Lachen ist die schönste Sprache der Welt

Egal an welchen Ort Du auf dieser Welt kommst – Eines verbindet uns mit allen Menschen auf diesem Planeten. Unser Lachen!

Lachen bricht das Eis zwischen fremden Sprachen und Kulturen. Es gehört nicht viel, um diese Sprache zu beherrschen. Sie ist uns bereits in die Wiege gelegt. Wir müssen keine Vokabeln und Wörter auswendig lernen, monatelang die Aussprache üben und verzweifeln.

Um diese einfache Sprache zu sprechen, müssen wir nur unsere Lippen bewegen … und prompt verzaubert ein Lächeln unser Gesicht!

Lachen ist nicht nur die schönste, sondern auch die einfachste Sprache der Welt.

Schenke ein Lächeln und gewinne einen neuen Freund! Überall auf der Welt!

Astana: der aufstrebende Gastgeber von EXPO 2017

Die neue, moderne Hauptstadt Kasachstans Astana ist vom 10. Juni bis zum 10. September 2017 Gastgeber der Weltausstellung EXPO 2017. Die Weltausstellung wird diesmal unter dem Motto „Energy future“ oder „Energie der Zukunft: Maßnahmen für weltweite Nachhaltigkeit“ stattfinden. Die aufstrebende Hauptstadt Kasachstans Astana konnte sich bei der Wahl des Weltausstellungsortes in 2012 gegen Liége (Belgien) durchsetzen und wird als eine Stadt der Superlative bezeichnet.

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Das Prestige-Projekt Kasachstans

Für Kasachstan ist die Weltausstellung EXPO 2017 mehr als ein Prestige-Projekt. Es ist die zentrale Treibkraft für die wissenschaftlich-technische Entwicklung des Landes und insbesondere für den Bereich Energiewirtschaft.

Das Gelände der Weltausstellung erstreckt sich auf einer Fläche von 173 ha im Stadtviertel Esil von Astana. Der Komplex besteht aus einem zentralen Ausstellungszentrum, umgeben von Wohngebäuden, Bildungsanstalten, Geschäften, Parkanlagen, Boulevards. Im Herzen dieses Projekts befindet sich der Pavillon von Kasachstan als herausragendes Symbol der Ausstellung. Die kugelförmige Glaskonstruktion hat einen Durchmesser von 80 Metern und besteht aus acht Stockwerken. Um ihn herum erstrecken sich der internationale Pavillon, der Thema-Pavillon und der korporative Pavillon. Diese Pavillons werden Anlagen, Pavillons und Teilnehmer aus der ganzen Welt beherbergen. Etwa 100 Staaten haben sich für eine Teilnahme an der Weltausstellung angemeldet.

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Thema: Energieversorgung

Die Weltausstellung EXPO 2017 bedeutet für die junge Hauptstadt Kasachstans und natürlich für das ganze Land eine Chance, sich der Welt als offener, wirtschaftlich erfolgreicher Transformationsstaat zu zeigen.

Das Thema der Energieversorgung hat einen hohen Stellenwert in den Ländern Zentralasiens. Das Thema der Nachhaltigkeit bietet den Teilnehmerstaaten umso mehr eine Möglichkeit, ihre Technologien, innovativen Fortschritte und Erfahrungen zu präsentieren. Aufgrund der extremen Wetterverhältnisse sowie dem erhöhten Energiebedarf für den Ausbau der Produktion und der Gewinnung von Bodenschätzen spielt das Thema der Energieversorgung eine besondere Rolle für Kasachstan.

Nicht umsonst wird die Weltausstellung unter dem Motto „Energie der Zukunft“ stattfinden. Passend zu diesem Motto wird bei der Weltausstellung in Astana die erforderliche Energie nur durch Wind und Sonne erzeugt. Der Komplex wird sich komplett selbständig mit Energie versorgen. Ein Wind- und Solarpark entsteht auch außerhalb von Astana, der natürlich auch nach der Weltausstellung genutzt wird. Alle Gebäude und Grünanlagen werden nach dem Prinzip des ökologischen, wirtschaftlichen und sozial nachhaltigen Designs gebaut.

Die Veranstaltung soll zu einer verstärkten Bewusstseinsbildung beitragen und versteht sich als Signal für Menschen, Organisationen und Nationen über Grenzen hinweg an den globalen Herausforderungen der Zukunft für eine verantwortungsvolle Energiepolitik und nachhaltige Technologien zu arbeiten.

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Reise nach Astana

Kasachstan ist neuntgrößter Staat der Erde mit abwechslungsreicher Geschichte, multikultureller Bevölkerung und vielfältigen Naturlandschaften. Auch weltweit einmalige Objekte wie der Weltraumbahnhof Baikonur sind hier beheimatet.

Vielleicht ist der Besuch der Weltausstellung in Astana eine Reise wert für Sie. Ein neues Land, neue Menschen und eine andere Kultur zu erkunden, kann man auch mit so einem großartigen Ereignis wie der EXPO 2017 verbinden.

Es gibt Reiseveranstalter wie z. B. „Go East Reisen„, die offizieller Partner der EXPO 2017 sind und Tickets für den Besuch der Ausstellung, verbunden mit z. B. einer Rundreise durch Kasachstan anbieten.

Das ist eine einmalige Möglichkeit, sich vielleicht einen Traum erfüllen zu lassen.

Möchten Sie mehr über die kasachische Kultur und Sprache erfahren, nehmen Sie Kontakt mit uns auf! Wir freuen uns auf Sie!

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Teilnahme an Messen in Russland: Welchen Herausforderungen Sie sich als Unternehmer stellen müssen

In Russland boomt die Messebranche. Die Liste der in Russland stattfindenden Messen ist unendlich lang. Doch was passiert, wenn Sie selbst an einer Messe in Russland teilnehmen oder eine Veranstaltung dort planen möchten? Welchen Herausforderungen Sie sich stellen und was sie dabei beachten müssen, erfahren Sie in dem folgenden Text.

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Ist die politische Situation für die Planung einer Niederlassung in Russland von großer Bedeutung?

Die politische Situation ist für die Planung einer Niederlassung in Russland sehr wohl ausschlaggebend. Aufgrund der derzeitigen angespannten Lage wenden sich viele Unternehmen davon ab, eine Niederlassung in Russland zu eröffnen. Sie steuern Ihre Geschäfte lieber von anderen Niederlassungen aus. Besonders wichtig ist es aber dennoch den Kontakt zu Ihren russischen Partner ständig zu suchen, um das eigene Netzwerk auszubauen. Hierzu würde sich die Planung einer Veranstaltung oder eine Messeteilnahme anbieten.

