Die wichtigsten Standorte für Investoren in Osteuropa

Wenn man über die wichtigsten Standorte in Osteuropa nachdenkt, fallen einem direkt die osteuropäischen Metropolen bzw. Hauptstädte wie Prag oder Moskau ein. Doch sind diese ebenfalls für Investoren attraktiv oder haben hier andere osteuropäische Städte die Nase vorne?

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Moskau an der Spitze

Moskau liegt zwar immer noch an der Spitze, wenn es um Investitionen und Messeveranstaltungen geht, aber St. Petersburg, Kasan und Jekaterinburg wird eine immer größere Bedeutung zugeschrieben. Vor allem Kasan kann sich mit einer bedeutenden Zunahme von Messeveranstaltungen rühmen. Doch die erlassenen Sanktionen gegenüber Russland hinterlassen Spuren, was an den gekürzten Flugverbindungen erkennbar ist. Einige deutsche Fluglinien fliegen nicht mehr auf direktem Wege nach Russland oder seltener als zuvor. Dadurch müssen die nach Russland Reisenden mehr Zeit und Geduld für ihre Reise nach Russland einkalkulieren. Hinzu kommen die überfüllten Flugzeuge und das Problem mit dem Geschäftsvisum, welches um die 150 Euro kosten kann. Vor Ort sind die Taxipreise zwar akzeptabel. Aufgrund des Verkehrs ist es jedoch nicht gerade empfehlenswert mit dem Taxi zu fahren. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gelangt man da schneller an sein Ziel. Moderne Hotels gibt es in Moskau schon seit längerer Zeit. Diese werden ständig erneuert, in die älteren Hotels wird jedoch ebenfalls viel Geld investiert, weshalb diese den westlichen Standards in nichts nachstehen.

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Vilnius dominiert das Baltikum

In Vilnius finden zahlreiche Messen und Konferenzen statt, weshalb der Wert der ausländischen Direktinvestitionen um fast 6 Prozent gewachsen ist. Die Wichtigkeit der litauischen Hauptstadt ist auch in der Wirtschaftsleistung Litauens erkennbar, da die dort ansässigen Unternehmen ca. 40 Prozent dieser ausmachen. Trotzdem bieten bis jetzt nicht viele Fluggesellschaften Flüge nach Vilnius an und die langwierige Auto- oder Zugfahrt dorthin möchte man sich lieber nicht antun. Dafür gibt es günstige Übernachtungsmöglichkeiten, die ab 30 Euro beginnen.

Riga ist Vilnius dicht auf den Fersen, da die lettische Hauptstadt einen Gewinn von knapp 4,5 Prozent im Jahr 2015 verzeichnen konnte und der Trend steigend ist. In Sachen Messe kann sie mit Vilnius jedoch nicht mithalten, weil dort kaum Messen stattfinden. Die Anfahrt ist mit der nach Litauen zu vergleichen, nur die Hotelpreise sind noch um einiges günstiger.

Das estnische Tallinn spielt hier eindeutig eine Nebenrolle, da seine Wirtschaftskraft abgenommen hat und ebenfalls kaum Messen dort stattfinden.

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Prag immer noch Spitzenreiter

In Tschechien kann Prag keine andere Stadt etwas vormachen. Ihre Wirtschaftsleistung wächst stetig und auch die Investoren bleiben der Stadt treu. Dafür sprechen die über 70 Messeveranstaltungen, die per Bus, Bahn, Auto und Flugzeug aus zahlreichen deutschen Städten schnell erreichbar sind. Die Hotels und Verpflegung sind bereits zu günstigen Preisen erwerbbar. Je nach Geschmack kann es aber auch teurer sein. Um Brünn ist es zwar in letzter Zeit lauter geworden, trotzdem liegt es noch weit hinter Prag. Nur im Bereich Messe kann es mit 60 Veranstaltungen einigermaßen mit Prag mithalten.

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Warschau – die unangefochtene Nummer Eins

Egal wie sehr sich die anderen polnischen Städte und Investoren bemühen Warschau von der Spitze zu treiben, es klappt einfach nicht. Bezüglich Investitionen hat die polnische Hauptstadt nach wie vor die Nase vorn und auch im Messebereich hat sie Posen den Rang abgelaufen. Zwar gilt Posen als die wichtigste Messestadt Polens schlechthin, Warschau hat diese im letzten Jahr jedoch mit 20 weiteren Veranstaltungen übertrumpft. Die Fluganbindung ist sehr gut. Die Anfahrt mit dem Auto über die A2 ist ebenfalls unproblematisch. Der einzige Nachteil ist hierbei die anfallende Maut. Eine Zugfahrt ist nicht zu empfehlen, da der Zug über sechs Stunden fährt (wenn dieser pünktlich ist!). Hotel und Verpflegung kann hier von günstig bis teuer erworben werden. Eine einstündige Taxifahrt ist mit 25 Euro bezahlbar.

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Astana auf der Überholspur

Nicht nur aufgrund der EXPO 2017 investiert Kasachstan immer mehr in seine Hauptstadt Astana, sondern auch weil sie der Knotenpunkt für viele Fluganbindungen ist und hierauf aufgebaut werden soll. Die Anbindungen sind gut und die kasachische Fluggesellschaft bietet nicht nur faire Preise an, sondern ebenfalls Service auf besonders hohem Niveau. Darüber hinaus soll der Flughafen ausgebaut werden, um mehr Passagiere bedienen zu können. Bei der Hotelbuchung sollte man besonders aufpassen, da hier viele Hotels überteuert sind und der Preis nicht dem erwarteten Standard entspricht. Lesen Sie sich daher die Bewertungen besonders sorgfältig durch oder hören Sie auf Bekannte, die dort bereits auf ihrer Geschäftsreise waren. Taxis bekommen Sie hier unproblematisch an jeder Ecke. Nur an der kasachischen Pünktlichkeit hapert es ein wenig.

Eindeutig erkennbar ist, dass die Hauptstädte in den angesprochenen osteuropäischen Ländern den ersten Platz im Wirtschafts- und Messebereich belegen und dort die meisten Investitionen getätigt werden. Dies wird sich auch nicht so schnell wieder ändern. Abschließend ist zusagen, dass sich Investitionen in allen osteuropäischen Hauptstädten rentieren. Zu beachten ist nur, die Kontinuität und Verbesserung der Wirtschaftsleistung. Wenn diese nicht gegeben ist, sollte von einer Investition abgesehen werden.

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