Georgische Parlamentswahlen 2016 – Ein Fort- oder doch ein Rückschritt?

Anfang Oktober fanden die Parlamentswahlen in Georgien statt, wo die Partei „Georgischer Traum“ wieder die Mehrheit der Stimmen erhielt. Dieses Mal war es jedoch laut Umfragen knapp. Ist es ein Zeichen dafür, dass sich die georgischen Wähler langsam gegen die demokratisch eingestellte Partei wenden und sich auf die Seite prorussischer Parteien stellen?

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Knappe Mehrheit

Bis zuletzt war die Wahl ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem „Georgischen Traum“ und der „Vereinten Nationalen Bewegung“. Dies wurde jedenfalls laut den Umfragen prophezeit. In Wahrheit war die demokratische Partei der oppositionellen Partei aber deutlich überlegen. Sie gewann nämlich mit knapp 49 % der Stimmen. Die Opposition konnte es nur auf 26 % bringen.

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In Georgien wird nach folgendem Prinzip abgestimmt: 77 Parlamentsabgeordnete werden nach dem Verhältniswahlrecht, 73 Abgeordnete werden hingegen direkt in Einpersonenwahlkreisen gewählt, was typisch für ehemalige SU-Staaten ist.

Angespannte Stimmung

Der seit vielen Jahren bestehende Konflikt zwischen Russland und Georgien wegen der Autonomen Republik Abchasien, die von Russland beeinflusst wird, trägt zur angespannten Stimmung in der Bevölkerung und Politik bei. Georgien wünscht sich eine erneute Eingliederung Abchasiens in ihr Territorium, doch dies gestaltet sich durch Russland umso problematischer. Zusätzlich trägt die Ausrichtung Georgiens in Richtung Westen zur negativen Stimmung bei, da Russland nicht viel davon hält. Dadurch kam es zu mehreren Anfeindungen gegenüber den Kandidaten. Auch Wahllokale und ihre Sicherheitskräfte blieben nicht verschont – sie wurden mit Steinen beworfen. Dies geschah aber nicht grundlos. Die georgische Bevölkerung ist von den Politikern enttäuscht, die mehr Jobs versprachen, dabei hat sich seit der letzten Wahl kaum was getan… Dazu trägt außerdem die Instabilität der Parteien bei.

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Die dritte Partei im Bunde – Allianz der Patrioten Georgiens (PAG)

Auch die „Allianz der Patrioten Georgiens“ durfte in das Parlament ziehen, was ein kompletter Schock für den georgischen Staat war, da diese Partei sehr konservativ und nationalistisch eingestellt ist. Durch eine Art Propaganda hat sie sich einen Platz im Parlament erschlichen, da sie seit 6 Jahren täglich auf einem Sender zusehen. Die Parteiführer wenden sich mit speziellen Botschaften an die Regierung, um diese zu beeinflussen und auf ihre Seite zu ziehen.

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An sich sollte die Wahl der Partei „Georgischer Traum“ positiv beäugt werden, da sie westlich eingestellt ist und die europäischen Werte vertritt. Trotzdem ist es erschreckend zu beobachten, dass zur selben Zeit die PAG ins Parlament zieht, welche die genau gegenteiligen Werte vertritt. Es kann ein Schrei nach Veränderung sein, da die georgische Bevölkerung mit der derzeitigen politischen und wirtschaftlichen Lage sehr unzufrieden ist. Ihr Einzug ins Parlament könnte aber auch auf die leichte Schulter genommen werden, da sie immerhin nicht die Mehrheit der Stimmen erlangt hat.

Man kann sich sicher sein, dass sich Georgien zurzeit auf dem Weg zum richtigen Demokratiestaat befindet. Ob der Staat auch auf diesem bleiben wird, wird die Zukunft zeigen…

Ein Deutscher im bulgarischen Pirdop

Der Geschäftsführer von Aurubis Bulgarien Tim Kurth im Gespräch mit der bulgarischen Zeitschrift „Capital“

Von Iglika Philipova
Übersetzung: Ludmilla Eimer

Mit der freundlichen Genehmigung von „Capital“.

  1. November 2016

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Profil

Tim Kurth ist seit Juli 2014 Geschäftsführer von Aurubis Bulgarien. Er ist in Bremen geboren und hat Logistik an der Fachhochschule in Friedberg studiert. Seine Karriere begann bei der Firma Unilever, wo er von 1990 bis 2001 tätig war. 2004 nahm er seine Tätigkeit als Leiter der Logistik der Marken Milupa und Pullmol bei Numico auf und konzentrierte sich hier hauptsächlich auf die Planung und den Rohstofferwerb für die Firmentätigkeit. Von 2004 bis 2006 lebte und arbeitete er in Opole, Polen, wo er als Direktor der Lieferkette tätig war. Seine Karriere bei der Norddeutschen Affinerie (die ehemalige Bezeichnung von Aurubis) begann 2006. Bis Ende 2014 ist er bis zum Vizepräsident der kooperativen Logistik aufgestiegen. Im Zeitraum vom 2009 bis zum 2013 war er zusätzlich Manager der Innovationsabteilung im Konzern. Er nahm an der Umsetzung einer Reihe von Projekten der Gruppe teil, einschließlich in Bulgarien.

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Über die Firma

Aurubis Bulgarien ist ein Teil der deutschen Gruppe Aurubis, die der führende Kupferkonzern weltweit ist. Die Firma erwarb 2008 von der belgischen Firma Umicore noch unter dem alten Namen Norddeutsche Affinerie das Werk in Pirdop. Aurubis Bulgarien ist mit einem Ertrag von 4,3 Mrd. BGN für 2015 die zweitgrößte Firma im Inland. Die Firma beschäftigt 850 Mitarbeiter. Die Aurubis-Gruppe hat Werke in Europa und in den USA, die jährlich 1 Million Tonne Kupferkathoden (Kupfer mit sehr hoher Reinheit) sowie verschiedene Kupferprodukte wie Draht, Bänder, Stäbe u. a. herstellen. Die Firma stellt ebenfalls Edelmetale und viele weitere Produkte wie Schwefelsäure und Eisensilikat her. Die Gesamtgruppe beschäftigt insgesamt etwa 6300 Mitarbeiter. Kunden von Aurubis sind Firmen aus dem Bereich der Kupfergewinnung, der Elektronik, des Elektroingenieruwesens und der chemischen Industrie sowie auch Lieferanten für den Bau und den Fahrzeugbau.

 

Sie haben früher in Polen gearbeitet. Können Sie beide Länder vergleichen? Ist dort einfach, Geschäftsführer zu sein? Oder in Westeuropa?

Nein, ich würde nicht sagen, dass es einfacher ist. Zunächst einmal habe ich in Polen vor etwa zehn Jahren gearbeitet, bevor ich zu Aurubis kam. Seitdem hat sich allerdings einiges geändert. Außerdem war ich dort auch für ein internationales Unternehmen bzw. für ein niederländisches Unternehmen tätig und der Geschäfts- und der Führungsstil sind mehr oder weniger gleich in solchen Unternehmen.

Was war für Sie am schwierigsten, als Sie vor Jahren nach Bulgarien gekommen sind? Was hat Sie am meistens überrascht?

Ich war nicht überrascht, weil ich vorbereitet war. Fünf Jahre davor war ich regelmäßig auf Geschäftsreisen hier. Das aber, was sich für mich als eine echte Herausforderung erwies und bis heute eine solche geblieben ist, ist die bulgarische Sprache. Ich komme gerade von einem Sprachkurs zurück, den ich jede Woche besuche. Allerdings habe ich immer noch Schwierigkeiten, da ich zu Hause nicht einmal Russisch in der Schule hatte. Das Alphabet ist für mich auch ganz neu. Ich bin aber fest entschlossen, diese Sprache zu lernen.

Brauchen Sie denn Bulgarisch? Können Sie mit Englisch in Bulgarien nicht zurechtkommen?

