Investitionen im kleinen „Moldawien“: Nur im Agrarbereich lohnenswert?

Zwar fällt das Land Moldawien nicht oft im Kontext mit Investitionen und auch sonst wird ihm kaum Aufmerksamkeit geschenkt – bis jetzt, denn der dort vorhandene Nährboden zieht viele Agrar-Investoren an, die dort Zuckerrüben anbauen, wie bspw. das berühmte Unternehmen Südzucker AG. Aber wie sieht es in anderen Bereichen aus? Lohnt es sich in Moldawien zu investieren?

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Wirtschaftliche und politische Probleme

Im letzten Jahr musste Moldawien einiges einstecken: eine wankende Wirtschaft und Politik, die durch einen Bankenbetrugsskandal hervorgerufen wurde. Dadurch fiel der Wert der nationalen Währung deutlich, da um die eine Milliarde Euro von einigen Banken illegal aus dem Land gebracht wurde. Dies stiftet ebenfalls Unruhen in der Bevölkerung, die gegen die Korruption protestiert. Die Gastarbeiter, die meistens aus den GUS-Staaten stammen, haben einen großen Einfluss auf den privaten Konsum des Landes. Zunächst sieht die Bank eine Art Erholung vor.

Stagnation mit zukünftiger Aussicht auf Verbesserung

In diesem Jahr wird das Wirtschaftswachstum wohl weiter stagnieren, da auch der Ukrainekonflikt eine negative Auswirkung auf Moldawiens Wirtschaft hat. Durch die Abwendung von Russland, welches vorher ein wichtiger Wirtschaftspartner war, erhoffte sich die Republik Moldau durch die Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens mit der EU eine Vertiefung der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit, um so wieder aus dem Tief zu gelangen. Dieses Abkommen bewirkte bereits den Anstieg von Direktinvestitionen, die im Jahr 2017 auch wieder zunehmen sollen.

Zusammenarbeit mit Deutschland

Zwar sanken die deutschen Exporte im Jahr 2015 um 13 Prozent, dafür nahmen die deutschen Einfuhren um ca. 12 Prozent zu. Deutsche Firmen führen nämlich überwiegend Kraftwagen, Kfz-Teile, chemische Erzeugnisse, Maschinen und Elektrotechnik aus. Zu beleibten Importgütern aus der Republik Moldau gehören Lebensmittel, Textilien und Rohstoffe.

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Investitionen in Moldau durch namenhafte deutsche Unternehmen

Trotz der zuletzt negativen Entwicklung der moldauischen Wirtschaft investieren viele namenhafte deutsche Unternehmen in das Land. Nicht nur E.ON, der bereits ein großes Stromnetz dort ausgebaut hat, will dieses weiterhin ausbauen, sondern auch Kaufland wittert hier sein Geschäft. Die Einzelhandelskette will bis 2020 sechs Supermärkte auf dem moldauischen Gebiet eröffnen. Der Autozulieferer Dräxlmeier betreibt bereits zwei Werke auf dem Gebiet der Republik und plant die Erbauung eines dritten Werks.

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Wie man gut erkennen kann, hat die kleine Wirtschaftskrise der Republik Moldau keinen Abbruch getan und wird sich in den kommenden Jahren konstant positiv entwickeln. Da sollte einer Investition – unabhängig vom Bereich – nichts im Wege stehen.

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