbritannien, Japan und Frankreich agiert. Wir möchten Ihnen unser exklusives Interview mit Kalina Nikolova, Chief Operating Officer und Vizepräsident der Firma Haemimont AG Bulgarien (http://haemimont.com/) vorstellen, in dem Sie erfahren, wie so ein Geschäftstreffen in der Regel verläuft, welche Grundregeln eine Rolle bei den Gesprächen spielen sowie auch pikante und vielleicht wenig bekannte Einzelheiten aus der Küche der Geschäftsbeziehungen mit einem bulgarischen Unternehmen.

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Eimer & Eimer: Wie verläuft ein Geschäftstreffen mit einem ausländischen Kunden in Ihrer Firma?

Frau Nikolova: Die Geschäftstreffen und -meetings haben einen festen Ablauf in unserer Firma. Das Treffen beginnt in der Regel mit einer allgemeinen Begrüßung, wobei wir unsere Geschäftspartner gleichzeitig in einen unserer Besprechungsräume begleiten. Falls es sich um eine Besprechung mit vorwiegend technischen Inhalten handelt, wobei die meisten unserer Besprechungen mit unseren Stammkunden technischen Inhalts sind, so kümmert sich das technische Team um den Internetzugang der Geschäftspartner.

Falls es sich um neue Geschäftspartner handelt und die Besprechung eher einen Kennenlerncharakter hat, folgt zunächst eine kurze Vorstellung der Tätigkeiten beider Firmen. Jeder der Teilnehmer stellt sich offiziell vor und gibt seine Zuständigkeiten in der eigenen Firma sowie in den zukünftigen Geschäftsbeziehungen an. Natürlich kann auch diese förmliche Vorstellung übersprungen werden, wenn man sich bereits kennt und sich eben nicht zum ersten Mal sieht, es sei denn an den Gesprächen nehmen auch neue Geschäftspartner teil.

Wir geben dann die Tagesordnung bekannt, wobei wir im Rahmen einer Beratung zwei Grundregeln beachten:

Die erste Regel: Das Meeting dauert ohne Unterbrechung höchstens eine Stunde, bevor die erste Pause eingelegt wird. Die 15-minütige Pause dient zur Erfrischung und Lockerung der Atmosphäre.

Die zweite Regel: Bei ganztägigen Besprechungen laden wir unsere Gäste zu einer einstündigen Mittagspause ein. Das Mittagsessen findet in der Regel in der Firma statt und wir sind bemüht, Gerichte und Speisen aus der traditionellen bulgarischen Küche anzubieten, wobei wir natürlich bestimmte Vorlieben unserer Geschäftspartner berücksichtigen.

Im Rahmen unserer Besprechungen wird jeder Punkt der Tagesordnung sehr detailliert behandelt. Als Gastgeber nehmen wir das Wesentliche in ein Protokoll auf und übergeben es am Ende der Besprechung an die Teilnehmer, damit es Ihnen zur Verfügung steht und sie die Möglichkeit haben dieses ggf. zu ergänzen.

Eimer & Eimer: Existieren bestimmte Regeln, die während eines Geschäftstreffens eingehalten werden?

Frau Nikolova: Neben den beiden bereits erwähnten Regeln in technischer Hinsicht ist Grundregel bei der Durchführung der Treffen und der Meetings das Anhören und das Ausreden des Gesprächspartners. Ich möchte hier kurz hinzufügen, dass bei bulgarischen Besprechungen und Meetings diese Regel eigentlich sehr oft nicht eingehalten wird. Sehr typisch für bulgarische Gesprächspartner ist es, einander zu unterbrechen und sich nicht ausreden zu lassen, was in den Augen westlicher Geschäftspartner sehr grob aussehen mag. Es wäre gut, wenn der ausländische Partner über diese Spezifik informiert ist. Das wichtigste ist, dass der bulgarische Gastgeber sich auch dafür entschuldigen kann.

Eine andere Regel bei uns gilt der Tagesordnung. Alle Punkte der Tagesordnung werden strikt nacheinander abgearbeitet. Zusätzliche wichtige Fragen, die im Rahmen der Besprechungen entstanden sind, werden diskutiert und hinzugefügt.