Natürlich kommt man in Bulgarien auch ohne bulgarische Kenntnisse zurecht. Man kann in Deutschland auch ohne Deutsch zurechtkommen. Ich bin aber der Meinung, dass dies ein Zeichen von Achtung dem Land gegenüber ist, in dem ich arbeite, und zweitens ist mit der Beherrschung der Sprache alles viel einfacher. Es gibt bestimmte Gruppen, mit denen mal viel einfacher kommunizieren kann, wenn man die Sprache spricht, zum Beispiel mit der Gewerkschaft, mit den Bürgermeistern sowie auch mit einigen Firmenmitarbeitern. Daher bin ich der Meinung, dass der Nutzen sehr groß ist, wenn man die Sprache spricht.

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Hat Sie in Bulgarien etwas Anderes außer der Sprache gestört, wie z. B. Umfeld, Reglungen, Gesetze?

Sie sind einfach anders. Das, was mich verwundert, ist, dass die Menschen hier alles zusammen wegwerfen. Wahrscheinlich wissen Sie, dass wir in Deutschland Weltmeister in Abfalltrennung sind. Hier wird alles in einem Müllcontainer geworfen – Papier, Kunststoff, Metall. Das ist etwas, was mir tatsächlich nicht gefällt. Zum Glück haben wir hier im Büro und im Werk drei einzelne Container.

Was war Ihre schwierigste Entscheidung als Geschäftsführer?

Ich kann Ihnen nicht speziell eine Entscheidung nennen. Grundsätzlich ist es aber schwierig, wenn ein Kollege oder ein Mitarbeiter gegen unsere Werte arbeitet. Sie wissen, dass wir bestimmte Werte haben und versuchen, sie anzuwenden, sie einheitlich zu denken und zu befolgen. Aber es ist immer schade, wenn jemand aus dem Team dagegen steuert.

Was unternehmen Sie in solchen Fällen?

Es hängt davon ab, über welchen Wert wir sprechen und welchen Verstoß es gab. Falls es ein grober Verstoß war, dann müssen wir uns mit Sicherheit von dieser Person trennen. Das ist wirklich immer sehr schade, da wir sehr viel in unser Personal investieren. Wie bilden diese nicht nur in Bezug auf die Arbeit aus, sondern vermitteln ihnen auch soziale Fähigkeiten. Der Mitarbeiter investiert seinerseits seine Zeit in unseren Betrieb. Deshalb ist es immer sehr schade, wenn wir uns von jemanden trennen müssen. Das ist natürlich bei uns schon vorgekommen. Wir sind ein großer Betrieb und statistisch ist dies etwas ganz Normales.

Welcher Geschäftsführertyp sind Sie? Jemand, der die Zuständigkeiten teilt oder jemand, der alles unter Kontrolle halten möchte?

Es gibt nicht nur eine definitive Antwort auf diese Frage. Ich gebe Ihnen einige Beispiele, damit Sie verstehen, warum man auf unterschiedliche Menschen und Situationen anders reagieren muss. Zum Beispiel trage ich keine Krawatte, wenn ich im Werk bin. Aber wenn ich in der Oper bin, trage ich keine kurze Hose. Das bezieht sich auch auf den Führungsstil. Manchmal ist es erforderlich, von oben nach unten zu handeln. Wenn Ihr Haus brennt, informieren Sie sich nicht, wie sie den Brand löschen können, sondern rufen Sie die Feuerwehr an. Es gibt manche Situationen, in denen es erforderlich ist, sofort zu handeln. Ein anderes Mal steht uns mehr Zeit zur Verfügung. Dann ist es auf jeden Fall sinnvoll, das ganze Team miteinzubinden. Es hängt vom Menschen ab. Wenn er vor Kurzem in die Firma gekommen ist, dann benötigt er mehr Unterstützung. Wenn er Erfahrung hat, dann weiß er genau, was zu tun ist und man kann ihn selbständig handeln lassen.

Würden Sie sagen, dass es für alle Bulgaren etwas Gemeinsames gibt – etwas, was sie prägt und was Sie als merkwürdig oder seltsam empfinden?

Ja, sie haben etwas Gemeinsames. Ich möchte noch einmal an dieser Stelle betonen, dass es von Bedeutung ist, ob es sich um ein internationales Unternehmen handelt oder nicht. Aurubis ist seit acht Jahren hier, davor war das Unternehmen im Eigentum einer belgischen Firma (Umicore). Unsere Mitarbeiter haben lange in einem internationalen Unternehmen gearbeitet. Daher kann man nicht sagen, dass sie typisch bulgarische Mitarbeiter sind. Sie sind von verschiedenen Ländern und Führungsstile beeinflusst worden. Das, was mir sehr gefällt und sich stark von den Mitarbeitern in Westeuropa unterscheidet, ist der Enthusiasmus und die Motivation der Bulgaren sowie ihre Flexibilität und die Bemühung, noch mehr von sich zu geben. Die bulgarischen Mitarbeiter identifizieren sich viel stärker mit dem Unternehmen, als ich dies im Westen gesehen habe. Dort wird sehr deutlich zwischen Arbeit und Privatleben unterschieden. Hier gibt es eine wunderschöne Kombination von beiden. Zum Beispiel möchten unsere Mitarbeiter zusammen sein und den Freitagabend oder sogar den Samstag zusammenverbringen, wenn wir Seminare oder Veranstaltungen organisieren. Sie möchten auch ihre Freizeit zusammenverbringen.  Das findet man selten in Westeuropa. Etwas Anderes, was mir aufgefallen ist, dass Kollegen sehr oft mit ihren Familien etwas zusammen unternehmen. Im Westen werden Freunde und Familien vom Arbeitskreis ausgeschlossen. Diese Beziehungen helfen manchmal sehr. Es stimmt, dass man mehr Zeit investiert. Andererseits weiß man, dass man sich gegenseitig aufeinander verlassen kann.

Wem wird der Erfolg Ihres Unternehmens zugeschrieben?

Das hängt mit Sicherheit an erster Stelle vom Team ab. Der Erfolgt hängt von den Mitarbeitern ab. Außerdem schreitet unsere technologische Entwicklung weiter voran, was uns einen Wettbewerbsvorteil verschafft, wie z. B. bei der Verarbeitung von manchen Rohstoffen. Sehr wichtig ist außerdem die Tatsache, dass wir auf die Umwelt achten und noch bessere Ergebnisse als von den Gesetzen vorgegeben anstreben. Daher werden wir in unserer Arbeitsregion sehr gut aufgenommen. Die Behörden und die Menschen akzeptieren uns als Partner und gute Nachbarn. Und nicht zuletzt zu erwähnen ist die Tatsache, dass wir ein stabiles Geschäftsmodel haben. Wir erlauben uns nie Risikogeschäfte und verlassen uns auf ernsthafte Geschäftspartner. Wir sind ebenfalls zuverlässige Geschäftspartner für unsere Lieferanten und Kunden sowie auch für unsere Subunternehmer und Dritte, mit denen wir zusammenarbeiten.

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„Das, was mir sehr gefällt und sich stark von den Mitarbeitern in Westeuropa unterscheidet, ist der Enthusiasmus und die Motivation der Bulgaren sowie ihre Flexibilität und die Bemühung, noch mehr von sich zu geben.“

Rasanter Aufstieg der polnischen Kosmetikindustrie

Polnische Kosmetikmarken sind bereits seit mehreren Jahren erfolgreich, doch dieser Erfolg nimmt immer mehr zu und das sogar weltweit. Sie bieten nicht nur hochwertige Kosmetika an, sondern bieten den Kunden auch Neuheiten an, die sie bei anderen Kosmetikanbietern nicht erhalten können. Was die polnischen Kosmetika außerdem von den restlichen Kosmetikanbietern abhebt und wie sie zum Durchbruch gekommen sind, erfahren Sie in unserem Artikel.

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Anstieg polnischer Kosmetikunternehmen auf dem weltweiten Markt

Die Zahl der polnischen Kosmetikunternehmen nimmt in den letzten Jahren immer stärker zu, da sie ihre Kunden mit Neuheiten, angemessenen Preisen und qualitativen Artikeln überzeugen. Eine Rolle spielt hierbei jedoch auch die ins Auge fallende Verpackung sowie die ansprechende Vermarktung der Kosmetikartikel. Dadurch sind polnische Kosmetiklinien weltweit erfolgreich und machen sich im rasanten Tempo einen Namen. Auf einige dieser Unternehmen werden wir im Anschluss eingehen.