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Was Sie bei der Planung einer Veranstaltung beachten sollten

An sich sind die Anforderungen im Qualitätsbereich mit den westeuropäischen Anforderungen zu vergleichen. Dennoch sollte man einen technischen Berater mit kulturellem Wissen hinzuziehen oder zusätzlich noch einen Dolmetscher engagieren, damit keinerlei Missverständnisse entstehen und Ihrem Erfolg auf dem russischen Markt nichts im Wege steht.

Der Ablauf bei der Organisation einer Veranstaltung unterscheidet sich selbstverständlich ebenfalls sowie die Vorlieben und Geschmäcker, was vor allem an der unterschiedlichen Geschichtsentwicklung liegt. Hierbei haben sich die Kulturen und Mentalitäten in verschiedene Richtungen entwickelt. Trotzdem versuchen international tätige Unternehmen sich auf eine Vermarktungsstrategie und – message zu einigen, um überall dieselben Werte zu vermitteln. Bei großen Unternehmen ist dieser Vorgang empfehlenswert, bei kleineren hingegen nicht, da dann das Persönliche verloren geht. Natürlich liegt hier die Entscheidung immer beim Unternehmen. Trotzdem ist der Hang der russischen Unternehmen zum Westen und zur westlichen Vermarktung immer mehr im Kommen, wodurch auch russische Unternehmen sich auf eine westliche/internationale Art und Weise versuchen zu vermarkten.

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Zukunftsaussichten für deutsche Unternehmen?

Die Zukunftsaussichten für deutsche Unternehmen sind sehr positiv, da sich die Messebranche immer noch in der Entwicklungsphase befindet und sehr viel Wachstumspotential hat. Wenn Sie auf Messen in Russland neue Partner gewinnen und kennenlernen wollen, ist dies genau der richtige Weg, da Sie sich hier ein breites Netzwerk aufbauen und neue Geschäftspartner gewinnen können. Diese können Ihnen dann in Zukunft bei Ihren Messeauftritten unterstützen und Sie können dasselbe für die russischen Unternehmer tun, wenn diese in Deutschland an einer Messe teilnehmen.

Das Wichtigste ist ein gewisses Verständnis für die russische Kultur mitzubringen und über Kenntnisse der russischen Sprache zu verfügen oder einen Dolmetscher für die russische Sprache zu engagieren, der Ihnen gleichzeitig die Sprache und Kultur näherbringt. So wissen Sie sich auf alle Fälle auf der richtigen Seite und können sich auf Ihre zukünftigen Messeauftritte richtig vorbereiten und darauf freuen.

Rumänische Landwirtschaft auf dem Tiefpunkt: Haben die Bauern den Konkurrenzkampf mit den Discountern endgültig verloren?

Die Umsätze der ausländischen (vor allem der deutschen) Supermärkte steigen in ganz Osteuropa ununterbrochen. Besonders alarmierend ist dieser Trend in Bulgarien und Rumänien, wo die Bauern Tag für Tag ums Überleben kämpfen müssen. Viele Einheimische, die selbst nicht viel Geld verdienen, greifen lieber zur billigeren Produktvariante aus dem Discounter als einheimische Produkte zu kaufen, die oft teurer sind. Haben die rumänischen und bulgarischen Landwirte überhaupt noch eine Chance diesen Tiefstand zu meistern oder müssen sie sich den ausländischen Supermarktketten geschlagen geben?

 

Gute Aussichten für bekannte Handelsketten in Bulgarien

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Bundesrepublik Deutschland bleibt nach wie vor der wichtigste Markt für Waren und Dienstleistungen, die in Bulgarien hergestellt wurden. Dazu tragen hauptsächlich die in Bulgarien mit deutschem Kapital gegründeten Firmen im Lande bei, die ihre Produktion für ihre Muttergesellschaften in Deutschland ausführen. Firmen wie „Siemens“, „Liebcher“, „Lufthansa-Technik“, „Festo“ und „Aurubis“ haben bereits ziemlich große Betriebe in Bulgarien aufgebaut, trotzdem bleibt das Land abseits von den großen Kapitalflüssen.
Dagegen beherrschen deutsche Handelsketten wie Metro, Kaufland und Lidl den Verbrauchermarkt und den modernen Handel. Fazit: Der Handel in Bulgarien ist lukrativer und sicherer als die direkten Investitionen in die bulgarische Industrie. Sogar noch mehr – das ist im Augenblick etwas wie unausgesprochene Regel für den Geschäftsumfeld in Bulgarien.

Überlebenskampf der rumänischen Bauern und der Bevölkerung

Nicht nur Bauern versuchen sich mit der Landwirtschaft etwas Geld zu verdienen, sondern ebenfalls rumänische Bürger, die vorher nichts mit dem Bauerndasein zu tun hatten. Meistens sind dies Rentner, die sich etwas zu ihrer Rente hinzuverdienen möchten. Viele bekommen eine Rente, die etwas über 200 Euro beträgt. Die Lebenskosten steigen jedoch kontinuierlich an und sind mit den deutschen zu vergleichen, weshalb das alleinige Leben von der Rente unmöglich ist.

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Ca. 30 Prozent der Berufstätigen besitzen Tiere, meistens Schweine oder Kühe, und ernähren sich und ihre Familie von diesen. Der Verkauf von Kuhmilch an Molkereien lohnt sich nicht, da diese nur 17 Cent pro Liter zahlt. Da wird diese lieber selbst verbraucht oder den Tieren gegeben. Unterstützung von der EU erhalten sie erst ab 3 Kühen, da sie sonst als Hobbybauern eingestuft werden.

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Unterstützung der Kleinbauern durch „Ecoruralis“

Seit sieben Jahren existiert die von Bauern und Aktivisten gegründete Organisation „Ecoruralis“ in Cluj. Diese soll die Politiker auf die Missstände der Kleinbauern aufmerksam machen. Sie will, dass die heimischen Produkte mehr geschätzt und gefördert werden anstatt diese durch billigere zu ersetzen.