Wenn die Besprechung ganz offiziell ist, so erfordert dies auch, dass die Kleidung entsprechend förmlich ist. Wir berücksichtigen hier natürlich die Gepflogenheiten unserer Kunden. Gewöhnlich verlaufen die ersten Besprechungen förmlich. Sie erfordern die typische Kleidung und das verbindliche Vorstellen und Verteilen der Zuständigkeiten. Dies ist wichtig, um im Nachhinein Missverständnisse zu vermeiden. Wichtig ist eine Liste mit den Kontaktangaben beider Parteien anzufertigen, die regelmäßig im Rahmen der Geschäftsbedingungen aktualisiert wird.

Eine andere Grundregel ist es, dass wir zwingend eine Geheimhaltungsvereinbarung beim Umgang mit vertraulichen Informationen abschließen. Diese Vereinbarung wird von beiden Seiten vor oder während des Geschäftstreffens, unabhängig vom Ergebnis der Verhandlungen, unterzeichnet.

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Eimer & Eimer: Was würden Sie ausländischen Geschäftsleuten bei Geschäftstreffen mit bulgarischen Geschäftspartnern empfehlen?

Frau Nikolova: Es ist wichtig, das Geschäftskommunikationsmodel einzuhalten: bei einer Entscheidung ist es wichtig und erforderlich, dass die Gegenpartei ihre Verpflichtungen wiederholt zum Ausdruck bringt, damit sichergestellt wird, dass beide Parteien eine gemeinsame Sprache sprechen und klar definierte Ziele haben. Ich empfehle den ausländischen Geschäftspartnern, sich unbedingt schriftlich alle Vereinbarungen nach jedem Geschäftstreffen von dem bulgarischen Geschäftspartner bestätigen zu lassen.

Sehr wichtig ist es, sich nicht nur auf Gesten zu verlassen. Die meisten Bulgaren schütteln den Kopf, wenn sie einer Aussagen zustimmen möchten. Das Nicken, insbesondere bei einem neutralen Gesichtsausdruck, bedeutet eigentlich ein „Nein“. Dies ist ein kultureller Unterschied, der zu ernsten Missverständnissen führen kann. Das kann man vermeiden, wenn man über diese Besonderheit Bescheid weiß und aufmerksam dem bulgarischen Geschäftspartner anhört. Dies wird auch durch die verbale Kommunikation klar. Am besten ist es aber, wenn eine zusätzliche Bestätigung eingeholt wird.

Eimer & Eimer: Ist der bulgarische Geschäftspartner in der Lage, das kulturelle Sprachenumfeld des ausländischen Geschäftspartners in Bezug auf Manieren, Benehmen, Anrede usw. auf Anhieb zu erkennen?

Frau Nikolova: Je nach Firmenerfahrung erkennt unsere Firmenführung problemlos das spezifische Sprachenumfeld. In unserer Firma erkennen wir sofort unsere Geschäftspartner, unabhängig davon, dass die Arbeitssprache Englisch ist, da wir bereits über eine langjährige Erfahrung (mehr als 16 Jahren) mit Kunden aus den USA, Großbritannien, Frankreich, Japan, Deutschland und Griechenland verfügen. Jeder Geschäftspartner aus einem dieser Länder, mit dem wir zusammenarbeiten, bringt spezifische Anreden und Verhaltensweisen mit sich. Die Deutschen erkennen wir beispielsweise aufgrund ihrer Pünktlichkeit, strenge Einhaltung der Regeln und nicht zuletzt an dem perfekt gesprochenen Englisch. Die amerikanischen Kunden erkennen wir automatisch aufgrund ihrer Aussprache sowie auch aufgrund des eher lässigen, nicht förmlichen und positiven Verhaltens sowie ebenfalls durch ihren typisch amerikanischen „smart casual” Stil der Kleidung. Die Engländer erkennt man natürlich auch an der Aussprache. Typisch für sie ist aber auch ihr ernstes Verhalten, Zurückhaltung und der formelle Geschäftsstil.