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Um die 19.000 Menschen sind in der Kosmetikbranche tätig, dazu gehören Wissenschaftler sowie gut ausgebildete Mitarbeiter. Zurzeit belegt der polnische Exportmarkt von Kosmetika und Körperpflegeprodukten den sechsten Platz in Europa und die Chance einen höheren Platz einzunehmen stehen sehr gut. Das liegt ebenfalls an den guten Ausbildungsmöglichkeiten im kosmetischen Bereich. Polen gehört zu den wenigen Ländern, die ein Kosmetologie-Studium anbieten. Außerdem war der EU-Beitritt Polens hierfür ein wichtiger Schritt, da die Produzenten dadurch einen besseren Zutritt zu den europäischen Märkten erlangt haben, Rechtsvorschriften für alle EU-Unternehmen normiert wurden und es eine Verständigung über ein gemeinschaftliche Notifizierung gibt.

Die 3 bekanntesten Kosmetiklinien: Eveline Cosmetics, Dr. Irena Eris und INGLOT

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Eveline Cosmetics

Bereits seit dem Jahr 1983 existiert die Kosmetikmarke Eveline Cosmetics, die ihre Kosmetika in über 70 Ländern verkauft. Dazu gehören einige Länder in Mitteleuropa sowie in den Vereinigten Staaten oder in Taiwan. Über 80 % der Produkte werden exportiert. Zum Verkaufsschlager gehört die Bodylotion mit Goldblättchen oder Diamant-Partikeln. Durch ihre regelmäßigen und strikten Qualitätsüberprüfungen während des Produktions-, Vertriebs- und Verkaufsprozesses wurde die Marke mit verschiedenen internationalen Preisen geehrt, u.a. durch den Prix de Beaute vom Magazin Cosmopolitan.

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Dr. Irena Eris

Die Kosmetikmarke Dr. Irena Eris konzentriert sich nicht nur auf die Produktion von Kosmetikartikeln, sondern betreibt ebenfalls Hotels und Schönheitsinstitute. Dafür investiert sie fast ihre gesamte Kraft in den polnischen Markt. Sie hat aber bereits erste Schritte unternommen, um sich auf ausländischen Märkten ebenfalls einen Namen zu machen und zwar in 28 Ländern, u.a. in Großbritannien und in den USA. Eine besondere Auszeichnung erhielt sie von der bekannten französischen Organisation Comite Colbert für „internationale Ambitionen, hochwertige Produkte, Innovation und ethisches Handeln“.

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INGLOT

Im Jahr 1983 begann die Erfolgsgeschichte von INGLOT in der polnischen Stadt Przemyśl. Heute ist das Unternehmen der Leader in der Produktion von Farbkosmetika auf der ganzen Welt. Am Angesagtesten ist das so genannte Freedom System, dank welchem man seine Lieblingslidschatten, seinen Lieblingspuder, seine Lieblingswangen-Rouges oder Lieblingslippenstifte miteinander kombinieren kann. Seit 2006 ist die Kosmetikmarke auf dem internationalen Markt aktiv und besitzt etwa 400 Kosmetiksalons in über 50 Ländern. Diese befinden sich u.a. an berühmten Ecken, wie z.B. in der 48. Straße in New York oder am Caesars Palace in Las Vegas. Darüber hinaus ist INGLOT bei der FashionWeek in verschiedenen Metropolen sowie bei anderen Mode-Veranstaltungen tätig. Fast 100 % der Kosmetikartikel werden in Polen hergestellt.

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Falls Sie noch nichts von einer der Kosmetikmarken gehört haben, sollten Sie aufmerksamer auf die Kosmetikmarken in Zeitschriften achten, dann werden Sie sicherlich auf eine dieser Marken stoßen. INGLOT besitzt bereits einige Kosmetiksalons in Deutschland, wie z.B. in Düsseldorf. Eine Überlegung wäre es sicherlich wert in die polnische Kosmetikbranche einzusteigen, die einen nahezu 100 % Erfolgsfaktor verspricht.

Medizintourismus in Osteuropa: Ein nicht zu stoppender Boom

Sind Sie mit Ihrem Körper oder Gesicht unzufrieden? Oder haben Sie einen unerfüllten Kinderwunsch? In diesem Fall sollten Sie sich an eine osteuropäische Klinik in Polen oder Tschechien wenden. Diese sind nämlich zurzeit so beliebt wie noch nie und das liegt nicht nur an dem Kostenersparnis. Erfahren Sie in unserem Artikel, warum dieses Geschäft so lukrativ für beide Seiten ist.

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Gründe, die für eine Eingriffsdurchführung in Polen sprechen

Jeder Mensch findet Makel an seinem Körper oder Gesicht, da niemand perfekt ist. Einige Menschen sind mit ihrem Äußeren jedoch so unzufrieden, dass sie über einen möglichen Eingriff an ihrem Körper nachdenken oder dazu sogar fest entschlossen sind. Mit günstigen Eingriffen werben viele osteuropäische Länder, dazu gehört auch Polen. Die Kliniken überbieten sich gegenseitig, um umso mehr Kunden anzuziehen. Doch woher will man nun wissen, welcher Klinik man vertrauen kann und, welche glaubwürdig ist? Falls man wirklich einen Eingriff in Polen in Betracht zieht, sollte man vor allem die Bewertungen durchlesen, sich über die Sprachkenntnisse des Fachpersonals informieren und mit dem jeweiligen Arzt in Verbindung treten. Wichtig ist vor allem das gegenseitige Verständnis. Aus diesem Grund sollten Sie sich im besten Fall an einen Dolmetscher wenden, der zwischen Ihnen und dem Arzt vermitteln kann, damit ja keine Missverständnisse entstehen.

… oder in Tschechien

Auch Tschechien steht Polen im Bereich des Medizintourismus in nichts nach. Tschechische Kliniken versprechen ebenfalls niedrige Preise sowie einen tollen Service und perfekte Sprachkenntnisse in Englisch, Deutsch und Russisch. Die meisten Touristen kommen aus Deutschland, Großbritannien, Skandinavien, Russland und Italien.

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Kurorte wie Karlovy Vary, über welchen wir bereits in der Vergangenheit berichtet haben, Marianske Lazne oder die Hauptstadt Prag dienen den meisten Touristen als komfortable und günstige Unterkunft, während ihres medizinischen Eingriffs – ob Zahnersatz, Schönheitseingriff oder künstliche Befruchtung. Hier dürfen nämlich Eizellen gespendet werden, was in Deutschland verboten ist und deshalb umso mehr Deutsche anzieht, die vergeblich versuchen Eltern zu werden.

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Langanhaltender Erfolg

Den Erfolg der medizinischen Eingriffe in Osteuropa belegen auch die steigenden Zahlen der Eingriffsdurchführung sowie der Bereitschaft zur Eingriffsdurchführung in Osteuropa. Auch deutsche Portale haben das lohnenswerte Geschäft entdeckt, weshalb sie auf verschiedenen Portalen zum Thema „Medizinische Eingriffe“ bewusst für osteuropäische Kliniken werben. Immer weniger Westeuropäer sind dazu bereit einen viel höheren Preis in Deutschland für eine medizinische Operation zu zahlen, die sie zu einem viel günstigeren Preis im Ausland erwerben können. Außerdem lernen sie dadurch noch ein anderes Land kennen.

Wenn Sie also an einem medizinischen Eingriff in einem osteuropäischen Land interessiert sind, können Sie sich auf verschiedenen medizinischen Portalen über diesen informieren. Beachten Sie, dass Sie keine Kommunikationsprobleme mit Ihrem Arzt haben. Falls dies doch der Fall sein sollte, bemühen Sie sich um einen Dolmetscher. Hierbei können wir Ihnen behilflich sein. Ansonsten wünschen wir Ihnen einen angenehmen Aufenthalt in Osteuropa und eine zufriedenstellende Operation.

Bier – das beliebteste Alkoholgetränk in Polen

Wer hätte das gedacht? Polen trinken am liebsten Bier! Den Stereotypen nach müsste das ja Wodka sein, dem ist aber nicht so. Woran liegt das und woher kommen die Stereotypen?