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Erschreckend ist vor allem die Tatsache, dass jede Stunde drei kleine Bauernhöfe in Rumänien schließen. Wenn dies so weitergeht, kann es dazu kommen, dass bald alle kleinen Bauernhöfe von der rumänischen Landkarte verschwinden. Nach 1989 konnte man einen Trend des Umzugs vieler Rumänen zurück aufs Land feststellen, da das zuvor enteignete Land an ihre ursprünglichen Eigentümer zurückgegeben wurde. Hier sahen damals viele Potential für einen Nebenverdienst. Vergeblich, wie sich heutzutage herausstellt…

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Leere Wochenmärkte, volle Discounter und Supermärkte

Kleinbauern sahen ihr Verkaufspotential vor allem auf Wochenmärkten, wo sie fast alle einen Stand hatten. Heutzutage haben immer weniger Kleinbauern Stände auf solchen Märkten, da sich der Verkauf der regionalen Produkte einfach nicht mehr lohnt. Die Rumänen suchen lieber Discounter und Supermärkte auf, wo sie die meisten Produkte günstiger als auf dem Wochenmarkt ergattern können. Außerdem bekommen die Supermärkte und Discounter Kredite in Millionenhöhe, sodass die Bauern gar nicht im Stande sind mit ihnen zu konkurrieren.

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Landwirtschaftliche Goldgrube

Immer mehr Investoren erkennen rumänischen Boden als Goldgrube an, vor allem die Dänen und Österreicher investieren hier. Richtung Constanza sind nur riesige Felder zusehen, die mit der modernsten Technologie ausgestattet sind. Seit dem EU-Beitritt benötigen die Investoren nicht einmal mehr einen Sachverständigen, wodurch der Kauf einer Fläche noch einfacher und günstiger für diese wird. Immerhin kostet ein Hektar Land nur zwischen 1.000 und 3.000 Euro, was im Vergleich mit Deutschland ein richtiges Schnäppchen ist.

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Hoher Kreditzins und niedrige Fördermittel

Vor allem für Bauern ist es eher problematisch auf ein Kredit zu bangen, da die Zinsen sehr hoch sind und nicht jedem Bauer ein Kredit erteilt wird. Außerdem bekommen Bauern in anderen EU-Ländern höhere Fördermittel, wodurch sie ihre Produkte auch billiger vertreiben können. Aus diesem Grund ist es für einheimische, kleine oder mittlere Bauern nahezu unmöglich sich über Wasser zu halten und zugleich erfolgreich zu sein.

Wenn sich kleine oder mittlere Bauern nicht trauen, Geld in ihr Land und ihre Produkte zu investieren, können Sie erst gar nicht mit den Giganten konkurrieren. Entweder werden sie hierbei Glück haben oder sich verschulden. Leider besteht hierbei keine andere Chance – sei es in Bulgarien oder in Rumänien.

 

 

Rasanter Aufstieg der polnischen Kosmetikindustrie

Polnische Kosmetikmarken sind bereits seit mehreren Jahren erfolgreich, doch dieser Erfolg nimmt immer mehr zu und das sogar weltweit. Sie bieten nicht nur hochwertige Kosmetika an, sondern bieten den Kunden auch Neuheiten an, die sie bei anderen Kosmetikanbietern nicht erhalten können. Was die polnischen Kosmetika außerdem von den restlichen Kosmetikanbietern abhebt und wie sie zum Durchbruch gekommen sind, erfahren Sie in unserem Artikel.

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Anstieg polnischer Kosmetikunternehmen auf dem weltweiten Markt

Die Zahl der polnischen Kosmetikunternehmen nimmt in den letzten Jahren immer stärker zu, da sie ihre Kunden mit Neuheiten, angemessenen Preisen und qualitativen Artikeln überzeugen. Eine Rolle spielt hierbei jedoch auch die ins Auge fallende Verpackung sowie die ansprechende Vermarktung der Kosmetikartikel. Dadurch sind polnische Kosmetiklinien weltweit erfolgreich und machen sich im rasanten Tempo einen Namen. Auf einige dieser Unternehmen werden wir im Anschluss eingehen.

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Um die 19.000 Menschen sind in der Kosmetikbranche tätig, dazu gehören Wissenschaftler sowie gut ausgebildete Mitarbeiter. Zurzeit belegt der polnische Exportmarkt von Kosmetika und Körperpflegeprodukten den sechsten Platz in Europa und die Chance einen höheren Platz einzunehmen stehen sehr gut. Das liegt ebenfalls an den guten Ausbildungsmöglichkeiten im kosmetischen Bereich. Polen gehört zu den wenigen Ländern, die ein Kosmetologie-Studium anbieten. Außerdem war der EU-Beitritt Polens hierfür ein wichtiger Schritt, da die Produzenten dadurch einen besseren Zutritt zu den europäischen Märkten erlangt haben, Rechtsvorschriften für alle EU-Unternehmen normiert wurden und es eine Verständigung über ein gemeinschaftliche Notifizierung gibt.

Die 3 bekanntesten Kosmetiklinien: Eveline Cosmetics, Dr. Irena Eris und INGLOT

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Eveline Cosmetics

Bereits seit dem Jahr 1983 existiert die Kosmetikmarke Eveline Cosmetics, die ihre Kosmetika in über 70 Ländern verkauft. Dazu gehören einige Länder in Mitteleuropa sowie in den Vereinigten Staaten oder in Taiwan. Über 80 % der Produkte werden exportiert. Zum Verkaufsschlager gehört die Bodylotion mit Goldblättchen oder Diamant-Partikeln. Durch ihre regelmäßigen und strikten Qualitätsüberprüfungen während des Produktions-, Vertriebs- und Verkaufsprozesses wurde die Marke mit verschiedenen internationalen Preisen geehrt, u.a. durch den Prix de Beaute vom Magazin Cosmopolitan.

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Dr. Irena Eris

Die Kosmetikmarke Dr. Irena Eris konzentriert sich nicht nur auf die Produktion von Kosmetikartikeln, sondern betreibt ebenfalls Hotels und Schönheitsinstitute. Dafür investiert sie fast ihre gesamte Kraft in den polnischen Markt. Sie hat aber bereits erste Schritte unternommen, um sich auf ausländischen Märkten ebenfalls einen Namen zu machen und zwar in 28 Ländern, u.a. in Großbritannien und in den USA. Eine besondere Auszeichnung erhielt sie von der bekannten französischen Organisation Comite Colbert für „internationale Ambitionen, hochwertige Produkte, Innovation und ethisches Handeln“.