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Eimer & Eimer: Ist es zwingend erforderlich den Kunden zu einem Mittags- oder Abendessen einzuladen?

Frau Nikolova: Ja, in unserer Firma gehört dies dazu. Wir laden unsere Geschäftspartner mindestens einmal abends zu einem Geschäftsessen ein. Manchmal auch jeden Abend während des Aufenthalts der Kunden, wobei sie immer von verschiedenen Mitgliedern unseres Teams begleitet werden. Wir organisieren auch immer das Mittagsessen in unseren Büroräumen, in einer der Konferenzsälen oder an einem speziell dafür vorgesehenen Aufenthaltsort.

Eimer & Eimer: Müssen die Gastgeber für die Unterhaltung ihrer Kunden nach den formellen Besprechungen sorgen?

Frau Nikolova: Nein

Eimer & Eimer: Wer zahlt die Rechnung für das Geschäftsessen?

Frau Nikolova: Das Unternehmen, das als Gastgeber auftritt. Das ist für uns verbindlich. Grundsätzlich verhalten sich unsere Geschäftspartner genauso, wenn wir sie entsprechend in ihrem Land treffen.

Eimer & Eimer: Werden Geschenke für die Geschäftspartner vorbereitet? Erwartet man, dass sie auch Geschenke für Ihre Gastgeber mitbringen? Schenkt man den Frauen Blumen?

Frau Nikolova: Nein, Geschenke oder Blumen erwartet man nicht von den ausländischen Geschäftspartnern. Je nachdem verschenkt unsere Firma in der Regel etwas typisch Bulgarisches während der letzten Besprechung. Das ist meistens eine Flasche bulgarischen Wein und/oder bulgarischen Schnaps.

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Eimer & Eimer: Wird von den Geschäftskunden erwartet, dass sie typisch bulgarische Besonderheiten und Eigenschaften kennen?

Frau Nikolova: Etwas typisch Bulgarisches sollte unbedingt unseren ausländischen Geschäftspartnern bekannt sein. Viele Ausländer in unserer Firma teilen uns mit, dass als Geschäftspartner die Bulgaren außerordentlich direkt sind. Diese Eigenschaft wird grundsätzlich sehr positiv angenommen, da wir keine versteckte Tagesordnung oder Heuchelei in unseren Wechselbeziehungen kennen. Es wäre gut, wenn fremde Geschäftspartner diese Direktheit kennen, was manchmal als Grobheit empfunden werden könnte. Diese dient allerdings als eine gute Grundlage und zur Vermeidung von Missverständnissen in den Geschäftsbeziehungen.

Eimer & Eimer: Berücksichtigt der bulgarische Geschäftspartner vollkommen die kulturellen Unterschiede seines Geschäftspartners?

Frau Nikolova: Mit Ausnahme der oben erwähnten Besonderheit bemühen wir uns in unserer Firma, so gut wie es uns möglich ist, auf die kulterellen Unterschiede unserer Geschäftspartner einzugehen.

Eimer & Eimer: Was würden Sie einem ausländischen Geschäftspartner vor dem Geschäftstreffen in Bulgarien raten?

Frau Nikolova: Mit größter Vorsicht Taxis vom Flughafen zu nehmen, falls er von seinen Gastgebern dort nicht abgeholt wird. Natürlich wäre es auch gut zu wissen, dass man während des Aufenthalts in Bulgarien in den Genuss vieler schmackhafter Speisen kommt.

Und bitte nicht vergessen – lassen Sie auch ein wenig Platz für den typisch bulgarischen Nachtisch, der Sie mit Sicherheit zu noch mehr verführen wird. Alle unseren Kunden bleiben von der bulgarischen Küche und Gastfreundlichkeit außerordentlich begeistert.

 

Wir wünschen allen unseren Lesern, deren ein Geschäftstreffen in Bulgarien bevorsteht, einen angenehmen und erfolgreichen Aufenthalt in unserem Land. Falls Sie noch weitere Fragen zu diesem Thema haben sollten, kontaktieren Sie uns bitte. Wir helfen Ihnen gerne dabei in kein Fettnäpfchen zu treten!