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Das Stereotyp, dass Polen Wodka lieben, hält sich schon seit einer geraumen Zeit aufrecht, um genau zu sein seit dem 18. Jahrhundert, welches von der polnischen „Szlachta“, dem polnischen Landadel, stark beeinflusst wurde. Dessen Redensart war folgende: Iss, trink und lockere deinen Gürtel! (Jedz, pij i popuszczaj pasa!) Essen und Trinken spielen in Polen immer noch eine große Rolle, aber das Stereotyp des „saufenden“ und „fressenden“ Polen entspricht bei weitem nicht der heutigen Wahrheit. In ganz Europa ist Wodka das populärste Getränk aus Polen, welches für seine Qualität und verschiedene Wodkasorten bekannt ist. Vor allem aus diesem Grund wird Wodka sofort mit Polen assoziiert. Wer kennt den polnischen Wodka mit dem Grashalm nicht? Jeder hat schon einmal von Grasovka oder Żubrówka gehört oder hat diese Wodkasorten sogar probiert, weil sie in deutschen Supermärkten ebenso erhältlich sind. In Polen wird mit 47 % jedoch Bier am meisten verkauft, Wodka liegt mit 30,7 % deutlich dahinter. Vor allem die jüngere/jetzige Generation bevorzugt Bier und genießt dieses gerne Zuhause oder in Gesellschaft von Freunden.

Bier-Fakten

Polen ist sogar der drittgrößte Bierhersteller in Europa. Vor Polen liegen nur Deutschland und Großbritannien. Über 100 verschiedene Brauereien befinden sich in Polen, wie z.B. Okocim, Żywiec, Tyskie oder Lech, die sie ebenso hier in Deutschland erwerben können. Über 1.000 verschiedene Biere werden in Polen produziert und die Zahl steigt kontinuierlich an. Ein neuer Trend bezüglich des Craft Beers ist ebenso deutlich zu erkennen. Immer mehr Polen suchen nämlich Pubs, sogenannte „Multitaps“ (Pubs, die nur Craft Beer aus Fässern anbieten) auf, um dort ein anderes Biererlebnis zu erleben. Die Popularität von Bierfestivals ist ebenso angestiegen und Craft Beer wird sogar schon in Discountern verkauft. Doch was hält der polnische Bierexperte Michał „Docent“ Maranda von dem Biertrend in Polen und wie fasst er diesen auf? Ist er bemerkbar?

Interview mit dem Bierexperten Michał „Docent“ Maranda

Der polnische Bierexperte Michał „Docent“ Maranda hat seinen eigenen Bierblog und ist auf Facebook sehr aktiv. Außerdem besucht er gerne „Multitaps“ entweder bei Bierpremieren oder um einfach sein Bier zu genießen. Er weiß alles über den polnischen Biermarkt!

Guten Tag Herr Maranda. Da Sie sich auf dem polnischen Biermarkt, vor allem im Bereich Craft Beer, sehr gut auskennen, wollte ich Ihnen einige Fragen dazu stellen. Beginnen wir mit der Stereotypen-Frage. Warum denken Sie, dass Polen viel mehr Bier trinken als Wodka?

„Docent“: Nach dem Jahr 1989 begann ein Wandel im Alkoholkonsum, da Wodka an Bedeutung verlor und Bier immer bekannter wurde. Der derzeitige Bierkonsum beläuft sich auf fast 100 Liter Bier pro Kopf, d.h. dass Polen im Bierkonsum in Europa oder sogar auf der Welt ganz weit vorne liegt. Im Gegensatz dazu beläuft sich der Wodkakonsum im Jahr lediglich auf ca. 3 Liter pro Kopf. Hier spielt sicherlich die Veränderung der Gewohnheiten der Konsumenten eine große Rolle: Bier wird als „dankbarerer“ Alkohol bei Treffen angesehen als hochprozentiger Alkohol, der die Menschen schnell besoffen macht.

Woher kommt der Bier-Trend denn genau?

„Docent“: Hier gibt es einige Punkte. Erstens kehren die Polen zurück zu ihrer Quelle. Das Bier ist den Slawen nämlich seit der Zeit der Stammeinheit bekannt. Wodka wurde erst seit der polnischen Staatskrise im 17. Jahrhundert bekannt. Dieser Bekanntheitsgrad hielt bis zum Ende der Volksrepublik Polen an. Nach der Systemänderung wurde das Bier wieder populärer, seine Qualität und der Zugang haben sich verbessert. Zweitens hat die Werbung auch eine große Rolle gespielt. Gegen Ende der 90er Jahre wurden polnischen Brauereien durch internationale Bierkonzerne aufgekauft. Diese investierten viel in Werbungen. Für andere Alkoholgetränke durfte zu der Zeit nicht geworben werden. Seit dem Jahr 2011 beobachten wir das Ereignis namens „Bierrevolution“. Andere Bieralternativen sind seitdem entstanden, die sich von den Standardbieren durch ihren Geschmack abheben.

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Welche Biermarken sind in Polen demnach am bekanntesten?

„Docent“: Um die 80 % des Biermarktes stellen drei internationale Konzerne dar: SAB Miller (Brauereikompanie), Heineken (Gruppe Żywiec) sowie Carlsberg Polska. Die bekanntesten Marken gehören zu diesen Konzernen, aber bei Bierliebhabern und –kennern finden diese Marken keinen großen Anklang. Das sind gebraute Biere im Stil international pale lager, die auf der ganzen Welt genauso schmecken sollten.

Bemerken Sie den Craft Beer-Trend auch bei Polen, die sich vorher nur für Standardbier interessiert haben?

„Docent“: Richtiges Craft Beer macht auf dem polnischen Biermarkt lediglich 1 % aus. Man könnte sagen, dass dies lächerlich ist, trotzdem findet Craft Beer einen weiten medialen Anklang. Insgesamt machen Craft Beer und Biere aus kleinen oder mittleren Brauereien um die 10% des Biermarktes aus und dies sollte nicht missachtet werden. Die Polen sind von dem Bier, welches immer gleich schmeckt, und der Verpackung gelangweilt. Sie sind auf der Suche nach neuen, interessanten Geschmäckern. Nicht ohne Grund kommt die Lust auf zu Produkten, die auf traditionelle Weise hergestellt werden, zurückzukehren. Aus diesem Grund fügt sich Craft Beer gut in diesen Trend ein.

Woher kommt das ganze Interesse?

„Docent“: Craft Beer stellt eine ganze Kultur dar. Die Kultur machen vor allem Treffen mit Brauern, Lokaleigentümern, Geschäftseigentümern, die gutes Bier anbieten, Bierliebhabern, die Craft Beer gerne auf ihren Blogs im Internet beschreiben, aus. Kurz gesagt: Die Menschen prägen das Craft Beer.

Denken Sie, dass sich das Stereotyp nach einiger Zeit verändert, dass Polen nur Wodka trinken oder werden Polen in Zukunft immer noch mit dem Wodkatrinken in Verbindung gebracht?

„Docent“: Der Bekanntheitsgrad des Wodkas ist in Polen radikal zurückgegangen, zurzeit machen 60% des Alkoholmarktes Bier aus. Stereotypen werden beim Aufeinandertreffen abgebaut. Wir laden daher jeden dazu ein uns in einer der Großstädte in Polen zu besuchen, wo sich viele Lokale befinden, die Craft Beer aus polnischen Brauereien in Fässern anbieten. Wir sehen uns hoffentlich bei einem guten Glas Bier in Polen! (Craft Beer wird nur aus einem Glas getrunken.)

Vielen Dank für das Interview. Wir werden auf Ihr Angebot sicherlich zurückkommen. 🙂

10 Lektionen, die zum erfolgreichen Geschäftsabschluss mit Ihren polnischen Partnern führen

Sie haben bereits mit einem polnischen Unternehmen Kontakt aufgenommen und stehen kurz vor dem ersten Treffen oder kooperieren schon seit längerer Zeit mit Polen oder eine Ihrer Niederlassungen befindet sich in Polen? Sie sind sich sicher, dass sich die Polen von ihrer Kultur her kaum von den Deutschen unterscheiden und, dass Sie ohne Probleme ein Geschäft abwickeln werden, da Sie ja bereits einige Male mit Ihren polnischen Partnern telefoniert haben. Aber es gibt einige Unterschiede, die Sie beachten müssen, damit Ihr Erfolgsgeschäft verwirklicht wird und nicht wie eine Seifenblase zerplatzt.