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INGLOT

Im Jahr 1983 begann die Erfolgsgeschichte von INGLOT in der polnischen Stadt Przemyśl. Heute ist das Unternehmen der Leader in der Produktion von Farbkosmetika auf der ganzen Welt. Am Angesagtesten ist das so genannte Freedom System, dank welchem man seine Lieblingslidschatten, seinen Lieblingspuder, seine Lieblingswangen-Rouges oder Lieblingslippenstifte miteinander kombinieren kann. Seit 2006 ist die Kosmetikmarke auf dem internationalen Markt aktiv und besitzt etwa 400 Kosmetiksalons in über 50 Ländern. Diese befinden sich u.a. an berühmten Ecken, wie z.B. in der 48. Straße in New York oder am Caesars Palace in Las Vegas. Darüber hinaus ist INGLOT bei der FashionWeek in verschiedenen Metropolen sowie bei anderen Mode-Veranstaltungen tätig. Fast 100 % der Kosmetikartikel werden in Polen hergestellt.

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Falls Sie noch nichts von einer der Kosmetikmarken gehört haben, sollten Sie aufmerksamer auf die Kosmetikmarken in Zeitschriften achten, dann werden Sie sicherlich auf eine dieser Marken stoßen. INGLOT besitzt bereits einige Kosmetiksalons in Deutschland, wie z.B. in Düsseldorf. Eine Überlegung wäre es sicherlich wert in die polnische Kosmetikbranche einzusteigen, die einen nahezu 100 % Erfolgsfaktor verspricht.

Medizintourismus in Osteuropa: Ein nicht zu stoppender Boom

Sind Sie mit Ihrem Körper oder Gesicht unzufrieden? Oder haben Sie einen unerfüllten Kinderwunsch? In diesem Fall sollten Sie sich an eine osteuropäische Klinik in Polen oder Tschechien wenden. Diese sind nämlich zurzeit so beliebt wie noch nie und das liegt nicht nur an dem Kostenersparnis. Erfahren Sie in unserem Artikel, warum dieses Geschäft so lukrativ für beide Seiten ist.

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Gründe, die für eine Eingriffsdurchführung in Polen sprechen

Jeder Mensch findet Makel an seinem Körper oder Gesicht, da niemand perfekt ist. Einige Menschen sind mit ihrem Äußeren jedoch so unzufrieden, dass sie über einen möglichen Eingriff an ihrem Körper nachdenken oder dazu sogar fest entschlossen sind. Mit günstigen Eingriffen werben viele osteuropäische Länder, dazu gehört auch Polen. Die Kliniken überbieten sich gegenseitig, um umso mehr Kunden anzuziehen. Doch woher will man nun wissen, welcher Klinik man vertrauen kann und, welche glaubwürdig ist? Falls man wirklich einen Eingriff in Polen in Betracht zieht, sollte man vor allem die Bewertungen durchlesen, sich über die Sprachkenntnisse des Fachpersonals informieren und mit dem jeweiligen Arzt in Verbindung treten. Wichtig ist vor allem das gegenseitige Verständnis. Aus diesem Grund sollten Sie sich im besten Fall an einen Dolmetscher wenden, der zwischen Ihnen und dem Arzt vermitteln kann, damit ja keine Missverständnisse entstehen.

… oder in Tschechien

Auch Tschechien steht Polen im Bereich des Medizintourismus in nichts nach. Tschechische Kliniken versprechen ebenfalls niedrige Preise sowie einen tollen Service und perfekte Sprachkenntnisse in Englisch, Deutsch und Russisch. Die meisten Touristen kommen aus Deutschland, Großbritannien, Skandinavien, Russland und Italien.

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Kurorte wie Karlovy Vary, über welchen wir bereits in der Vergangenheit berichtet haben, Marianske Lazne oder die Hauptstadt Prag dienen den meisten Touristen als komfortable und günstige Unterkunft, während ihres medizinischen Eingriffs – ob Zahnersatz, Schönheitseingriff oder künstliche Befruchtung. Hier dürfen nämlich Eizellen gespendet werden, was in Deutschland verboten ist und deshalb umso mehr Deutsche anzieht, die vergeblich versuchen Eltern zu werden.

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Langanhaltender Erfolg

Den Erfolg der medizinischen Eingriffe in Osteuropa belegen auch die steigenden Zahlen der Eingriffsdurchführung sowie der Bereitschaft zur Eingriffsdurchführung in Osteuropa. Auch deutsche Portale haben das lohnenswerte Geschäft entdeckt, weshalb sie auf verschiedenen Portalen zum Thema „Medizinische Eingriffe“ bewusst für osteuropäische Kliniken werben. Immer weniger Westeuropäer sind dazu bereit einen viel höheren Preis in Deutschland für eine medizinische Operation zu zahlen, die sie zu einem viel günstigeren Preis im Ausland erwerben können. Außerdem lernen sie dadurch noch ein anderes Land kennen.

Wenn Sie also an einem medizinischen Eingriff in einem osteuropäischen Land interessiert sind, können Sie sich auf verschiedenen medizinischen Portalen über diesen informieren. Beachten Sie, dass Sie keine Kommunikationsprobleme mit Ihrem Arzt haben. Falls dies doch der Fall sein sollte, bemühen Sie sich um einen Dolmetscher. Hierbei können wir Ihnen behilflich sein. Ansonsten wünschen wir Ihnen einen angenehmen Aufenthalt in Osteuropa und eine zufriedenstellende Operation.

Bier – das beliebteste Alkoholgetränk in Polen

Wer hätte das gedacht? Polen trinken am liebsten Bier! Den Stereotypen nach müsste das ja Wodka sein, dem ist aber nicht so. Woran liegt das und woher kommen die Stereotypen?

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Das Stereotyp, dass Polen Wodka lieben, hält sich schon seit einer geraumen Zeit aufrecht, um genau zu sein seit dem 18. Jahrhundert, welches von der polnischen „Szlachta“, dem polnischen Landadel, stark beeinflusst wurde. Dessen Redensart war folgende: Iss, trink und lockere deinen Gürtel! (Jedz, pij i popuszczaj pasa!) Essen und Trinken spielen in Polen immer noch eine große Rolle, aber das Stereotyp des „saufenden“ und „fressenden“ Polen entspricht bei weitem nicht der heutigen Wahrheit. In ganz Europa ist Wodka das populärste Getränk aus Polen, welches für seine Qualität und verschiedene Wodkasorten bekannt ist. Vor allem aus diesem Grund wird Wodka sofort mit Polen assoziiert. Wer kennt den polnischen Wodka mit dem Grashalm nicht? Jeder hat schon einmal von Grasovka oder Żubrówka gehört oder hat diese Wodkasorten sogar probiert, weil sie in deutschen Supermärkten ebenso erhältlich sind. In Polen wird mit 47 % jedoch Bier am meisten verkauft, Wodka liegt mit 30,7 % deutlich dahinter. Vor allem die jüngere/jetzige Generation bevorzugt Bier und genießt dieses gerne Zuhause oder in Gesellschaft von Freunden.