Small-Talk unter Geschäftsleuten: Die richtige Sprachmanagementstrategie

Erfolgreiche Kommunikationsstrategie für das internationale Geschäft

Der Erfolg und die Bekanntheit eines Unternehmens hängen nicht selten vom internationalen Geschäft ab. Viele kleine und mittelständige Unternehmen sind heutzutage in irgendeiner Form international tätig. In unserer globalen Welt ist das fast ein Muss, um den Erfolg des Unternehmens zu verstärken. Und je größer das Unternehmen ist, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich dieses auf internationalen Märkten bestätigen möchte.

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Wie wichtig ist es dann, eine Kommunikationsstrategie zu haben? Welche Rolle spielt die erfolgreiche Kommunikation im Zielland? Reicht Englisch als Lingua franca als Handels- und Verkehrssprache?

Laut einer Studie der Europäischen Kommission (ELAN 2006) erklärte nahezu jedes zehnte Unternehmen, dass es einen Auftrag aufgrund mangelnder Sprachenkenntnisse verloren hat. Die kulturellen Unterschiede können ebenfalls eine Kommunikationsbarriere darstellen. Wie wichtig ist es, die kulturellen Besonderheiten des Zielmarktes zu kennen, können heutzutage viele bereits erfolgreiche Firmen bestätigen. Nur wenn man in der Lage ist zu verstehen, wie die Menschen im Zielland „ticken“, wird man in der Regel auch akzeptiert. Und damit das so ist, sind Mitarbeiter gefragt, die die entsprechende Sprache sprechen. Eine nicht zu vernachlässigende Rolle dabei spielen auch Übersetzungen von Marketingunterlagen, technischen Unterlagen, Broschüren, Flyer, Kataloge usw., die durch professionelle Fachübersetzer übersetzt worden sind.

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Die meisten Unternehmen halten es für sehr wichtig, ein gutes Verhältnis zu ihren Kunden im Zielland zu pflegen und gegenseitiges Vertrauen aufzubauen. Für sie ist es wichtig, dass Kundenbeziehungen auf Augenhöhe gepflegt werden. Mit den Kunden in ihrer eigenen Sprache zu sprechen, schafft nicht nur positive Sympathien, sondern ist ein wichtiger Grundstein zum Aufbauen von gegenseitigem Vertrauen. Dies führt zu einer besseren Kommunikation und verhindert ggf. Missverständnisse durch kulturelle Besonderheiten. Einen professionellen Dolmetscher für wichtige Gespräche und Verhandlungen in Anspruch zu nehmen, kann sehr viel zu einer positiven Atmosphäre beitragen und eine gute Grundlage für den erfolgreichen Ausgang sein. Ein professioneller Dolmetscher kennt die kulturellen und sprachlichen Besonderheiten der beiden Sprachen und kann sehr professionell dort unterstützen, wo ggf. sprachliche Spannungen entstehen können. Und das zeigt nicht an letzter Stelle dem Kunden, dass sich die Firma für diesen Markt interessiert und sich langfristig engagieren möchte. Und dafür ist nicht immer ausreichend, auf Englisch als Verhandlungssprache zuzugreifen. Es ist gar keine Frage, dass Englisch die vorherrschende Sprache im Welthandel ist. Ohne Grundkenntnisse im Englischen wird das Unternehmen Schwierigkeiten haben, über Kontinente hinweg und selbst über Nachbarländer hinaus Geschäfte zu machen.

Allerdings nicht jedes Kundengespräch im Zielland kann nur auf Englisch geführt werden. Am besten wird dies durch das berühmte Zitat von Willy Brandt ausgedrückt:

„ If I am selling to you, then I will speak your language, aber wenn du mir etwas verkaufst, dann musst du Deutsch sprechen“

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Fazit: Im internationalen Handel gut positionierte Unternehmen zeichnen sich durch vier gemeinsame Merkmale aus:

  • die Beschäftigung von Muttersprachlern,
  • die Einstellung von Mitarbeitern mit Fremdsprachenkenntnissen,
  • die Inanspruchnahme professioneller Dolmetscher und Übersetzer und
  • die Verfolgung einer Sprachenmanagementstrategie (bzw. eines diesbezüglichen Plans).