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Lektion Nr. 1: Frauen werden immer als erste begrüßt!

In Polen spielt bei der Begrüßung die Hierarchie der Mitarbeiter erst nach den Frauen eine Rolle, d.h. Frauen werden zuerst begrüßt, danach folgen Vorstand usw. Auch andere nette Gesten gegenüber Frauen werden gerne gesehen und als selbstverständlich angesehen (, obwohl der Trend immer rückläufiger ist.) Beim Essen sollten Sie der Frau, die neben Ihnen sitzt bspw. den Stuhl hervorziehen, damit diese sich setzen kann. Wenn Sie eine Lokalität verlassen, sollten Sie der Frau in den Mantel helfen. Ein Handkuss ist in Polen bis heute keine Seltenheit. Frauen werden von Ihren Mitarbeitern auch öfter mit Blumen beschenkt, wie z.B. am Weltfrauentag. Aber aufgepasst: Nur weil den Frauen besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird, heißt es nicht, dass diese nicht emanzipiert sind. Im Gegenteil: Sie bekleiden oft hohe Positionen und ziehen sich körperbetont an.

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Lektion Nr. 2: Beachten Sie den Titel Ihres Geschäftspartners bei der Anrede!

Wenn Ihr Geschäftspartner einen bestimmten Titel besitzt, sollten Sie diesen bei der Anrede beachten. Er wird nämlich nur mit seiner Funktion bzw. seinem Titel angesprochen, der Nachname fällt hierbei weg. Ein Beispiel hierfür ist Herr Vorgesetzter – Panie kierowniku oder Herr Geschäftsführer – Panie prezesie.

Wenn Sie Ihren Geschäftspartner schon ein wenig besser kennengelernt haben und eine bestimmte Vertrauensbasis zwischen Ihnen besteht, können Sie zur persönlicheren Anrede übergehen, d.h. Herr/Frau plus Vorname, bspw. Pani Mario oder Panie Marcinie.

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Das Duzen ist in geschäftlichen Beziehungen eher unüblich, da man hier dieselbe Position bekleiden muss. Ansonsten kann es hierbei zu Missverständnissen kommen. Das Duzen ist nur im Freundeskreis üblich.

Lektion Nr. 3: Lernen Sie die wichtigsten polnischen Wörter!

Es ist klar, dass Polnisch keine Weltsprache ist, aber wenn Sie eine gute Beziehung zu Ihren polnischen Geschäftspartnern aufbauen wollen, sollten Sie Wörter wie Dzień dobry (Guten Tag, Guten Morgen), Do widzenia (Auf Wiedersehen, Tschüss), dziękuje (Danke) und prosze (Bitte) lernen. Damit können Sie Ihrem Geschäftspartner imponieren und er wird Sie dafür respektieren, dass Sie wenigstens versuchen die polnischen Wörter auszusprechen, obwohl er weiß, dass dies den meisten Ausländern sehr schwer fällt.

Lektion 4: Nehmen Sie eine Einladung zum Essen immer an!

Bei Polen steht die Gastfreundschaft ganz oben, egal ob es sich um Freunde oder Geschäftspartner handelt. Wenn Sie also eine Einladung zum Essen von Ihrem Geschäftspartner erhalten (und diese werden Sie sicherlich erhalten), sollten Sie diese auf alle Fälle annehmen, da dies sehr bedeutend ist und dadurch eine Schätzung der Partner zum Ausdruck kommt. Wenn Sie diese ablehnen sollten, könnten die Geschäftspartner das falsch auffassen und es dadurch zu Komplikationen bei den Geschäften kommen.

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Wenn Sie die Einladung annehmen, sollten Sie die polnischen Köstlichkeiten, die für Sie zubereitet wurden, probieren. Eine Ablehnung gilt als unhöflich. Sie sollten sich auch nicht wundern, dass der ganze Tisch voller verschiedener Speisen ist. Dies ist üblich für Polen. Egal ob es sich um eine Feierlichkeit, einen Feiertag, Geburtstag oder eine simple Einladung handelt, Polen tischen immer sehr viel auf, damit die Gäste ja nicht hungrig nach Hause gehen.

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Lektion Nr. 5: Lehnen Sie keinen Wodka beim Geschäftsessen ab!

Der Vorstand des polnischen Unternehmens möchte mit Ihnen beim Geschäftsessen mit einem Wodka anstoßen, um die gute Geschäftsbeziehung zu besiegeln. Sie wollen aber das Glas Wodka ablehnen. Das ist keine gute Idee! Ein Glas Wodka sollten Sie wenigstens zum Anstoßen annehmen, ansonsten fühlt sich der Gastgeber vor den Kopf gestoßen. Danach sollten Sie sich aber nicht dazu gezwungen fühlen Wodka zu trinken. Sie können auf anderen Alkohol wie Wein oder Bier umsteigen oder gänzlich auf Alkohol verzichten. Das nimmt Ihnen dann keiner übel.

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Lektion Nr. 6: Vermeiden Sie politische und geschichtliche Themen!

Wenn Sie mit Ihrem Geschäftspartner Smalltalk führen, sollten Sie politische und geschichtliche Themen vermeiden, da hier die Polen ziemlich sensibel sind. Außerdem ist jedem bekannt, dass die Deutschen und Polen keine positive Vergangenheit verbindet bspw. wegen dem 2. Weltkrieg und man möchte ja keine alten Wunden wieder aufreißen. Auch aktuelle politische Themen sind kein gutes Smalltalk-Thema, da die zurzeit an der Macht stehende konservative Partei PiS viele Gegner, aber auch Befürworter hat, wodurch es allein unter den Polen zu vielen Auseinandersetzungen während eines Gesprächs kommt. Auch die katholische Kirche sowie Papst Johannes Paul II. sollten nicht angesprochen werden, außer Sie haben etwas Positives darüber zu sagen. Der Katholizismus sowie die katholische Kirche haben nämlich einen sehr hohen Stellenwert in Polen. (Zur Info: Über 90 % der polnischen Bevölkerung ist katholisch!) Papst Johannes Paul II. wird bis heute sehr verehrt und ist eine bedeutende polnische Persönlichkeit.

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Lektion Nr. 7: Beachten Sie die andere Vorgehensweise bei Verhandlungen – erst kommt der Smalltalk, dann das Geschäft!

In Polen ist es wichtig erst einmal einen persönlichen Kontakt zu den Geschäftspartnern herzustellen, bevor man über das Geschäft spricht. Man versucht sich kennenzulernen und Smalltalk zu führen, um zu sehen, ob eine gemeinsame Basis für Verhandlungen gegeben ist. Aus diesem Grund hängt vom ersten Eindruck eine Menge ab. Legen Sie am Anfang einen großen Wert darauf eine gute Beziehung zum Partner aufzubauen, danach können Sie über die Geschäfte sprechen.

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Lektion Nr. 8: Wichtige Sachen sollten Sie persönlich besprechen!

Wenn Sie noch etwas Wichtiges in Bezug auf den Vertrag oder das Geschäft besprechen möchten, sollten Sie lieber einen persönlichen Termin mit Ihrem Partner ausmachen und alles persönlich besprechen. Wenn dies aufgrund der Entfernung nicht möglich sein sollte, suchen Sie lieber den telefonischen Kontakt als Ihre Sekretärin damit zu beauftragen eine E-Mail an Ihren polnischen Partner zu versenden. Das wird als sehr unpersönlich und herablassend empfunden. Dadurch könnten Sie die anfangs gut verlaufenden Geschäfte gefährden.

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Lektion Nr. 9: Hören Sie ein „vielleicht“ oder ein „mal sehen“ können Sie Ihren Geschäftsabschluss direkt vergessen!

Sie sollten wissen, dass es den Polen schwer fällt jemandem abzusagen oder „Nein“ zu sagen. Das ist nur bei einer klaren Abhängigkeitsbeziehung möglich, ansonsten wird es als unhöflich empfunden.

