Katastrophale Arbeitsbedingungen in der osteuropäischen Schuhbranche – Können diese in Zukunft verbessert werden?

Laut der Studie „Change Your Shoes“ sind osteuropäische Arbeiter, die in der Schuhproduktion tätig sind, Tag für Tag miserablen Arbeitsbedingungen ausgesetzt, worauf viele Menschenrechts- und Umweltschutzorganisationen aufmerksam machen, aber wird dies etwas bringen? Können angemessene Arbeitsvoraussetzungen für die Arbeiter geschaffen werden oder sucht man vergeblich nach einer Lösung?

Tschechische Republik - Schuhproduktion

Hungerlöhne, Stress und Überstunden…

…genau so kann man sich die Arbeitsbedingungen in osteuropäischen Schuhunternehmen vorstellen. Die Arbeiter sind ständigem Druck ausgesetzt die Schuhproduktion in einer gewissen Zeit durchzuführen, dabei soll auch noch die Qualität stimmen. Chemikalien werden nebenbei zusätzlich eingeatmet und das ohne Schutzmaske! – Und das alles wird mit einem Hungerlohn beglichen…

Die Studie „Change Your Shoes“ hat dies herausgefunden, als sie verschiedene Schuhproduktionsunternehmen in Albanien, Bosnien-Herzegowina, Rumänien, Polen, Slowakei und Mazedonien näher untersucht hat. Im Vergleich zu China verdienen die albanischen, mazedonischen und rumänischen Arbeiter sogar weniger. Dies soll aber dem üblichen Arbeitslohn in diesen Ländern entsprechen. Trotzdem ist dies zu wenig, um eine Familie ernähren zu können.

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Schuhunternehmen sorgen sich nicht um ihre Mitarbeiter!

Dieser Meinung sind verschiedene Menschenrechtsunternehmen. Die Zustände bei der Produktion sollen vielen Unternehmern total egal sein. Es interessieren sie nur die niedrigen Kosten und die dabei entstehende Qualität der Schuhe, der Gesundheit ihrer Mitarbeiter wird keine hohe Wichtigkeit zugeschrieben. Lediglich drei Schuhunternehmen Adidas, Eurosko und El Naturalista wollten bewusst auf die Fragen der Studieninitiatoren antworten. Das größte Problem stellt die Zuliefererkette dar. Die Unternehmen wissen nämlich nicht genau, woher die jeweiligen Artikel kommen und verlieren dadurch gleichzeitig den Überblick über die Arbeitsbedingungen, für die sie im Endeffekte nicht alleine zuständig sind, sondern auch die jeweiligen Unternehmen, die sie engagieren.

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Ist eine Verbesserung in Sicht?

Der deutsche Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie nimmt die deutschen Unternehmen hierbei in Schutz und kann nicht verstehen, wie alle Unternehmen über einen Kamm geschert werden können. Immerhin setzen sich die deutschen Unternehmen seit einer geraumen Zeit für Nachhaltigkeit in der Produktion im In- sowie Ausland ein, wodurch die sozialen und ökologischen Standards sogar zu den höchsten weltweit gehören.

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Demnach sollten deutsche Unternehmen kaum verbesserungswürdig sein, doch was ist mit den in Osteuropa ansässigen deutschen Unternehmen? Kann der Bundesverband hierfür ebenfalls seine Hand ins Feuer legen? Hierbei liegt nämlich das Hauptproblem: Diese Unternehmen werden nicht immer und nicht so stark kontrolliert wie die in Deutschland ansässigen Unternehmen. Über die Produktion der Artikel von anderen Unternehmen, die dann wiederum im Schuhunternehmen verwendet werden, ist kaum bis gar nichts bekannt. Auf welche Weise sollen diese dann kontrolliert werden können? Ein erster Schritt wäre es regelmäßige Kontrollen einzuführen und das auch bei Unternehmen, die nur Kleinigkeiten für die Hauptunternehmen herstellen. Die schlimmsten Arbeitsbedingungen herrschen nämlich bei diesen. An allererster Stelle sollte jedoch die Gesundheit jedes einzelnen Mitarbeiters stehen.

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