Bier-Fakten

Polen ist sogar der drittgrößte Bierhersteller in Europa. Vor Polen liegen nur Deutschland und Großbritannien. Über 100 verschiedene Brauereien befinden sich in Polen, wie z.B. Okocim, Żywiec, Tyskie oder Lech, die sie ebenso hier in Deutschland erwerben können. Über 1.000 verschiedene Biere werden in Polen produziert und die Zahl steigt kontinuierlich an. Ein neuer Trend bezüglich des Craft Beers ist ebenso deutlich zu erkennen. Immer mehr Polen suchen nämlich Pubs, sogenannte „Multitaps“ (Pubs, die nur Craft Beer aus Fässern anbieten) auf, um dort ein anderes Biererlebnis zu erleben. Die Popularität von Bierfestivals ist ebenso angestiegen und Craft Beer wird sogar schon in Discountern verkauft. Doch was hält der polnische Bierexperte Michał „Docent“ Maranda von dem Biertrend in Polen und wie fasst er diesen auf? Ist er bemerkbar?

Interview mit dem Bierexperten Michał „Docent“ Maranda

Der polnische Bierexperte Michał „Docent“ Maranda hat seinen eigenen Bierblog und ist auf Facebook sehr aktiv. Außerdem besucht er gerne „Multitaps“ entweder bei Bierpremieren oder um einfach sein Bier zu genießen. Er weiß alles über den polnischen Biermarkt!

Guten Tag Herr Maranda. Da Sie sich auf dem polnischen Biermarkt, vor allem im Bereich Craft Beer, sehr gut auskennen, wollte ich Ihnen einige Fragen dazu stellen. Beginnen wir mit der Stereotypen-Frage. Warum denken Sie, dass Polen viel mehr Bier trinken als Wodka?

„Docent“: Nach dem Jahr 1989 begann ein Wandel im Alkoholkonsum, da Wodka an Bedeutung verlor und Bier immer bekannter wurde. Der derzeitige Bierkonsum beläuft sich auf fast 100 Liter Bier pro Kopf, d.h. dass Polen im Bierkonsum in Europa oder sogar auf der Welt ganz weit vorne liegt. Im Gegensatz dazu beläuft sich der Wodkakonsum im Jahr lediglich auf ca. 3 Liter pro Kopf. Hier spielt sicherlich die Veränderung der Gewohnheiten der Konsumenten eine große Rolle: Bier wird als „dankbarerer“ Alkohol bei Treffen angesehen als hochprozentiger Alkohol, der die Menschen schnell besoffen macht.

Woher kommt der Bier-Trend denn genau?

„Docent“: Hier gibt es einige Punkte. Erstens kehren die Polen zurück zu ihrer Quelle. Das Bier ist den Slawen nämlich seit der Zeit der Stammeinheit bekannt. Wodka wurde erst seit der polnischen Staatskrise im 17. Jahrhundert bekannt. Dieser Bekanntheitsgrad hielt bis zum Ende der Volksrepublik Polen an. Nach der Systemänderung wurde das Bier wieder populärer, seine Qualität und der Zugang haben sich verbessert. Zweitens hat die Werbung auch eine große Rolle gespielt. Gegen Ende der 90er Jahre wurden polnischen Brauereien durch internationale Bierkonzerne aufgekauft. Diese investierten viel in Werbungen. Für andere Alkoholgetränke durfte zu der Zeit nicht geworben werden. Seit dem Jahr 2011 beobachten wir das Ereignis namens „Bierrevolution“. Andere Bieralternativen sind seitdem entstanden, die sich von den Standardbieren durch ihren Geschmack abheben.

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Welche Biermarken sind in Polen demnach am bekanntesten?

„Docent“: Um die 80 % des Biermarktes stellen drei internationale Konzerne dar: SAB Miller (Brauereikompanie), Heineken (Gruppe Żywiec) sowie Carlsberg Polska. Die bekanntesten Marken gehören zu diesen Konzernen, aber bei Bierliebhabern und –kennern finden diese Marken keinen großen Anklang. Das sind gebraute Biere im Stil international pale lager, die auf der ganzen Welt genauso schmecken sollten.

Bemerken Sie den Craft Beer-Trend auch bei Polen, die sich vorher nur für Standardbier interessiert haben?

„Docent“: Richtiges Craft Beer macht auf dem polnischen Biermarkt lediglich 1 % aus. Man könnte sagen, dass dies lächerlich ist, trotzdem findet Craft Beer einen weiten medialen Anklang. Insgesamt machen Craft Beer und Biere aus kleinen oder mittleren Brauereien um die 10% des Biermarktes aus und dies sollte nicht missachtet werden. Die Polen sind von dem Bier, welches immer gleich schmeckt, und der Verpackung gelangweilt. Sie sind auf der Suche nach neuen, interessanten Geschmäckern. Nicht ohne Grund kommt die Lust auf zu Produkten, die auf traditionelle Weise hergestellt werden, zurückzukehren. Aus diesem Grund fügt sich Craft Beer gut in diesen Trend ein.

Woher kommt das ganze Interesse?

„Docent“: Craft Beer stellt eine ganze Kultur dar. Die Kultur machen vor allem Treffen mit Brauern, Lokaleigentümern, Geschäftseigentümern, die gutes Bier anbieten, Bierliebhabern, die Craft Beer gerne auf ihren Blogs im Internet beschreiben, aus. Kurz gesagt: Die Menschen prägen das Craft Beer.

Denken Sie, dass sich das Stereotyp nach einiger Zeit verändert, dass Polen nur Wodka trinken oder werden Polen in Zukunft immer noch mit dem Wodkatrinken in Verbindung gebracht?

„Docent“: Der Bekanntheitsgrad des Wodkas ist in Polen radikal zurückgegangen, zurzeit machen 60% des Alkoholmarktes Bier aus. Stereotypen werden beim Aufeinandertreffen abgebaut. Wir laden daher jeden dazu ein uns in einer der Großstädte in Polen zu besuchen, wo sich viele Lokale befinden, die Craft Beer aus polnischen Brauereien in Fässern anbieten. Wir sehen uns hoffentlich bei einem guten Glas Bier in Polen! (Craft Beer wird nur aus einem Glas getrunken.)