Ansonsten bestätigen Polen zögerlich etwas oder benutzen die Worte „vielleicht“ und „mal sehen“, um ihre negative Haltung gegenüber dem Vertragsabschluss auszudrücken. Hierbei sollten Sie demnach auf die Wortwahl Ihres Geschäftspartners achten, bevor Sie sich auf seine Bestätigung verlassen und dann doch nichts aus dem Geschäft wird.

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Lektion Nr. 10: Üben Sie keine direkte Kritik aus!

Polen umgehen Kritik und wollen selbst auch nicht kritisiert werden. Wenn Sie sich also vor den Kopf gestoßen fühlen, da das Geschäft nicht bzw. ein wenig später zustande kommt, sollten Sie nicht gleich ausfallend werden oder die innerbetrieblichen Prozesse kritisieren. Ihr polnischer Geschäftspartner könnte dies auf sich selbst projizieren und sich dadurch in seiner Würde verletzt fühlen. Das wäre dann der endgültige Todesstoß für Ihre Geschäfte.

 

All diese Punkte sind für Ihre Geschäftsbeziehung zu polnischen Geschäftspartnern wichtig und können bei einem Geschäftsabschluss ausschlaggeben sein. Wenn Sie ein gewisses Verständnis für die polnische Kultur mitbringen sowie respektvoll und höflich Ihrem Geschäftspartner und seinen Angestellten gegenüber auftreten, können Sie sich auf der sicheren Seite wissen, dass Ihr Geschäft zustande kommt.

Das ist nur ein kurzer Überblick über die Punkte, die für Ihr Geschäft mit Ihren polnischen Partnern von besonderer Wichtigkeit sind. Falls Sie noch weitere Fragen zu anderen Themenbereichen haben, können Sie uns gerne kontaktieren. Wir erklären Ihnen gerne, wie Sie in gewissen Situationen mit Ihren slawischen Partnern umgehen sollen. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

10 Besonderheiten der Geschäftsethik in Bulgarien

Mit dem heutigen Blogbeitrag möchten wir Sie auf einige wichtige Besonderheiten der Geschäftsethik in Bulgarien aufmerksam machen. Diese werden Ihnen bei der erfolgreichen Durchführung Ihrer Verhandlungen behilflich sein, Sie auf einige typisch für die bulgarischen Geschäftsleute Merkmale vorbereiten und Ihnen die Möglichkeit geben, mehr über die Psychologie Ihrer bulgarischen Geschäftspartner zu erfahren.

Dann legen wir gleich mit dem wichtigsten Hinweis los, den Sie wahrscheinlich in jedem Reiseführer über Bulgarien schon mal gelesen haben:

 

  1. Verlassen Sie sich nie auf die Gesten Ihrer bulgarischen Geschäftspartner

Bis vor kurzem vermittelte das Nicken oder das Kopfschütteln in Bulgarien eine gegensätzliche Botschaft im Vergleich zu den in der westeuropäischen Geschäftsethik üblichen Gesten. Bis heute schütteln die meisten Bulgaren den Kopf von links nach rechts, wenn sie einer Aussage zustimmen möchten. Das Nicken, insbesondere bei einem neutralen Gesichtsausdruck, bedeutet in Bulgarien eigentlich ein „Nein“.

Diese Regel galt bis vor 10-15 Jahren ausnahmslos. Allerdings werden immer mehr Geschäftsleute im Ausland ausgebildet und unter dem Einfluss ihrer ausländischen Geschäftspartner versuchen Sie, ihr nonverbales Verhalten an die Etikette und die Gesten ihrer westeuropäischen Kollegen anzupassen. Daher wundern Sie sich bitte nicht, wenn Sie einen bulgarischen Geschäftspartner bzw. eine bulgarische Geschäftspartnerin sehen, der/die sich fest an die westlichen Gesten hält, wobei noch viele Geschäftsleute weiterhin typisch bulgarische nonverbale Gesten anwenden.

Daher lautet hier die goldene Regel: Verlassen Sie sich niemals nur auf die Gesten bei einer Zustimmung oder einer Ablehnung. Bestehen Sie immer auf eine verbale Bestätigung oder Verneinung, damit Sie nicht ins Fettnäpfen treten, was unter Umständen auch seriöse finanzielle Folgen für Sie haben kann.

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  1. Bulgarische Geschäftsleute formulieren oft ihre Anforderungen als Frage

„Möchten Sie jetzt in den Besprechungsraum eintreten?“ oder „Hätten Sie etwas dagegen, wenn wir über die finanzielle Seite unseres Geschäfts zu sprechen kommen?“, obwohl die Fragstellung an sich einfach auf den direkten Wechsel des Gesprächs zu einem anderen Thema hinweist und keine Widerrede erwartet.

Diese Besonderheit wurde auch von der deutschen Journalistin und Autorin Catalina Schröder in der Zeitschrift „Die Zeit“ beschrieben, wobei sie in ihrem Artikel feststellt, dass solche Fragen nichts anders als einen Themawechsel in der Form einer Frage oder sogar eine bereits getroffene Entscheidung bedeuten.

Wenn Sie sich zum Beispiel im Besprechungsraum nicht sehr wohl fühlen und das Fenster öffnen möchten, formulieren Sie Ihren Wunsch als Frage: „Sind Sie nicht auch der Meinung, dass die Luft im Besprechungsraum zu stickig ist?“ Diese Formulierung ist taktvoll genug, damit Sie Ihre bulgarischen Geschäftspartner zur Mitwirkung und Unterstützung bewegen, da sie ihre Wünsche entsprechend genauso formulieren werden.

 

  1. Lassen Sie sich nicht von Emotionen und Gestikulieren in Panik versetzen

Schröder stellt fest, dass Geschäftsleute in Bulgarien gewöhnlich emotionaler, kritischer, lauter und gestikulierender als ihre westlichen Geschäftspartner sind.

Dieses Verhalten soll nicht als bedrohlich betrachtet werden – das ist typisch bulgarisch und zeigt Ihnen eigentlich, dass sich der bulgarische Geschäftspartner sehr aktiv mit dem entsprechenden Thema auseinandersetzt. Sie sollen daher nicht panisch den Besprechungsraum verlassen – höchstwahrscheinlich diskutiert Ihr Geschäftspartner erhitzt über ein bestimmtes Thema oder er versucht, Sie von seinem Standpunkt zu überzeugen.

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  1. Die Hierarchiestruktur in Bulgarien ist wesentlich ausgeprägter als in Deutschland

Wie sieht der Ablauf einer typischen Besprechung in einer größeren bulgarischen Firma aus? Der Geschäftsführer teilt meistens seine Stellungnahme und Anforderungen mit, wobei sich nur einige wenige Mitarbeiter mit eigenen Vorschlägen daran beteiligen können, es sei denn es wird eine nacheinander folgende Berichterstattung aller Ergebnisse gefordert.

Die Ursache dafür ist, dass in vielen bulgarischen Unternehmen die vom Geschäftsführer abgelehnten Vorschläge oft den Ruf des entsprechenden Mitarbeiters zerstören. Daher bevorzugen die meisten Mitarbeiter keine Vorschläge auf solchen allgemeinen Besprechungen zu riskieren.

Grundsätzlich entstehen neue Ideen auf einer Mikroebene in einzelnen Teams und werden anschließend später formell oder bei persönlichen Besprechungen bewilligt.

02_q5-2-punctuality-watch-682926_19205. Erwarten Sie nicht deutsche Pünktlichkeit

Im Unterschied zu Ihren deutschen Geschäftspartnern verhalten sich viele bulgarischen Geschäftsleute gemäß ihrer slawischen Herkunft und halten oft nicht die deutsche Pünktlichkeit ein.

Diese Besonderheit wird in den letzten Jahren immer schwächer, wobei sich allmählich das westeuropäische Model durchzusetzen vermag. Allerdings wenn der Beginn der Besprechung oder des Treffens um 10.30 Uhr geplant ist, erwarten Sie nicht, dass Ihr ungeduldiger Blick auf die Uhr den Gesprächsbeginn beschleunigen wird. Wappnen Sie sich einfach mit ein wenig Geduld und empfinden Sie die Situation nicht persönlich, sondern als ein kultureller Unterschied.