 

Warum eine Sprachenmanagementstrategie?

Manche würden sich bestimmt fragen, was eigentlich eine Sprachenmanagementstrategie, kurz Sprachenstrategie genannt, bedeutet? Wie sollte man eine solche Sprachenstrategie anwenden?

Die Sprachenmanagementstrategie wird als „die geplante Anwendung einer Reihe von Verfahren zur Erleichterung einer effektiven Kommunikation mit Kunden und Lieferern im Ausland“ (ELAN 2006) definiert.

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In der Regel umfasst die Sprachenmanagementstrategie eine Reihe von Maßnahmen, die ein Unternehmen beim Eintritt in einen neuen ausländischen Markt oder bei der Expansion in einem bestehenden ausländischen Markt unterstützen, damit sprachliche und/oder kulturelle Barrieren überwinden werden können.

Natürlich muss jedes Unternehmen genau abwägen, welche Kombination von Maßnahmen für den entsprechenden Markt die höchste Wirkung erzielen können

Solche Maßnahmen können zum Beispiel sein:

  • Erstellung von kulturell und sprachlich angepassten Websites;
  • Einsatz professioneller Dolmetscher;
  • Übersetzung von Werbe-, Verkaufs- und/oder technischen Unterlagen;
  • Sprachkurse für Mitarbeiter;
  • Einstellung von Muttersprachlern
  • Durchführung interkultureller Briefings für Mitarbeiter, damit kulturelle Unterschiede richtig angesprochen und verstanden werden können.

Aber sicherlich fragen Sie sich, wie würden solche Maßnahmen für die Etablierung des Unternehmens beitragen? Würde es denn einfach nicht reichen, dass ein bestimmtes Produkt auf den Markt gebracht wird?

Der Verkauf eines Produkts oder einer Dienstleistung im fremden Land geht Hand in Hand mit der Akzeptanz des Produkts. Es ist nachgewiesen, dass Unternehmen, die in Methoden des Sprachenmanagements investieren, voraussichtlich höhere Exportverkaufszahlen erzielen werden als diejenigen, die es nicht tun.

Laut der Studie (ELAN 2006) haben Unternehmen, die in vier sprachlichen Maßnahmen investieren, eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass ihre Exporte um 50% ansteigen als ihre Mitbewerber, die es nicht tun.

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Als Ergebnis führt die bessere Sprachen- und Kulturverständnis zur einer noch besseren Funktionsfähigkeit in verschiedenen Sprachen. Die Mehrsprachigkeit und die multikulturelle Kompetenz erhöht die Wettbewerbsfähigkeit der Firma.

Darüber hinaus erhöht die Mehrsprachigkeit des Unternehmens auch seine Fähigkeit, global zu arbeiten und global zu handeln. Es ist auch möglich, dass in manchen Märkten mehrere Sprachen nebeneinander gebräuchlich sind. Wenn dann die Heimatsprache nicht gut genug beherrscht wird, so wählt man in der Regel Englisch als Handels- oder Firmensprache.

Um die Akzeptanz und die Beliebtheit eines bestimmten Produkts oder Dienstleistung auf dem ausländischen Markt zu erhöhen, greifen solche Unternehmen auf die Dienstleistung professioneller Übersetzer zurück.

Bei technischen Dokumentationen wäre das sogar unerlässlich, damit diese den Anforderungen der europäischen Richtlinien entsprechen können.

Sehr wichtig ist es auch, Muttersprachler anzuwerben und einzustellen. Muttersprachler sind oft unersetzlich im Umgang mit Behörden, Institutionen, bei Verkaufsgesprächen usw.

Gleichermaßen wichtig, ist es auch das kulturelle Bewusstsein zu entwickeln. Wenn man effektiv handeln möchte, sollte man unbedingt die kulturellen Unterschiede kennen, und zwar nicht nur in den zwischenmenschlichen Beziehungen, sondern auch in Bezug auf die Geschäftsplanung, auf die Planung und die Durchführung von Meetings und Geschäftstreffen und insbesondere Geschäftsverhandlungen.