Vielen Dank für das Interview. Wir werden auf Ihr Angebot sicherlich zurückkommen. 🙂

10 Besonderheiten der Geschäftsethik in Bulgarien

Mit dem heutigen Blogbeitrag möchten wir Sie auf einige wichtige Besonderheiten der Geschäftsethik in Bulgarien aufmerksam machen. Diese werden Ihnen bei der erfolgreichen Durchführung Ihrer Verhandlungen behilflich sein, Sie auf einige typisch für die bulgarischen Geschäftsleute Merkmale vorbereiten und Ihnen die Möglichkeit geben, mehr über die Psychologie Ihrer bulgarischen Geschäftspartner zu erfahren.

Dann legen wir gleich mit dem wichtigsten Hinweis los, den Sie wahrscheinlich in jedem Reiseführer über Bulgarien schon mal gelesen haben:

 

  1. Verlassen Sie sich nie auf die Gesten Ihrer bulgarischen Geschäftspartner

Bis vor kurzem vermittelte das Nicken oder das Kopfschütteln in Bulgarien eine gegensätzliche Botschaft im Vergleich zu den in der westeuropäischen Geschäftsethik üblichen Gesten. Bis heute schütteln die meisten Bulgaren den Kopf von links nach rechts, wenn sie einer Aussage zustimmen möchten. Das Nicken, insbesondere bei einem neutralen Gesichtsausdruck, bedeutet in Bulgarien eigentlich ein „Nein“.

Diese Regel galt bis vor 10-15 Jahren ausnahmslos. Allerdings werden immer mehr Geschäftsleute im Ausland ausgebildet und unter dem Einfluss ihrer ausländischen Geschäftspartner versuchen Sie, ihr nonverbales Verhalten an die Etikette und die Gesten ihrer westeuropäischen Kollegen anzupassen. Daher wundern Sie sich bitte nicht, wenn Sie einen bulgarischen Geschäftspartner bzw. eine bulgarische Geschäftspartnerin sehen, der/die sich fest an die westlichen Gesten hält, wobei noch viele Geschäftsleute weiterhin typisch bulgarische nonverbale Gesten anwenden.

Daher lautet hier die goldene Regel: Verlassen Sie sich niemals nur auf die Gesten bei einer Zustimmung oder einer Ablehnung. Bestehen Sie immer auf eine verbale Bestätigung oder Verneinung, damit Sie nicht ins Fettnäpfen treten, was unter Umständen auch seriöse finanzielle Folgen für Sie haben kann.

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  1. Bulgarische Geschäftsleute formulieren oft ihre Anforderungen als Frage

„Möchten Sie jetzt in den Besprechungsraum eintreten?“ oder „Hätten Sie etwas dagegen, wenn wir über die finanzielle Seite unseres Geschäfts zu sprechen kommen?“, obwohl die Fragstellung an sich einfach auf den direkten Wechsel des Gesprächs zu einem anderen Thema hinweist und keine Widerrede erwartet.

Diese Besonderheit wurde auch von der deutschen Journalistin und Autorin Catalina Schröder in der Zeitschrift „Die Zeit“ beschrieben, wobei sie in ihrem Artikel feststellt, dass solche Fragen nichts anders als einen Themawechsel in der Form einer Frage oder sogar eine bereits getroffene Entscheidung bedeuten.

Wenn Sie sich zum Beispiel im Besprechungsraum nicht sehr wohl fühlen und das Fenster öffnen möchten, formulieren Sie Ihren Wunsch als Frage: „Sind Sie nicht auch der Meinung, dass die Luft im Besprechungsraum zu stickig ist?“ Diese Formulierung ist taktvoll genug, damit Sie Ihre bulgarischen Geschäftspartner zur Mitwirkung und Unterstützung bewegen, da sie ihre Wünsche entsprechend genauso formulieren werden.

 

  1. Lassen Sie sich nicht von Emotionen und Gestikulieren in Panik versetzen

Schröder stellt fest, dass Geschäftsleute in Bulgarien gewöhnlich emotionaler, kritischer, lauter und gestikulierender als ihre westlichen Geschäftspartner sind.

Dieses Verhalten soll nicht als bedrohlich betrachtet werden – das ist typisch bulgarisch und zeigt Ihnen eigentlich, dass sich der bulgarische Geschäftspartner sehr aktiv mit dem entsprechenden Thema auseinandersetzt. Sie sollen daher nicht panisch den Besprechungsraum verlassen – höchstwahrscheinlich diskutiert Ihr Geschäftspartner erhitzt über ein bestimmtes Thema oder er versucht, Sie von seinem Standpunkt zu überzeugen.

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  1. Die Hierarchiestruktur in Bulgarien ist wesentlich ausgeprägter als in Deutschland

Wie sieht der Ablauf einer typischen Besprechung in einer größeren bulgarischen Firma aus? Der Geschäftsführer teilt meistens seine Stellungnahme und Anforderungen mit, wobei sich nur einige wenige Mitarbeiter mit eigenen Vorschlägen daran beteiligen können, es sei denn es wird eine nacheinander folgende Berichterstattung aller Ergebnisse gefordert.

Die Ursache dafür ist, dass in vielen bulgarischen Unternehmen die vom Geschäftsführer abgelehnten Vorschläge oft den Ruf des entsprechenden Mitarbeiters zerstören. Daher bevorzugen die meisten Mitarbeiter keine Vorschläge auf solchen allgemeinen Besprechungen zu riskieren.

Grundsätzlich entstehen neue Ideen auf einer Mikroebene in einzelnen Teams und werden anschließend später formell oder bei persönlichen Besprechungen bewilligt.

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Im Unterschied zu Ihren deutschen Geschäftspartnern verhalten sich viele bulgarischen Geschäftsleute gemäß ihrer slawischen Herkunft und halten oft nicht die deutsche Pünktlichkeit ein.

Diese Besonderheit wird in den letzten Jahren immer schwächer, wobei sich allmählich das westeuropäische Model durchzusetzen vermag. Allerdings wenn der Beginn der Besprechung oder des Treffens um 10.30 Uhr geplant ist, erwarten Sie nicht, dass Ihr ungeduldiger Blick auf die Uhr den Gesprächsbeginn beschleunigen wird. Wappnen Sie sich einfach mit ein wenig Geduld und empfinden Sie die Situation nicht persönlich, sondern als ein kultureller Unterschied.

 

  1. Multitasking bulgarischer Geschäftspartner

Wundern Sie sich nicht, wenn Ihr bulgarischer Geschäftspartner mehrere Sachen gleichzeitig erledigt. Geschäftsführer bulgarischer Unternehmen schalten oft Ihr Handy nicht während einer Besprechung oder eines Geschäftstreffens aus und es ist durchaus möglich, dass sie im Zuge der Verhandlungen mit Ihnen schnell zwischendurch ein Telefongespräch führen. Das ist kein Zeichen der Unhöflichkeit Ihnen gegenüber, sondern das ist der Arbeitsstil bulgarischer Geschäftspartner.