 

  1. Multitasking bulgarischer Geschäftspartner

Wundern Sie sich nicht, wenn Ihr bulgarischer Geschäftspartner mehrere Sachen gleichzeitig erledigt. Geschäftsführer bulgarischer Unternehmen schalten oft Ihr Handy nicht während einer Besprechung oder eines Geschäftstreffens aus und es ist durchaus möglich, dass sie im Zuge der Verhandlungen mit Ihnen schnell zwischendurch ein Telefongespräch führen. Das ist kein Zeichen der Unhöflichkeit Ihnen gegenüber, sondern das ist der Arbeitsstil bulgarischer Geschäftspartner.

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  1. Der feste Händedruck

Der Händedruck, der gewöhnlich auch einen ersten Eindruck in der Wechselbeziehung der Menschen hinterlässt, ist der obligatorische Gruß in Bulgarien. Es ist untypisch, sich zu umarmen oder sich einen Wangenkuss zu geben. Dies kommt nicht besonders gut an.

Der Händedruck ist vor allen Dingen eine sehr persönliche Geste. Daher ist es natürlich schwierig, genau zu bestimmen, was für einen bulgarischen Geschäftspartner typisch ist. Wundern Sie sich allerdings nicht, wenn Ihre Hand richtig festgedrückt wird – das ist der typische Händedruck vieler Männer der älteren Generation. Umgekehrt ist es durchaus möglich, dass man Ihre Hand eher träge und nicht besonders engagiert beim Begrüßen drückt. Das verrät Ihnen in der Regel etwas mehr über das Temperament Ihres Gesprächspartners.

Üblicherweise wird in Deutschland durch einen kräftigen Händedruck begrüßt, in Bulgarien schüttelt man eher zwei oder drei Mal die Hand richtig fest.

 

  1. Niemals gerade Zahlen an Blumen verschenken

Falls Sie vorhaben, Ihren Geschäftspartner oder Ihre Geschäftspartnerin mit einem Blumenstrauß zu überraschen, verschenken Sie unbedingt ungerade Zahlen an Blumen. Gerade Zahlen an Blumen werden nur an einen Verstorbenen oder am Friedhof als Zeichen der Achtung gegenüber der Verstorbenen verschenkt.

 

  1. Nehmen Sie sich in Acht von der bulgarischen Gastfreundschaft

Wie wir in unserem letzten Beitrag Smalltalk unter Geschäftsleuten auf Bulgarisch angemerkt haben, kann die bulgarische Gastfreundschaft während eines Geschäftsessens eine ernste Herausforderung für Sie werden.

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Ihre Gastgeber werden versuchen, Sie von der Qualität bulgarischer Speisen und Getränke zu überzeugen, sodass Sie ruhig erwarten können, dass auf dem Tisch viele Speisen und schmackhafte Hauptgerichte aufgetischt werden. Unbedingt sollten Sie den berühmten bulgarischen Salat (Shopska-Salat), die kalte Joghurtsuppe, Paprikaschotten, Bohnen mit Würstchen, die schmackhaften Fleisch- oder vegetarischen Gerichte wie z. B. eingewickelte Weinblätter, Gebäck aus Teigblättern usw. probieren. Diese Speisen werden meistens zusammen mit Pflaumen- oder Pfirsichschnaps oder mit aromatischem Rot- oder Weißwein in großen Mengen serviert.

Wenn Sie der Verlockung nicht widerstehen können und alles aufessen, was man Ihnen serviert, werden Sie mit Sicherheit keinen Platz mehr für die schmackhaften Süßspeisen haben, die unbedingt nach einer üppigen Mahlzeit angeboten werden. Als Folge könnten Sie mit leichten Überessensymptomen im Krankenhaus landen.

Und da wir von Geschäftsessen sprechen, vergessen Sie nicht, dass wenn Sie etwas als klein bestellen, dann als große Portion oder Dosis bekommen und wenn Sie eine große Bestellung aufgeben, eben eine noch größere Dosis oder Portion bekommen. Das bedeutet, dass wenn Sie in Bulgarien ein kleines alkoholisches Getränk wie Schnaps oder Vodka bestellen, dann bekommen Sie in der Regel 50 ml, was nach dem Verständnis in Westeuropa als groß empfunden wird. Falls Sie einen großen Schnaps oder sonstigen Alkohol bestellen, bekommen Sie in der Regel 100 ml, die üblicherweise in einem Wasserglas serviert werden.

Daher möchten wir Ihnen raten, ein wenig von allen Speisen zu probieren; Wenn Sie sich nicht betrinken möchten, achten Sie darauf, dass Ihr Glas nicht leer wird. Ihr Gastgeber wird Sie genau beobachten und sofort nachschenken wollen. Und natürlich vergessen Sie keinesfalls, noch etwas für den tollen Nachtisch zu lassen, den Sie zum Schluss immer bekommen werden.

 

  1. Der Gastgeber zahlt

Und zum Schluss noch eine wichtige Regel: In Bulgarien ist es üblich, dass der Gastgeber immer zahlt.

Üblicherweise sind im Firmenbudget immer Ausgaben für Geschäftsessen vorgesehen, daher wird dies in Bulgarien oft und gern in Anspruch genommen.

 

Verfolgt Ihr Unternehmen die richtige Sprachen-Management-Strategie?

Sie arbeiten mit osteuropäischen Unternehmen zusammen und sind neugierig zu erfahren, ob Sie die richtige Strategie bei Ihrem Sprachenmanagement verfolgen?

Oder:

Stehen Sie kurz vor der Zusammenarbeit mit einem osteuropäischen Unternehmen und und möchten sichergehen, dass Ihre Sprachenstrategie richtig ist?

Testen Sie Ihre Strategie! Beantworten Sie unsere Quizfragen und erfahren Sie, ob Sie bei der Kooperation mit osteuropäischen Unternehmen noch etwas besser machen können.

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Unser Quiz zum Thema „Verfolgt Ihr Unternehmen die richtige Sprachenmanagementstrategie?“

Wie viele Punkte Sie für Ihre Antwort bekommen, steht vor der Frage selbst. Sie können uns gerne Ihr Ergebnis senden und dieses mit uns besprechen. Wir unterstützen Sie bei der Festlegung der richtigen Sprachenstrategie!

  1. In wie vielen Fremdsprachen kann Ihr Unternehmen tätig sein?

(1) 1.

(2) 2.

(3) 3 bis 5.

(4) Mehr als 5.

  1. Setzen Sie professionelle Übersetzer/Dolmetscher ein?

(4) Ja, regelmäβig, für die Übersetzung von Verkaufsmaterialien, rechtlichen Dokumenten und technischem Material sowie für das Dolmetschen bei Geschäftstreffen und Verhandlungen.

(3) Ja, aber nicht sehr oft.

(2) Ja, aber nur bei auβergewöhnlichen Umständen.

(1) Nein, wir kommen mit allem selbst zurecht.

  1. Wann organisieren Sie Sprach- und/oder kulturelle Schulungen für Ihre Mitarbeiter?

(1) Niemals, wir verlassen uns auf die Fähigkeiten unserer Mitarbeiter.

(2) Wenn jemand ausdrücklich danach fragt.

(3) Bevor wir in einen neuen Markt hineingehen.

(4) Regelmäβig.

  1. Ist Ihre Website mehrsprachig?

(4) Ja, sie wurde in unsere wichtigsten Geschäftssprachen übersetzt und an die lokalen Märkte angepasst.

(3) Ja, sie wurde in unsere wichtigsten Geschäftssprachen übersetzt.

(2) Ja, aber nur Teile davon wurden übersetzt.

(1) Nein/Wir haben keine Website.

  1. Welcher Anteil Ihrer Mitarbeiter spricht mindestens eine Fremdsprache?

(1) Weniger als 10 %.

(2) 10-24 %.

(3) 25-50 %.

(4) Mehr als 50 %.

  1. Wie ist Ihr Unternehmen auf den Umgang mit sprachlichen und kulturellen Barrieren vorbereitet?

(4) Wir finden potenzielle Barrieren im Planungsstadium heraus und ergreifen Maβnahmen wie Mitarbeiterschulungen, Analysen der Auswirkungen der Kultur auf das Geschäft usw., um ein Entstehen dieser Barrieren zu verhindern.