Das beste Image präsentieren

Die hochqualitative interkulturelle Kommunikation kann ein sehr wirkungsvolles und sehr machtvolles Instrument sein, das den Markt für Ihr Unternehmen vergrößern und den Erfolg steigern kann, wenn es richtig eingesetzt wird.

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Aber wenn diese Kommunikation durch falsche Übersetzungen oder falsches Dolmetschen aufgrund fehlendem interkulturellen Verständnis schlecht gehandhabt wird, kann das nicht nur Ihr Image zerstören, sondern es kann wirklich teuer für das Unternehmen werden!

Ein äuβerst wichtiger Teil Ihrer Sprachenmanagementstrategie ist, die Qualität des Informationsflusses und die Auswirkungen auf den ausländischen Kunden sicherzustellen.

Insbesondere heiβt das:

  • Hochqualitative Übersetzung.
  • Ihre mehrsprachige Website und mehrsprachige Werbemittel entwerfen und kulturell anpassen.
  • Angemessenes Dolmetschen.

Warum brauchen Sie erstklassige Übersetzungen?

Eine professionell angefertigte Übersetzung, die die Sprache und die treffende Ausdrücke des Ziellandes verwendet, verschafft einen großen Wettbewerbsvorteil.

Sehr wichtig ist es auch, dass das Unternehmen alle Texte „lokalisieren“ lässt, das heißt an die lokalen Gegebenheiten anpassen.

Andererseits zeigt eine gute und professionelle Übersetzung Respekt gegenüber dem ausländischen Kunden und seine Besonderheiten. Diese Glaubwürdigkeit spiegelt sich ja letztendlich im Erfolg der Firma wider.

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Dasselbe bezieht sich auch auf die professionelle Verdolmetschung. Ein professioneller Dolmetscher kann auf jeden Fall zum Erfolg eines wichtigen Geschäftsgespräches beitragen. In solchen Gesprächen ist es auf jeden Fall wichtig, dem Gesprächspartner zu zeigen, wie wichtig es ist, sich richtig zu verständigen.

Nicht an letzter Stelle soll hier erwähnt werden, dass fehlerhafte Übersetzungen sehr teuer werden können. Da wären nicht nur die Kosten für Korrekturen oder ggf. neue Übersetzungen, sondern das Image des Unternehmens kann sehr viel darunter leiden.

Möchten Sie diese Fauxpas vermeiden? Dann sollten Sie überprüfen, wie gut Ihr Unternehmen in diesem Bereich aufgestellt ist. Machen Sie den Selbsttest mit unserem Quiz!

Überprüfen Sie mit diesem Quiz, wie gut Sie sind:

 

  1. In wie vielen Fremdsprachen kann Ihr Unternehmen tätig sein?

(1) 1.

(2) 2.

(3) 3 bis 5.

(4) Mehr als 5.

 

  1. Setzen Sie professionelle Übersetzer/Dolmetscher ein?

(4) Ja, regelmäβig, für die Übersetzung von Verkaufsmaterialien, rechtlichen Dokumenten und technischem Material sowie für das Dolmetschen bei Geschäftstreffen und Verhandlungen.

(3) Ja, aber nicht sehr oft.

(2) Ja, aber nur bei auβergewöhnlichen Umständen.

(1) Nein, wir kommen mit allem selbst zurecht.

 

  1. Wann organisieren Sie Sprach- und/oder kulturelle Schulungen für Ihre Mitarbeiter?

(1) Niemals, wir verlassen uns auf die Fähigkeiten unserer Mitarbeiter.

(2) Wenn jemand ausdrücklich danach fragt.

(3) Bevor wir in einen neuen Markt hineingehen.

(4) Regelmäβig.

 

  1. Ist Ihre Website mehrsprachig?

(4) Ja, sie wurde in unsere wichtigsten Geschäftssprachen übersetzt und an die lokalen Märkte angepasst.

(3) Ja, sie wurde in unsere wichtigsten Geschäftssprachen übersetzt.

(2) Ja, aber nur Teile davon wurden übersetzt.

(1) Nein/Wir haben keine Website.