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  1. Der feste Händedruck

Der Händedruck, der gewöhnlich auch einen ersten Eindruck in der Wechselbeziehung der Menschen hinterlässt, ist der obligatorische Gruß in Bulgarien. Es ist untypisch, sich zu umarmen oder sich einen Wangenkuss zu geben. Dies kommt nicht besonders gut an.

Der Händedruck ist vor allen Dingen eine sehr persönliche Geste. Daher ist es natürlich schwierig, genau zu bestimmen, was für einen bulgarischen Geschäftspartner typisch ist. Wundern Sie sich allerdings nicht, wenn Ihre Hand richtig festgedrückt wird – das ist der typische Händedruck vieler Männer der älteren Generation. Umgekehrt ist es durchaus möglich, dass man Ihre Hand eher träge und nicht besonders engagiert beim Begrüßen drückt. Das verrät Ihnen in der Regel etwas mehr über das Temperament Ihres Gesprächspartners.

Üblicherweise wird in Deutschland durch einen kräftigen Händedruck begrüßt, in Bulgarien schüttelt man eher zwei oder drei Mal die Hand richtig fest.

 

  1. Niemals gerade Zahlen an Blumen verschenken

Falls Sie vorhaben, Ihren Geschäftspartner oder Ihre Geschäftspartnerin mit einem Blumenstrauß zu überraschen, verschenken Sie unbedingt ungerade Zahlen an Blumen. Gerade Zahlen an Blumen werden nur an einen Verstorbenen oder am Friedhof als Zeichen der Achtung gegenüber der Verstorbenen verschenkt.

 

  1. Nehmen Sie sich in Acht von der bulgarischen Gastfreundschaft

Wie wir in unserem letzten Beitrag Smalltalk unter Geschäftsleuten auf Bulgarisch angemerkt haben, kann die bulgarische Gastfreundschaft während eines Geschäftsessens eine ernste Herausforderung für Sie werden.

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Ihre Gastgeber werden versuchen, Sie von der Qualität bulgarischer Speisen und Getränke zu überzeugen, sodass Sie ruhig erwarten können, dass auf dem Tisch viele Speisen und schmackhafte Hauptgerichte aufgetischt werden. Unbedingt sollten Sie den berühmten bulgarischen Salat (Shopska-Salat), die kalte Joghurtsuppe, Paprikaschotten, Bohnen mit Würstchen, die schmackhaften Fleisch- oder vegetarischen Gerichte wie z. B. eingewickelte Weinblätter, Gebäck aus Teigblättern usw. probieren. Diese Speisen werden meistens zusammen mit Pflaumen- oder Pfirsichschnaps oder mit aromatischem Rot- oder Weißwein in großen Mengen serviert.

Wenn Sie der Verlockung nicht widerstehen können und alles aufessen, was man Ihnen serviert, werden Sie mit Sicherheit keinen Platz mehr für die schmackhaften Süßspeisen haben, die unbedingt nach einer üppigen Mahlzeit angeboten werden. Als Folge könnten Sie mit leichten Überessensymptomen im Krankenhaus landen.

Und da wir von Geschäftsessen sprechen, vergessen Sie nicht, dass wenn Sie etwas als klein bestellen, dann als große Portion oder Dosis bekommen und wenn Sie eine große Bestellung aufgeben, eben eine noch größere Dosis oder Portion bekommen. Das bedeutet, dass wenn Sie in Bulgarien ein kleines alkoholisches Getränk wie Schnaps oder Vodka bestellen, dann bekommen Sie in der Regel 50 ml, was nach dem Verständnis in Westeuropa als groß empfunden wird. Falls Sie einen großen Schnaps oder sonstigen Alkohol bestellen, bekommen Sie in der Regel 100 ml, die üblicherweise in einem Wasserglas serviert werden.

Daher möchten wir Ihnen raten, ein wenig von allen Speisen zu probieren; Wenn Sie sich nicht betrinken möchten, achten Sie darauf, dass Ihr Glas nicht leer wird. Ihr Gastgeber wird Sie genau beobachten und sofort nachschenken wollen. Und natürlich vergessen Sie keinesfalls, noch etwas für den tollen Nachtisch zu lassen, den Sie zum Schluss immer bekommen werden.

 

  1. Der Gastgeber zahlt

Und zum Schluss noch eine wichtige Regel: In Bulgarien ist es üblich, dass der Gastgeber immer zahlt.

Üblicherweise sind im Firmenbudget immer Ausgaben für Geschäftsessen vorgesehen, daher wird dies in Bulgarien oft und gern in Anspruch genommen.

 

Investitionen im kleinen „Moldawien“: Nur im Agrarbereich lohnenswert?

Zwar fällt das Land Moldawien nicht oft im Kontext mit Investitionen und auch sonst wird ihm kaum Aufmerksamkeit geschenkt – bis jetzt, denn der dort vorhandene Nährboden zieht viele Agrar-Investoren an, die dort Zuckerrüben anbauen, wie bspw. das berühmte Unternehmen Südzucker AG. Aber wie sieht es in anderen Bereichen aus? Lohnt es sich in Moldawien zu investieren?

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Wirtschaftliche und politische Probleme

Im letzten Jahr musste Moldawien einiges einstecken: eine wankende Wirtschaft und Politik, die durch einen Bankenbetrugsskandal hervorgerufen wurde. Dadurch fiel der Wert der nationalen Währung deutlich, da um die eine Milliarde Euro von einigen Banken illegal aus dem Land gebracht wurde. Dies stiftet ebenfalls Unruhen in der Bevölkerung, die gegen die Korruption protestiert. Die Gastarbeiter, die meistens aus den GUS-Staaten stammen, haben einen großen Einfluss auf den privaten Konsum des Landes. Zunächst sieht die Bank eine Art Erholung vor.

Stagnation mit zukünftiger Aussicht auf Verbesserung

In diesem Jahr wird das Wirtschaftswachstum wohl weiter stagnieren, da auch der Ukrainekonflikt eine negative Auswirkung auf Moldawiens Wirtschaft hat. Durch die Abwendung von Russland, welches vorher ein wichtiger Wirtschaftspartner war, erhoffte sich die Republik Moldau durch die Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens mit der EU eine Vertiefung der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit, um so wieder aus dem Tief zu gelangen. Dieses Abkommen bewirkte bereits den Anstieg von Direktinvestitionen, die im Jahr 2017 auch wieder zunehmen sollen.