(4) Wir führen Aufzeichnungen von den interkulturellen Fähigkeiten unserer Mitarbeiter, so dass sie dort eingesetzt werden können, wo sie über örtliches Know-how verfügen.

(2) Wir lernen auf unserem Weg und reagieren schnell, wenn Probleme auftreten.

(1) Wir haben niemals mit sprachlichen oder kulturellen Barrieren zu tun und wenden deshalb keine Mittel dafür auf.

  1. Vor der Erschlieβung eines neuen Marktes in einem fremden Land…

(3) Wir stellen einen lokalen Vertreter oder Händler ein, um sprachliche und kulturelle Angelegenheiten zu regeln.

(4) Wir stellen einen Muttersprachler ein oder jemanden, der die lokale Sprache flieβend spricht und mit der lokalen Kultur vertraut ist.

(2) Wir organisieren spezifische Schulungen für unsere Mitarbeiter.

(1) Wir übersetzen unsere Website und Dokumentation und passen sie an.

(4) Wir verbinden mehrere dieser Maβnahmen.

Ihr Team von Eimer & Eimer E-Mail: info@eimer-eimer.de

Exkurs: Investitionen osteuropäischer Unternehmen in Deutschland

Polnisches Schuhunternehmen CCC will auf dem europäischen Markt expandieren, insbesondere in Deutschland und Österreich

Ihnen ist das Schuhgeschäft „CCC“ in ihrer Stadt sicherlich schon aufgefallen. Sie haben es betreten und haben den Eindruck gewonnen, dass dieses dem Schuhgeschäft „Deichmann“ ähnelt, da es ebenfalls günstige Schuhe anbietet. Doch wissen Sie eigentlich, woher das Geschäft stammt und, warum es auf einmal wie aus dem Nichts in vielen deutschen Städten aufzufinden ist?

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Erfolgskonzept seit 1999

Bereits im Jahr 1999 eröffnete einer der reichsten Polen Dariusz Miłek die erste Filiale seines Erfolgsunternehmens CCC. Seit dem es vor 10 Jahren an die Börse gegangen ist, ist sein Wert um 1.850 Prozent gestiegen! Dieses Entwicklungspotential will der Pole vollkommen ausschöpfen und hat deshalb bereits mehrere Geschäfte in Tschechien, der Slowakei, Kroatien, Bulgarien, Rumänien, Slowenien, Ungarn, Ukraine, Russland, Bulgarien und den drei baltischen Staaten Litauen, Estland und Lettland eröffnet.

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Expandierungspläne in Bulgarien, Deutschland und Österreich

Im Jahr 2015 wurden 10 erste CCC-Schuhgeschäfte in Bulgarien eröffnet. Bis 2020 sollen insgesamt 50 Geschäfte eröffnet werden. Miłek will sich auf den deutschen und österreichischen Markt noch mehr konzentrieren, indem er im Jahr 2015 insgesamt 42 Geschäfte eröffnet hat. In den nächsten Jahren sollen noch insgesamt 40 Läden eröffnet werden, d.h. in Deutschland 30 und in Österreich 10 an der Zahl.

Intensivere Investitionen in die Ukraine, Russland und die Türkei werden erstmal hintenangestellt. Das bedeutet aber nicht, dass diese in ein paar Jahren wieder aufgenommen werden.

In den baltischen Staaten sollen zwischen 2016 und 2017 ebenfalls einige Schuhläden eröffnet werden.

Insgesamt plant CCC zwischen 2015 und 2017 500 Geschäfte in Mitteleuropa, Deutschland und Österreich zu eröffnen.

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Konkurrenz für Deichmann?

Deichmann ist eine etablierte Marke auf der ganzen Welt und gerade zu dieser steht CCC in direkter Konkurrenz, da beide dieselbe Zielgruppe ansprechen, Schuhe in derselben Preisklasse anbieten – von billig bis etwas teurer –und in verschiedenen Ländern erwerblich sind. Zwar ist CCC noch nicht in so vielen Ländern wie Deichmann vertreten, dort will es aber noch hinkommen. Zwar kann CCC bereits erste Erfolge bezüglich der Verkaufszahlen in Deutschland verzeichnen, trotzdem sind viele Deutsche an ihre Standard-Schuhläden, wie Deichmann und Reno, gewöhnt und diese muss man erst von dem neuen Schuhgeschäft überzeugen. Aus diesem Grund lockt CCC auch mit hohen Rabatten, z.B. während des SSV´s oder gegen Ende des SSV´s. Es wird dem Kunden sogar ein Rabatt von 40 % oder mehr gewährt, womit der Inhaber selbst zwar nicht allzu viel verdient, dadurch lockt er aber viele Kunden an. Die Chancen für eine dauerhafte Bindung der Kunden an CCC stehen sehr gut. 🙂

Investitionen im kleinen „Moldawien“: Nur im Agrarbereich lohnenswert?

Zwar fällt das Land Moldawien nicht oft im Kontext mit Investitionen und auch sonst wird ihm kaum Aufmerksamkeit geschenkt – bis jetzt, denn der dort vorhandene Nährboden zieht viele Agrar-Investoren an, die dort Zuckerrüben anbauen, wie bspw. das berühmte Unternehmen Südzucker AG. Aber wie sieht es in anderen Bereichen aus? Lohnt es sich in Moldawien zu investieren?

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Wirtschaftliche und politische Probleme

Im letzten Jahr musste Moldawien einiges einstecken: eine wankende Wirtschaft und Politik, die durch einen Bankenbetrugsskandal hervorgerufen wurde. Dadurch fiel der Wert der nationalen Währung deutlich, da um die eine Milliarde Euro von einigen Banken illegal aus dem Land gebracht wurde. Dies stiftet ebenfalls Unruhen in der Bevölkerung, die gegen die Korruption protestiert. Die Gastarbeiter, die meistens aus den GUS-Staaten stammen, haben einen großen Einfluss auf den privaten Konsum des Landes. Zunächst sieht die Bank eine Art Erholung vor.

Stagnation mit zukünftiger Aussicht auf Verbesserung

In diesem Jahr wird das Wirtschaftswachstum wohl weiter stagnieren, da auch der Ukrainekonflikt eine negative Auswirkung auf Moldawiens Wirtschaft hat. Durch die Abwendung von Russland, welches vorher ein wichtiger Wirtschaftspartner war, erhoffte sich die Republik Moldau durch die Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens mit der EU eine Vertiefung der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit, um so wieder aus dem Tief zu gelangen. Dieses Abkommen bewirkte bereits den Anstieg von Direktinvestitionen, die im Jahr 2017 auch wieder zunehmen sollen.

Zusammenarbeit mit Deutschland

Zwar sanken die deutschen Exporte im Jahr 2015 um 13 Prozent, dafür nahmen die deutschen Einfuhren um ca. 12 Prozent zu. Deutsche Firmen führen nämlich überwiegend Kraftwagen, Kfz-Teile, chemische Erzeugnisse, Maschinen und Elektrotechnik aus. Zu beleibten Importgütern aus der Republik Moldau gehören Lebensmittel, Textilien und Rohstoffe.

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Investitionen in Moldau durch namenhafte deutsche Unternehmen

Trotz der zuletzt negativen Entwicklung der moldauischen Wirtschaft investieren viele namenhafte deutsche Unternehmen in das Land. Nicht nur E.ON, der bereits ein großes Stromnetz dort ausgebaut hat, will dieses weiterhin ausbauen, sondern auch Kaufland wittert hier sein Geschäft. Die Einzelhandelskette will bis 2020 sechs Supermärkte auf dem moldauischen Gebiet eröffnen. Der Autozulieferer Dräxlmeier betreibt bereits zwei Werke auf dem Gebiet der Republik und plant die Erbauung eines dritten Werks.

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Wie man gut erkennen kann, hat die kleine Wirtschaftskrise der Republik Moldau keinen Abbruch getan und wird sich in den kommenden Jahren konstant positiv entwickeln. Da sollte einer Investition – unabhängig vom Bereich – nichts im Wege stehen.