 

  1. Welcher Anteil Ihrer Mitarbeiter spricht mindestens eine Fremdsprache?

(1) Weniger als 10 %.

(2) 10-24 %.

(3) 25-50 %.

(4) Mehr als 50 %.

 

  1. Wie ist Ihr Unternehmen auf den Umgang mit sprachlichen und kulturellen Barrieren vorbereitet?

(4) Wir finden potenzielle Barrieren im Planungsstadium heraus und ergreifen Maβnahmen wie Mitarbeiterschulungen, Analysen der Auswirkungen der Kultur auf das Geschäft usw., um ein Entstehen dieser Barrieren zu verhindern.

(4) Wir führen Aufzeichnungen von den interkulturellen Fähigkeiten unserer Mitarbeiter, so dass sie dort eingesetzt werden können, wo sie über örtliches Know-how verfügen.

(2) Wir lernen auf unserem Weg und reagieren schnell, wenn Probleme auftreten.

(1) Wir haben niemals mit sprachlichen oder kulturellen Barrieren zu tun und wenden deshalb keine Mittel dafür auf.

 

  1. Vor der Erschlieβung eines neuen Marktes in einem fremden Land…

(3) Wir stellen einen lokalen Vertreter oder Händler ein, um sprachliche und kulturelle Angelegenheiten zu regeln.

(4) Wir stellen einen Muttersprachler ein oder jemanden, der die lokale Sprache flieβend spricht und mit der lokalen Kultur vertraut ist.

(2) Wir organisieren spezifische Schulungen für unsere Mitarbeiter.

(1) Wir übersetzen unsere Website und Dokumentation und passen sie an.

(4) Wir verbinden mehrere dieser Maβnahmen.

 

Wie viele Punkte Sie für Ihre Antwort bekommen, steht vor der Frage selbst. Sie können uns gerne Ihr Ergebnis senden und dieses mit uns besprechen. Wir unterstützen Sie bei der Festlegung der richtigen Sprachenstrategie!

Ihr Team von Eimer & Eimer E-Mail: info@eimer-eimer.de

 

Smalltalk unter Geschäftsleuten: Lettland

Wussten Sie eigentlich…

dass Letten bei Ihren Geschäftskontakten nicht zwischen Privatleben und Arbeit unterscheiden? Demnach ist es möglich, dass Sie von Ihrem lettischen Geschäftskollegen zu einem Saunabesuch eingeladen werden! Seien Sie für alles bereit. 😉

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Kennen Sie ähnliche interessante Situationen? Dann erzählen Sie uns davon per E-Mail: info@eimer-eimer.de oder telefonisch unter +49 69 41674040.

Smalltalk unter Geschäftsleuten: Kroatien

Wussten Sie eigentlich…

dass ein Urlaub in Kroatien das Eis zwischen Ihnen und Ihren künftigen Geschäftspartnern brechen kann? Falls Sie also bereits einen Ihrer Urlaube in Kroatien verbracht haben, erwähnen Sie dies unbedingt vor Ihren kroatischen Geschäftspartnern. Dadurch sammeln Sie Pluspunkte!

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Kennen Sie ähnliche interessante Situationen? Dann erzählen Sie uns davon per E-Mail: info@eimer-eimer.de oder telefonisch unter +49 69 41674040 oder kommentieren Sie unseren Beitrag auf Facebook: Eimer & Eimer – Fachübersetzer für Osteuropa

 

 

Smalltalk unter Geschäftsleuten: Ukraine

3655112-corporate-meeting-in-conference-roomWussten Sie eigentlich…

dass es im Geschäftsleben üblich ist, zweisprachige Visitenkarten auszutauschen? Neben der ukrainischen Funktionsbezeichnung findet sich die Funktionsbezeichnung in der englischen Sprache wieder. Falls Sie also ein Meeting in der Ukraine haben, denken Sie daran, auch zweisprachige Visitenkarten mitzubringen!

Kennen Sie ähnliche interessante Situationen? Dann erzählen Sie uns davon per E-Mail: info@eimer-eimer.de oder telefonisch unter +49 69 41674040.