Zusammenarbeit mit Deutschland

Zwar sanken die deutschen Exporte im Jahr 2015 um 13 Prozent, dafür nahmen die deutschen Einfuhren um ca. 12 Prozent zu. Deutsche Firmen führen nämlich überwiegend Kraftwagen, Kfz-Teile, chemische Erzeugnisse, Maschinen und Elektrotechnik aus. Zu beleibten Importgütern aus der Republik Moldau gehören Lebensmittel, Textilien und Rohstoffe.

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Investitionen in Moldau durch namenhafte deutsche Unternehmen

Trotz der zuletzt negativen Entwicklung der moldauischen Wirtschaft investieren viele namenhafte deutsche Unternehmen in das Land. Nicht nur E.ON, der bereits ein großes Stromnetz dort ausgebaut hat, will dieses weiterhin ausbauen, sondern auch Kaufland wittert hier sein Geschäft. Die Einzelhandelskette will bis 2020 sechs Supermärkte auf dem moldauischen Gebiet eröffnen. Der Autozulieferer Dräxlmeier betreibt bereits zwei Werke auf dem Gebiet der Republik und plant die Erbauung eines dritten Werks.

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Wie man gut erkennen kann, hat die kleine Wirtschaftskrise der Republik Moldau keinen Abbruch getan und wird sich in den kommenden Jahren konstant positiv entwickeln. Da sollte einer Investition – unabhängig vom Bereich – nichts im Wege stehen.

Fortbestehende Sanktionen in Russland

 

Die Wirtschaft schrumpft konstant und nun?

Trotz der gegenüber Russland verhängten Sanktionen aufgrund der Krim-Annexion und anderer politischer Ereignisse ist Russland der wichtigste Wirtschaftspartner für Deutschland im Hinblick auf die Ost-Ausschuss-Länder. Vor allem Unternehmen sehen keinen großen Sinn in den verhängten Sanktionen, da diese nichts an der politischen Situation ändern, bei deutsch-russischen Partnern schürt dies Unsicherheit und kratzt am gegenseitigen Vertrauen. Doch die Aufhebung der Sanktionen liegt nicht (nur) in der Hand der Unternehmer und Investoren, sondern auch in denen der EU-Länder und des Ost-Ausschusses. Sie fragen sich, wie diese die derzeitige Situation beurteilen?

Der Ost-Ausschuss bevorzugt beispielsweise einen allmählichen Abbau der Sanktionen, falls der Konflikt in der Ukraine beigelegt wird bzw. ein positiver Verlauf dieses erkennbar ist. Deutschland und viele EU-Länder bestärken diese Position. Aber sind die gegenüber Russland verhängten Sanktionen der einzige Grund für die dortige Wirtschaftskrise? Natürlich nicht. Faktoren, die hierbei ebenfalls eine große Rolle spielen, sind der Ölpreis- und Rubelabsturz sowie eine überwiegend herrschende Monostruktur in der Wirtschaft, aber ebenfalls aufgeschobene Reformen, die schwache Position des Mittelstands und die verheerende Stärke der Staatswirtschaft.

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Was tut der russische Staat, um diesen Problemen entgegenzuwirken?

Positiv anzuerkennen ist, dass Russland erkannt hat, dass eine Diversifizierung in der russischen Wirtschaft gegeben sein muss. Außerdem nehmen Außenstehende wahr, dass sich die wirtschaftlichen und rechtlichen Bedingungen in den letzten Jahren um einiges verbessert haben. Verbesserungen wurden in den folgenden Bereichen erkannt: Investitionsschutz, Steueradministration, Zollabwicklung, technische Regierung.

Welche Position vertreten die deutschen Unternehmer und Investoren hierbei? Sie investieren weiterhin in Russland und wollen viele neue Projekte durchführen, wie z.B. der Bau eines zweiten Strangs der Ostsee-Pipeline. Dies spricht für die Treue der deutschen Investoren und Russlands großes Interesse an der fortbestehenden Partnerschaft mit der EU. Da beide Parteien an einem guten Verhältnis festhalten wollen, wurde seitens des Ost-Ausschusses der Dialog mit Russland gesucht, weshalb im Oktober 2015 eine Deutsch-Russische Unternehmerplattform gegründet wurde. Diese will sich über bestehende Probleme austauschen, aber ebenfalls wirtschaftspolitische Zusammenarbeit wieder auffrischen. Dazu gehören die Strategische Arbeitsgruppe mit Russland und der Petersburger Dialog. Die enge Beziehung zu Russland ist Deutschland vor allem deshalb wichtig, um Konflikten vorzubeugen. Ein wichtiger Punkt ist hierbei ebenfalls der Syrien-Konflikt.

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Was bedeutet dies für die Ukraine? Muss diese Angst vor weiteren Annexionen seitens Russland haben?

Nein! Der EU liegt der Frieden in ganz Europa sehr am Herzen, weshalb diese an den wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland festhält. Sie denken das ist ein Widerspruch an sich? Dies stimmt nicht, da die ukrainische Wirtschaft stark abhängig von der russischen Wirtschaft ist. Daraus ist der Entschluss zu ziehen, dass die Ukraine im wirtschaftlichen Bereich nur erfolgreich sein kann, wenn dies auch Russland ist – so paradox es klingt… Aus diesem Grund setzt sich die EU für eine Aussprache zwischen der Ukraine und Russland ein, damit die wirtschaftlichen Nachteile für beide Länder endlich ein Ende finden. Hierbei wird an das Friedensabkommen von Minsk erinnert, welches auf einen gemeinsamen wirtschaftlichen und humanitären Raum von Lissabon bis Wladiwostok abzielt. Auf dieses wurde daneben auf dem east forum Berlin im April 2016 hingewiesen.

Wollen wir hoffen, dass ein friedlicher Kompromiss zwischen Russland und der Ukraine gefunden wird und die ganzen Friedensabkommen nicht einfach nur bedeutungslose Abkommen für Russland sind! Wenn Russland hier zu viel Freiraum bekommt, wird es auch nicht davor zurückschrecken auf dieselbe Weise in andere osteuropäische Länder vorzudringen. Beunruhigend ist hierbei auch die Aufstockung der Armee in den baltischen Ländern und Polen, welches beim NATO-Treffen in Warschau festgelegt wurde, um diesen die Sicherheit vor Russland zu gewähren…